ESVK unterliegt dem SCR – Freitag Heimspiel gegen Schlusslicht aus Bad Tölz

Knappe Niederlage im Derby

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Freude nach dem 1:2-Anschlusstreffer der Joker. Mehr Tore fielen allerdings nicht, so dass der SC Riessersee als Sieger vom Eis ging.

Kaufbeuren – Nur ein Spiel hatte der ESVK am vergangenen Wochenende zu bestreiten, dabei verlor das Team im Heimspiel am Freitagabend vor knapp 3000 Zuschauern im Derby gegen den SC Riessersee denkbar knapp mit 1:2 Toren. Dadurch rutschten die Joker nun mit insgesamt zwölf Punkten und einem Torverhältnis von 26:30 Toren auf Rang zehn der DEL2 ab.

Neue Arena noch keine Festung

Bedingt durch den Einzug in die neue Eishalle mussten die Kaufbeurer Joker zuerst fünfmal in Folge auswärts antreten. Dies noch bei Topteams wie Bietigheim, Kassel und Dresden. Bei den Auswärtspartien in Heilbronn und in Crimmitschau gab es Siege. Nach diesen sechs Punkten ging es dann endlich in die vielen anstehenden Heimspiele und die Hoffnung, zuhause in der neuen „erdgas schwaben arena“ ordentlich zu punkten. Doch weit gefehlt! Nur ein Drei-Punktesieg (1:0 gegen Freiburg im ersten Match) und beim 5:4 in overtime gegen Bietigheim blieben sie erfolgreich, dann folgten die nicht erwarteten Niederlagen gegen Bayreuth und zuletzt gegen SC Riessersee. Bei drei Heimspielen gelangen zudem nur insgesamt drei Tore – eine magere Ausbeute.

Diese Bilanz kann aber am Freitagabend aufgebessert werden, wenn die Tölzer Löwen als aktuelles Tabellenschlusslicht mit schon zwölf Spielen in Kaufbeuren antreten. Doch trennen den ESVK vom ECT nur vier Punkte in der Tabelle.

Nur ein Treffer gegen den SCR

Der ESVK wollte den Heimsieg, doch die ersten Chancen erspielten sich die Gäste, wobei ESVK-Torhüter Stefan Vajs voll gefordert wurde. Nun lief das Spiel mehr in Richtung Garmischer Tor, doch ein Treffer wollte nicht fallen. In der 14. Minute dann ein Traumpass über zwei Drittel der Eisfläche eines SCR-Verteidigers, der Topstürmer Richard Müller schloss seinen Alleingang elegant zur Führung der Gäste ab. Die Joker hatten sich von dem Gegentreffer noch nicht richtig erholt, als nach einem Scheibenverluste eines Kaufbeurer Abwehrspielers der darauf erfolgte Rückpass zu Lubor Dibelka zum zweiten Treffer der Werdenfelser führte. Nun folgte eine kleine Drangperiode der Joker mit mehreren guten Chancen, doch erst Max Schäffler gelang es nach schönem Zuspiel von Sami Blomqvist kurz vor der Pausensirene den Anschlusstreffer zu erzielen und so motiviert in die erste Pause zu gehen.

Das zweite Drittel ging von den Spielanteilen nun klar an die Kaufbeurer. Zahlreiche gute Torgelegenheiten wurden erarbeitet, doch scheiterten die Joker am eigenen Abschluss oder am sehr starken SRC-Torhüter Matthias Nemec. Es blieb torlos.

Im letzten Durchgang waren wieder die Joker anfangs spielbestimmend, aber ohne Erfolg. Auch der SCR hatte in der Folge mehr als einmal die endgültige Entscheidung auf dem Schläger. Dennoch keimte noch mal Hoffnung auf Kaufbeurer Seite auf. Eine fast zweiminütige Fünf gegen Drei-Überzahlsituation der Joker verlief leider ebenso torlos. Insgesamt schossen die Joker an diesem Abend 48-mal auf das gegnerische Gehäuse.

Am Ende feierten die Garmischer vor ungefähr 400 mitgereisten Fans mit dem 2:1 ihren vierten Auswärtssieg in Folge.

ESVK-Trainer Brockmann zum Spiel: „Nach dem 1:2-Anschlusstreffer haben wir das Heft in die Hand genommen. Wir haben viele Chancen und Nachschüsse gehabt, aber leider nicht genutzt. Solche Tage und Phasen gibt es und darin befinden wir uns gerade.“

Freitag gastieren die Tölzer Löwen

Als Tabellenletzter reisen die Tölzer Löwen am Freitagabend nach Kaufbeuren. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr in der „erdgas schwaben arena“. Nach einer Niederlagenserie zu Beginn der Punkterunde der DEL2, sieben Partien in Folge verloren, folgte ein Zwischenhoch mit Siegen über Bayreuth, Heilbronn und Weißwasser, ehe zuletzt wieder Niederlagen gegen Ravensburg zuhause und in Kassel folgten. In der Vorbereitung siegten die Joker zwar zweimal gegen den ECT, doch nun wird ein heißer Kampf um die Punkte notwendig werden.

von Werner Mayr

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