Die Joker sind auf einem guten Weg

ESVK Spieler Florin Ketterer spricht über den Spielemarathon

Florin Ketterer (rechts) und Julian Eichinger ESVK
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Schulter an Schulter bilden Florin Ketterer (rechts) und Julian Eichinger derzeit ein festes und erfolgreiches Verteidigerpaar.

Kaufbeuren – Der geänderte Spielplan in der DEL 2 hat dafür gesorgt, dass der ESV Kaufbeuren im bisherigen Monat Februar in 20 Tagen stolze zehn Pflichtspiele absolvieren musste. Trotz der ungewöhnlichen Strapazen gingen die Joker dabei sieben Mal als Sieger vom Eis. Über die sportliche Entwicklung, aber auch über die enorme Belastung für die Spieler hat der Kreisbote mit Verteidiger Florin Ketterer gesprochen.

Bis zum Heimspiel gegen Bayreuth waren nun wieder ein paar Tage Pause. Wie gehen Sie persönlich mit der aktuellen Belastung um?

Ketterer: Das ist auch für mich eine neue Situation, doch ich war froh, dass wir unter der Woche diesmal kein Spiel hatten und so konnte man mal wieder in einem Rhythmus schlafen und auch essen. Das ist ganz wichtig für die körperliche Erholung.

Braucht auch der Kopf eine Pause?

Ketterer: Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich bin jemand, der gerne spielt und auch dafür immer voll motiviert ist, doch irgendwann ist eine gewisse Sättigung erreicht, man verliert die Spannung.

Es war zuletzt auffällig, dass es bei guten Aktionen im Spiel immer positiven Zuspruch von der Bank gegeben hat. Hat sich der Teamgeist bei den Jokern verbessert?

Ketterer: Der Teamgeist war noch nie schlecht, das wird leider nach außen hin oft etwas anders wahrgenommen. Jeder geht mit der richtigen Einstellung ins Spiel und versucht zu punkten. Gerade mit einem guten Block oder einer starken Torwartleistung versucht man sich noch einmal zusätzlich zu pushen.

Seit ein paar Spielen bilden Sie mit Julian Eichinger ein festes Verteidigerpaar, das sowohl defensiv als auch offensiv gut harmoniert. Liegt Ihnen das Spiel mit einem festen Partner?

Ketterer: Es ist natürlich einfacher, weil mehr Ordnung im Spiel ist und auch gewisse Abläufe standardisiert werden. Jedoch ist die Belastung auch höher, gerade wenn noch Über- und Unterzahlspiel dazu kommen.

Die schwache Quote im eigenen Unterzahlspiel ist nach wie vor ein Thema. Welche Stellschrauben muss der ESVK dazu aktivieren, um dies zu verbessern?

Ketterer: Das hängt sehr viel mit Selbstvertrauen zusammen. Letztes Jahr waren wir da noch sehr gut und hatten auch in vielen Situation das Glück bei uns. In dieser Saison bekommen wir einfach viele dumme Tore, wo uns oftmals auch etwas das Scheibenglück gefehlt hat. Zum Penalty-Killing gehören elementare Dinge, die sehr viel mit Reagieren und richtig Antizipieren zu tun haben.

Revanche am Sonntag

Gleich, um 19.30 Uhr, gehen die Joker aufs Eis, um mit den Bayreuth Tigers Kräfte zu messen.

Am Sonntag um 17 Uhr hat der ESV Kaufbeuren beim Auswärtsspiel in Bad Tölz die Möglichkeit, sich für die jüngste 3:7-Niederlage zu revanchieren. Alle Ergebnisse und Stimmen dazu gibt es aktuell unter www.kreisbote.de/lokalsport.

Thomas Schreiber

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