Neues Eisstadion sollte Platz für 4000 Besucher bieten – Kader steht größtenteils

Ein Blick in die Zukunft des ESVK

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Wenn es nach den Wünschen der ESVK-Vorstandschaft ginge, sollte das neue Eisstadion mindestens 4000 Besuchern Platz bieten.

Kaufbeuren – Am Mittwoch vor genau einer Woche trafen sich geladene Förderer des ESVK im Rahmen einer „Top 100“ Veranstaltung im Kaufbeurer „Podium“. Die Vereinsspitze gab dabei offen Auskunft über die Wünsche und Ziele für das Kaufbeurer Eishockey.

Zur schon traditionellen "Top 100"-Veranstaltung hatte der ESVK vor einigen Tagen ins Kaufbeurer "Podium" geladen. Vom geschäftsführenden ESVK-Vorstand stellten sich Andreas Settele und Karl-Heinz Kielhorn zusammen mit Oberbürgermeister Stefan   Bosse den Fragen von Moderator Claus Tenambergen. Anwesend waren neben dem OB noch seine Stellvertreter Gerhard Bucher und Ernst Holy. In erster Linie ging es um die Planungen und Wünsche für ein neues Eisstadion in Kaufbeuren. Oberbürgermeister Stefan Bosse bezog hier klar Stellung zu einer neuen Eisarena in der Wertachstadt. 

Nach dem Wegfall von Industriebetrieben wie beispielsweise der Momm AG, Digital und weiteren in der Vergangenheit sowie angesichts des Abzugs der Bundeswehr vom Fliegerhorst, gelte es jetzt mit aller Macht für eine neue Eishalle hier am Ort zu kämpfen, nicht nur um ein Zeichen zu setzen, sagte OB Bosse. Gerade der Eissport mit dem Training und der Betreuung von über 400 Jugendlichen zeige „ein beispielhaftes Engagement“, wie in der heutigen Zeit noch das Ehrenamt unabdingbar sei. Am 1. Juli tage nun der Stadtrat um für den weiteren Weg der Planung eine gemeinsame Richtung zu finden. Laut Bosse werde neuerdings die Variante mit dem Bau einer Eishalle auf dem jetzigen Trainingsgelände der Spielvereinigung Kaufbeuren favorisiert. „Hier könnten die Parkplätze am Berliner Platz und zusätzlich die beiden Parkzonen am Kaufbeurer Bahnhof genutzt werden“, so Bosse. Auch das Grundstück gehöre bereits der Stadt und es kämen voraussichtliche nur Kosten von rund 600.000 Euro für einen neuen Kunstrasenplatz der SVK beim schon bestehenden Trainingsgelände im Haken auf die Stadt zu. 

Die Vorstandschaft sähe gern ein neues Stadion mit einem Fassungsvermögen von rund 4000 Besuchern, erklärte Kielhorn. Die als Anschauungsmodell dienende neue Eishalle in Weißwasser fasse laut dem ESVK-Vorstand momentan rund 2900 Zuschauer, es laufen aber bereits Planungen für eine Erweiterung auf 3500. Grund hierfür sei laut Kielhorn, dass in der Lausitz bei gleichbleibender sportlichen Leistungen der Zuschauerschnitt in der neuen Arena um das doppelte gestiegen sei. Deshalb sei der Wunsch der Kaufbeurer Klubführung, gleich mit der gewünschten Größe zu planen, „denn der Zuschauerzuspruch in den letzten beiden Spielzeiten kann hier sicher nicht als Maßstab hergenommen werden“, resümierte Kielhorn. Gespannt wird deshalb der Blick aller Eissportinteressierten auf den 1. Juli gerichtet sein. Denn dann findet eine Sondersitzung des Stadtrates statt, in der über den Neubau einer Eishalle diskutiert und eventuell schon entschieden wird. Bei diesem Termin sollen Entscheidungen über die künftige Dimensionierung, den Standort, das Verfahren zur Ausschreibung und Vergabe der Planungs- und Bauleistungen, das Finanzierungsmodell und ein eventuelles Ratsbegehren über die damit verbundenen Termin- und Kostenpläne herbeigeführt werden. 

Planungen beim ESVK laufen 

Vorstand Karl-Heinz Kielhorn vermeldete trotz dem schwierigen und späten Saisonstart Mitte Oktober im eigenen Stadion und dank der zusätzlichen Spiele, dass die abgelaufene Spielzeit voraussichtlich mit einer schwarzen Null abgeschlossen werden könne. Vorstand Andreas Settele sieht optimistisch in die neue Saison, „denn heuer kann wieder normal geplant werden“. Dies sein wichtig für die Vorbereitung, aber auch den zeitnahen Beginn des Dauerkartenvorverkaufs, „der heuer hoffentlich wieder ansteigt“. 

Kader steht größtenteils 

In Bezug auf die Zusammenstellung des Jokerteams konnte der sportliche Leiter Dieter Hegen darauf verweisen, dass zum jetzigen Zeitpunkt das Team größtenteils schon fix sei. Lediglich die Position eines deutschen Verteidigers und die neuerdings nur noch vier Kontingentstellen seien zu besetzten, wobei man momentan das Wetteifern um bekannte Kontingentspieler nicht mitmacht und auf das eine oder andere Schnäppchen noch wartet. Auf jeden Fall soll das dann komplette Team bis zum Trainingsauftakt stehen, so die ESVK- Vorstandschaft. Dieser ist für die zweite Augustwoche geplant, denn schon am 15. August findet das erste Testspiel unter Trainer Uli Egen gegen den SC Riessersee statt. Ebenso tritt der ESVK gegen Füssen und Peiting in der Vorbereitung an. (Siehe Infokasten). 

Musikalischer Abschluss 

Nach diesen Informationen und Statements, die doch fast eineinhalb Stunden in Anspruch nahmen, folgte eine kulinarischen Stärkung, welche vom Team des „Landgasthofes Hubertus“ aus Apfeltrang und zugleich großer Förderer des ESVK serviert wurde. Den Abschluss des Abends bildete der Auftritt der Band „mauke-die Band“ dem Gewinner des Kulturpreises der Stadt Kaufbeuren aus dem verganenen Jahr. von Werner Mayr

Termine für die Vorbereitungsspiele

Die ersten Vorbereitungsspiele des ESV Kaufbeuren für die DEL2 Spielzeit 2014/2015 sind nun terminiert. Das erste Testspiel findet am 15. August 2014 statt. Zu Gast am Berliner Platz ist dann der DEL2 Ligakonkurrent SC Riessersee. Das erste gemeinsame Eistraining werden die Mannen von Cheftrainer Uli Egen vermutlich spätestens am 7. oder 8. August 2014 bestreiten.

15. August: ESV Kaufbeuren – SC Riessersee

23. August: EV Füssen –  ESV Kaufbeuren

29. August: EC Peiting – ESV Kaufbeuren

31. August: ESV Kaufbeuren – ESV Kaufbeuren

5. September: ESV Kaufbeuren – EC Peiting

6. September: SC Riessersee – ESV Kaufbeuren



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