Am Freitag gegen Bad Nauheim

Joker brechen den Bann

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Endlich beendeten die Joker ihre Niederlagenserie.

Kaufbeuren – Endlich hat die Niederlagenserie der Kaufbeurer Joker ein Ende gefunden. Durch einen hart erkämpften, aber völlig verdienten 4:3-Heimsieg am Freitagabend gegen das Schlusslicht aus Heilbronn ging ein Aufatmen durch das Kaufbeurer Eishockeylager. Zwei Tage später setzten die Kaufbeurer noch einen drauf und entführten in Ravensburg zumindest einen Punkt, denn kurz vor Ende der Verlängerung trafen die Towerstars zum 3:2-Endstand.

Wie wichtig diese errungenen Punkte um den Kampf um Platz Zehn in den beiden Wochenendspielen waren, zeigen die Erfolge der Konkurrenten auf. Trotzdem bleibt der ESVK auf Rang Elf, wenn auch nur drei Zählern hinter dem ETC Crimmitschau, aber mit einem Spiel weniger.

Endlich wieder ein Sieg 

1363 Zuschauer sahen am Freitagabend endlich wieder einen Erfolg ihrer Joker. Trainer Mike Muller musste ohne Michael Baindl und Max Lukes antreten, hatte aber dank der vier Kooperationsakteure aus Ingolstadt dennoch fast vier Sturmreihen zur Verfügung. Die Gäste aus Heilbronn haben zurzeit einige Verletzte, so dass sie nur mit 13 Feldspielern am Berliner Platz antreten konnten.

Mit viel Elan und poppigen Trikots gingen die Joker von Beginn an ein hohes Tempo. Marc Schmidpeter gelang schon nach vier Minuten im Powerplay der Führungstreffer. Ein schneller Konter der Falken führte nur zwei Minuten später zum Ausgleich. Nach mehreren Chancen der Joker trafen die Gäste überraschend zum 1:2 und gingen mit dieser Führung in die erste Pause. Bisher war das zweite Drittel oft der Knackpunkt für die Joker, doch diesmal gingen sie mit dem gleichen Elan wie schon in den ersten zwanzig Minuten offensiv zu Werke. Der Lohn dieser Bemühungen konnten Josh Burnell, Max Schmidle und erneut Marc Schmidpeter mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, einstreichen.

Im letzten Drittel hatten die spielerisch überlegenen Kaufbeurer Pech bei zwei Lattentreffern. Durch eine Überzahlsituation kamen die Heilbronner Falken drei Minuten vor Ende zum 3:4-Anschlusstreffer, konnten aber in den Schlussminuten keine größere Gefahr für Torhüter Stefan Vajs mehr erspielen.ESVK-Coach Mike Muller war nach dem Spiel erleichtert und froh darüber, dass die Niederlagenserie endlich gestoppt wurde.

Spannung pur in Ravensburg 

Gleich am Sonntag folgte das Auswärtsspiel bei den Towerstars in Ravensburg. Nach den drei eindeutigen Erfolgen der Joker in den bisherigen Spielen gegeneinander waren die Ravensburger gewarnt und natürlich auf Revanche bedacht. Doch 32 Minuten lang blieb das Match vor 2331 Zuschauern torlos. Dann sorgten Daniel Oppolzer und drei Minuten darauf Max Schmidle für eine Zwei-Tore-Führung des ESVK. Die Gastgeber kamen noch im zweiten Abschnitt dank einer Überzahlsituation zum Anschlusstreffer. Neun Minuten vor dem Ende fiel der Ausgleich. In der anschließenden Verlängerung bekam Chris St. Jacques dann 18 Sekunden vor dessen Ende noch eine Strafzeit, diese nutzten die Towerstars dann zum 3:2-Siegtreffer.

Joker nach Bad Nauheim

Am Freitag geht es für die Kaufbeurer dann zu den Roten Teufel nach Bad Nauheim. Aus den bisherigen drei Duellen gegen die Hessen gingen die Kaufbeurer mit 5:4 Punkten raus. Aktuell haben sich die Roten Teufel unter Trainer Petri Kujala schon auf Rang Vier in der DEL2 empor gearbeitet.

DNL-Team mit Auswärtserfolg 

Weiterhin auf einem respektablen sechsten Tabellenrang in der DNL befindet sich das U19-Team des ESVK. Mit einem 3:2-Erfolg am Samstag beider Düsseldorfer EG konnten die Kaufbeurer den Abstand mit nun neun Punkten Vorsprung auf die DEG wahren. Torschützer des ESVK vor 70 Zuschauern in Düsseldorf waren Denis Pfaffengut, Thomas Heger und Timo Schirrmacher. Einen Tag später hatten die Gastgeber, diesmal die Kölner Junghaie, beim 2:1-Erfolg über den ESVK die Nase vorn. Erst in der 38. Minute fiel der erste Treffer durch die Gastgeber.

Zehn Minuten vor Spielende machte Thomas Heger mit einem Unterzahltor zum 2:1 die Partie wieder spannend. Leider konnte der ESVK im Anschluss eine zweiminütige Überzahl nicht mehr zum Ausgleich nutzen, so dass sie in diesem Match zwar punktlos blieben, aber trotzdem drei Punkte am Wochenende holten.

von Werner Mayr

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