Ken Latta zur plötzlichen Vollsperrung des Kaufbeurer Eisstadions

"Keine leichte Aufgabe"

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Für ESVK-Coach Ken Latta ist die momentane Situation keine leichte.

Kaufbeuren – Die Sperrung des Eisstadions stellt den ESVK vor eine große Herausforderung. Der Kreisbote hat bei Cheftrainer Ken Latta nachgefragt, wie es aktuell mit dem Spielbetrieb weitergeht und welche Perspektiven er sieht.

Mr. Latta, wie haben Sie von der plötzlichen Schließung des Eisstadions erfahren? 

Latta: „Das war kurz vor dem Training am Freitag. Gegen 9:45 Uhr sind einige Leute von der Stadt ins Stadion gekommen und haben uns darauf hingewiesen, dass wir sofort die Eisfläche und das Stadion verlassen müssen. Ich war gerade dabei mir die Schlittschuhe zu binden. Ich habe erst einmal nicht verstanden, was da los ist. Ich war richtig baff“. 

Wie war die Reaktion der Mannschaft? 

Latta: „Nun, wir haben am Samstag in Bad Wörishofen trainiert. Und die Laune war bei den Jungs nicht gerade die Beste. Allerdings hat die Vorstandschaft signalisiert, dass die Erste Mannschaft bis zum Saisonende abgesichert ist“. 

Es musste ja alles plötzlich schnell gehen, oder? 

Latta: „Sicherlich. Für unsere Betreuer dürfte das ein logistische Meisterleistung werden. Ich habe gar nicht gewusst, dass wir so viel Material haben. Was ich weiß, dass unsere komplette Ausrüstung in dieser Woche woanders hingebracht wird. Für die Erste Mannschaft ist es nicht so tragisch wie für unseren Nachwuchs. Am Samstag haben alle ihre Sachen ausgeräumt. Ich habe die Gesichter der Kinder gesehen, die sprechen Bände. Ich möchte jetzt nicht in irgendeiner Haut eines Politikers oder Verantwortlichen sein. Diese Situation ist überhaupt nicht einfach“.

Vor knapp sechs Jahren stürzte in Bad Reichenhall das Dach des Eisstadions ein. Haben Sie auch die Unglücksbilder noch vor Augen? 

Latta: „Natürlich. Ich stelle mir die Frage, warum ein Gutachten von Gebäuden dieser Größenordnung so lange dauert? Wir können doch froh sein, dass es noch so gut ausgegangen ist. Ich möchte mir nicht ausmalen, wenn das Schlimmste passiert wäre. Ich bin schon irgendwo wütend und traurig zu gleich. Das ist für mich ein Rätsel“. 

Nun verlor Ihre Mannschaft in Rosenheim mit 1:3. Spukte da ihrer Meinung nach noch etwas in den Köpfen der Spieler herum? 

Latta: „Ich glaube nicht! Ich habe zumindest im Spiel davon nichts gemerkt. Wir haben in Rosenheim sehr gut gespielt und gearbeitet. Die Mannschaft war wieder einmal mehr auf Augenhöhe. Allein 32 Mal haben wir auf das gegnerische Tor geschossen. Das sagt doch alles. Wir waren für mein Befinden die bessere Mannschaft“. 

Mr. Latta, vielen Dank für das Gespräch.

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