Clubs liegen in Tabelle eng beieinander

ESVK unterliegt Lausitzer Füchsen, siegt gegen Bietigheim – Freitag Heimspiel gegen Ravensburg

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Die Füchse aus der Lausitz besiegten den ESVK zwar, doch gegen Bietigheim triumphierten die Kaufbeurer Joker beim Auswärtsspiel am vergangenen Sonntag.

Kaufbeuren – Zuhause verloren, aber auswärts gewonnen. Am vergangenen Freitagabend unterlagen die Kaufbeurer Joker mit 2:4 Toren den Lausitzer Füchsen. Doch zwei Tage danach folgte der 5:6-Auswärtssieg bei den Bietigheim Steelers.

Das ergibt momentan Rang acht mit 57 Punkten in der Tabelle der DEL2. Punktgleich mit dem nächsten Gegner, den Ravensburg Towerstars.

Überhaupt liegt der Tabellenvierte, die Frankfurter Löwen, gerade mal neun Punkte vor dem Zehnten, den Bietigheim Steelers.

Heimpleite gegen Weißwasser

Nach dem letzten Heimerfolg über die Eispiraten aus Crimmitschau hofften die Fans auch auf einen Erfolg über die Lausitzer Füchse. Doch die Gäste aus der Lausitz entpuppten sich erwartungsgemäß als ein anderes Kaliber als die Westsachsen.

Diesmal stellte ESVK-Coach Andreas Brockmann Jan Dalgic ins Tor und verzichtete auf Louis Latta und den gesundheitlich angeschlagenen Valentin Gschmeißner. Ossi Saarinen pausierte als fünfter Kontingentspieler. Mit dabei wieder der genesene Daniel Oppolzer.

Die Joker hatten gleich zu Beginn eine fast zweiminütige Fünf gegen Drei-Überzahl. Doch es lief nichts zusammen, kaum eine richtige Torchance ergab sich aus dem drucklos gespielten Powerplay. In der Folge verlief die Partie weiterhin sehr zerfahren, es kam kein Spielfluss auf. Als der Gästestürmer Robert Farmer frei vor Torhüter Dalgic zum Schuss kam, war das 0:1 perfekt.

Der ESVK hatte danach noch einige gute Chancen auf den Ausgleich, doch es dauerte bis zur 13. Minute, ehe Verteidiger Fabian Koziol von der blauen Linie zum Ausgleich traf.

Das zweite Drittel stand im Zeichen der beiden Torhüter. Jan Dalgic auf Kaufbeurer Seite und Mac Carruth bei Weißwasser machten mit tollen Paraden die Chancen der Stürmer zunichte. Geschlagen war dann der Gästetorhüter nach 36 Minuten, als Max Schmidle ihn pikant überlistete. Doch mitten in die Toransage fiel der Ausgleich der Gäste.

Im letzten Drittel hatten die Lausitzer mehr Power und kamen nach 46 Minuten zum Treffer zum 2:3, als ein Gästestürmer freistehend einschoss. Alle Bemühungen des ESVK auf den Ausgleich blieben erfolglos und die Füchse trafen vor 2623 Zuschauern zum 2:4-Endstand ins bereits leere Kaufbeurer Gehäuse. Während Gästetrainer Corey Neilson froh über das Ende der Serie von fünf Niederlage in Folge war, trauerte ESVK-Trainer Andreas Brockmann den vergebenen Chancen nach und verwies auf die Fehler in der Abwehr, welche mit zur Niederlage beitrugen.

Hattrick von Blomqvist in Bietigheim

Wesentlich besser verlief das Match am Sonntag in Bietigheim. Gegen die Steelers setzten sich die Kaufbeurer nach 60 abwechslungsreichen Minuten mit 6:5 durch und nahmen vor 2443 Zuschauern am Ende drei wertvolle Punkte mit auf den Heimweg.

Dabei fing es für die Kaufbeurer alles andere als gut an. Nach 51 Sekunden musste schon Kaufbeurens Torhüter Stefan Vajs zum ersten Mal hinter sich greifen und nach vier Minuten stand es schon 2:0. Die Joker waren nun wach und erspielten sich mit fortlaufender Spieldauer auch eine optische Überlegenheit, die sich in Toren von Joey Lewis und Sami Blomqvist zum 2:2-Ausgleich bis zur ersten Pause deutlich machte. Jetzt kam der ESVK mit aller Wucht. Mitte des zweiten Drittels erhöhten die Joker zweimal durch Blomqvist in Überzahl und dann durch Oppolzer zum 2:5. Daraufhin wechselten die Gastgeber ihren glücklosen Torhüter. Schien der Anschlusstreffer der Steelers noch als Ergebniskosmetik, so drehten die Hausherren im letzten Durchgang nochmal auf und kamen zum 5:5-Ausgleich. Doch die Joker behielten die Nerven und Joey Lewis machte mit seinem zweiten Treffer den 5:6-Auswärtssieg des ESVK perfekt. ESVK-Trainer Brockmann sprach von einem verrückten Spiel mit vielen Toren und freute sich über den Sieg.

Freitag Derby gegen Ravensburg

Derby-time ist am Freitagabend ab 19.30 Uhr angesagt, wenn die Ravensburg Towerstars in der erdgas schwaben arena antreten. Die Oberschwaben sind mit 57 Punkten punktgleich mit dem ESVK auf Rang sieben und gewannen zuletzt in der Verlängerung mit 5:4 in Dresden. Der ESVK verlor seine beiden Spiele gegen Ravensburg mit 0:4 und 2:4 Toren. Ein Erfolg am Freitag wäre an der Zeit, auch um in der Tabelle an den Oberschwaben vorbeiziehen zu können.

Werner Mayr

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