Dienstag fünftes Match in Kaufbeuren - Freitag Spiel in Heilbronn

Joker gleichen Serie aus

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Am Freitag wollte der Puck einfach nicht ins Tor der Heilbronner. Zwei Tage später hingegentrafen die Kaufbeurer Joker gleich sechs mal.

Kaufbeuren – In ein Wechselbad der Gefühle tauchen derzeit die Fans des ESV Kaufbeuren. Nach der zweiten Heimpleite mit 0:1 gegen die Heilbronner Falken am Freitag drehten sie den Spieß um. Durch einen 6:2-Erfolg am Sonntagabend in Heilbronn glichen sie nicht nur die Serie aus, sondern eroberten sich auch den Heimvorteil in einem etwaigen siebten Match zurück.

Nach der zweiten Heimniederlage gegen die Heilbronner Falken folgte auch der zweite Auswärtssieg des ESVK in Heilbronn. Nach vier Spielen der maximal sieben Spiele dauerenden Serie steht es nach dem Wochenende ausgeglichen 2:2. Bereits am Dienstagabend folgt das fünfte Match in Kaufbeuren. Am Freitag geht es wieder nach Heilbronn. 

Heimniederlage am Freitag 

Nach dem deutlichen 4:0-Auswärtssieg beim zweiten Match in Heilbronn hofften die Jokeranhänger auf einen weiteren Aufwärtstrend und natürlich auf den nächsten Sieg, doch daraus wurde nichts. Vor 2087 Zuschauern unterlagen die Joker in der Nachspielzeit den Heilbronner Falken. Dies war nun schon die dritte Heimniederlage in den Playdowns am Stück. Die Festung am Berliner Platz bröckelt. 

Die Gäste aus Heilbronn verließen sich nur auf ihre gut organisierte Defensive mit ihrem überragenden Torhüter Eric Hartzell. Offensiv wirkten die harmlosen Falken eine Klasse schwächer als die Freiburger Wölfe. Doch die Joker rannten sich an der Abwehr der Falken immer wieder fest. Völlig unerwartet lief diesmal sogar Michael Baindl nach langer Verletzungspause wieder für die Joker auf und brachte gleich etwas Schwung in die Angriffsbemühungen. 

Wirkungslos dagegen die erste Reihe um Chris St. Jacques, die für wenig Torgefahr sorgte und in Überzahl die Scheibe meist ideenlos ins gegnerische Drittel schoss. Stark und torgefährlich war nur die dritte Angriffsreihe um Daniel Pfaffengut, der gleich drei gute Torchancen im zweiten Drittel erarbeitete, aber jedes Mal an Torhüter Hartzell scheiterte. Insgesamt hatten die Kaufbeurer öfters eine numerische Überlegenheit, doch keine konnte genutzt werden. Nach sechzig torlosen Minuten ging es in die Verlängerung. 

Auch dort gab es wenige Chancen. Erst als Burnell eine Strafzeit wegen Spielverzögerung absitzen musste, nutzen die Falken ihre Überzahl. Mit einem Schuss von der blauen Linie überwand Gästespieler Baazzi dann doch noch Stefan Vajs und entschied so Spiel Drei glücklich für Heilbronn. Gästetrainer Fabian Dahlem sprach von zwei schwachen Dritteln seiner Mannschaft, war am Ende doch sehr froh über den Sieg. ESVK-Coach Toni Krinner war mit dem Spiel des ESVK weitgehend zufrieden, trauerte aber den vielen vergebenen Chancen nach.

 Auswärtssieg am Sonntag 

Die Joker machen es weiter spannend und geben nicht auf! Durch einen 6:2-Erfolg in Heilbronn ist alles wieder offen. Diesmal fehlte Verteidiger Mitch Versteeg, der am Freitag nach einem Foulspiel verletzt ausscheiden musste. Vor 1741 Zuschauern gingen die Joker nach sieben Spielminuten durch Josh Burnell in Führung. Kurz darauf folgte der Ausgleich. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Pause. Zweimal hatten die Joker im zweiten Drittel eine Überzahlmöglichkeit. Diesmal nutzten sie die Gelegenheit und schossen durch Daniel Menge und Daniel Oppolzer zwei Tore. Dazwischen gab es den 2:2-Ausgleich. 

Im letzten Drittel schwächten sich die Gastgeber durch viele Strafzeiten selbst. Aber eine fünf Minutenstrafe nach einem Foul an ESVK-Verteidiger Simon Schütz, der verletzt vom Eis musste, konnten die Kaufbeu­rer anfangs nicht nutzen, hatten aber dann fast zwei Minuten beim Spiel fünf gegen drei Gelegenheit dazu. Diese nutze in der 56. Minute Chris St. ­Jacques zum vorentscheidenden 4:2 für die Joker. Florian Thomas und Michael Baindl schraubten das Ergebnis in den letzten Minuten der sehr diszipliniert aufgetreten Mannschaft noch auf 6:2 und halten den ESVK damit weiter aus DEL2-Kurs. 

ESVK-Trainer Toni Krinner lobte sein Team für den konzentrierten und couragierten Auftritt. Ein Sonderlob erhielt die vierte Sturmreihe. „Die Jungs haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Schlussendlich könnte meine vierte Reihe in der Endabrechnung das Zünglein an der Waage sein“.

von Werner Mayr

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