Auswärtssieg beim Tabellenführer

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Sechsmal Grund zum Jubeln hatte der ESVK beim Derbysieg gegen Ravensburg.

Kaufbeuren – Wer hätte das gedacht? In den beiden Wochenendspielen gingen die Kaufbeurer Joker jeweils als Sieger vom Eis. Schon am Freitag triumphierten sie mit 6:2 Toren im schwäbischen Derby über die Ravensburg Tower Stars. Die Krönung des Wochenendes folgte beim 2:1-Auswärtssieg in Bietigheim.

Schon nach der 3:0-Niederlage der Steelers in Kaufbeuren, damals Anfang Januar, sagte der Trainer des Tabellenführers, Kevin Gaudet: „Es macht keinen Spaß, diese Saison gegen den ESVK zu spielen!“ Jetzt wurde es ihm nochmals bestätigt und dies noch in eigener Halle. Somit bleiben die Kaufbeurer mit 71 Punkten und Rang Sechs ernster Anwärter auf einen Pre-Playoff oder gar direkten Play-off Platz.

Klarer Sieg im Derby

Mit 6:2 Toren behielten die Kaufbeurer am Freitagabend die Oberhand im schwäbischen Derby gegen die Tower Stars aus Ravensburg. Vor 2261 Zuschauern in der Sparkassen Arena, übrigens Zuschauerrekord an diesem Spieltag in der DEL2, boten die Joker ein starkes Match und siegten hochverdient. Diesmal konnte der ESVK wieder mit vier Sturmreihen und drei Verteidigungsreihen auflaufen. Von Beginn an machten die Joker das Spiel, doch den ersten Treffer erzielten die Tower Stars. Ein unüberlegter Aufbaupass fing ein Ravensburger ab und brachte schon nach fünf Minuten die Gäste in Führung. Doch der Rückstand schockte die Kaufbeurer nicht, sie stürmten weiter mit viel Elan auf das Tor der Gäste. Nach 13 Minuten stellte sich der erste Erfolg ein. Jannik Woidtke schloss einen schönen Angriff mit dem Ausgleichstreffer ab. Nicht einmal eine Minute später schoss Sami Blomqvist die Joker nach perfektem Zuspiel von Joona Karevaara zum 2:1. In der 17. Minute zog Karevaara dann selbst ab und sorgte für eine 3:1-Pausenführung. Im zweiten Durchgang drückte der ESVK weiter, aber noch ohne Torerfolg. Dieser stellte sich bei den Gästen nach 30 Minuten ein, als sie einen schlechten Wechsel der Joker zum Anschlusstreffer ausnutzten. Kurz vor der zweiten Pause erhöhte Michael Fröhlich in Überzahl für die Joker. Im letzten Drittel bestimmten die Kaufbeurer weitgehend das Spielgeschehen und spätestens nach dem Treffer von Jeff Szwez in der 52. Minute gab es am Sieg der Joker keinen Zweifel mehr. 16 Sekunden vor Ende der Partie gelang Daniel Oppolzer gar noch der Treffer zum 6:2-Endstand. ESVK-Trainer Andreas Brockmann: „Wir hatten gut angefangen und die eine oder andere Chance gehabt. Dann fiel der Gegentreffer, aber wir haben uns zu keiner Zeit aufgegeben und sind unserem Spielplan weiter treu geblieben. Es war ein absolut verdienter Sieg“.

Überraschung in Bietigheim

Am Sonntagabend traten die Kaufbeurer Joker wieder mit der gleichen Aufstellung wie zuvor schon am Freitag an, also ohne Christoph Kiefersauer, der noch bis Samstag bei der U20-Nationalmannschaft weilte.

Vor 3555 Zuschauern entwickelte sich ein hartes Ringen um die Punkte. Der ESVK bot dem hohen Favoriten und Tabellenführer Paroli. Daniel Oppolzer traf nach 19 Minuten zum 0:1. Mit dieser Führung ging es auch in die erste Pause. Eine Strafe gegen den ESVK nutzten die Steelers gleich nach Wiederanpfiff in Überzahl zum Ausgleichstreffer. Bis kurz vor Ende des zweiten Drittels fielen keine Tore mehr. Dann aber traf Jeff Szwez nach 39 Minuten mit der Rückhand in Überzahl zum 1:2 noch vor der zweiten Pause. Dieser Spielstand blieb dank eines überragenden Stefan Vajs im Tor bestehen und hat einen hart erarbeiteten Sieg in Bietigheim ermöglicht, wenn auch die Gastgeber bei zwei Pfostenschüssen Pech hatten. So beendeten die Joker Bietigheims Siegesserie nach sieben in Folge gewonnenen Spielen.

Freitag nach Heilbronn

Das dritte Auswärtsspiel in Folge: Am Freitagabend gastieren die Joker beim Tabellenvorletzten in Heilbronn. Zwei Siege für den ESVK in den drei Spielen lautet die bisherige Bilanz. Die Heilbronner Falken ließen mit einem 4:2-Heimsieg über die Frank­furter Löwen aufhorchen und spielten am Sonntag in Ravensburg, wo sie mit 4:1 unterlagen.

DNL-Team nach Köln

Nach der zweieinhalbwöchigen Pause tritt das Kaufbeurer DNL-Team zweimal in Köln an. Die Kölner Haie sind als souveräner Tabellenführer klarer Favorit.

von Werner Mayr

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