Kaufbeurer "Lazarett" wird erneut voller – Jetzt Länderspielpause und Zeit zum Erholen

Kein Erfolgserlebnis für den ESVK

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Mit viel Elan begann der ESVK das Spiel gegen Ravensburg und ging frühzeitig durch Treffer von Max Schmidle und Brad Snetsinger (Foto) mit 2:0 in Front.

Kaufbeuren – Endlich ist die von den Verantwortlichen des ESV Kaufbeuren ersehnte Länderspielpause da. Fast zwei Wochen Zeit, um die angeschlagenen und langzeitverletzten Akteure wieder in den Kader zurückzuholen und mit frischem Elan in die weitere Saison durchzustarten und das Tabellenende zu verlassen.

Zur Erinnerung, mit einem nahezu kompletten Kader und einem Stefan Vajs im Tor war der ESVK fünf Spieltage sogar Tabellenführer in der DEL 2. Nun nach 16 Spieltagen steht der ESVK mit immer noch zwölf Punkten als Tabellenletzter ganz unten. Eine Niederlagenserie von unglaublichen zwölf Spielen hintereinander folgte. Zuletzt mit 5:4 am Sonntag im Kellerderby beim Vorletzten in Heilbronn. 

Da stand wieder einmal Förderlizenztorhüter Dustin Strahlmeier aus Straubing im Kasten der Joker. Verteidiger Gregor Stein verletzte sich im Freitagsmatch und fiel damit aus. Neu im Kaufbeurer Lazarett ist seit Sonntagabend Stürmer Florian Thomas nach einem Check gegen den Kopf im Heilbronnspiel. Mit nur acht Stürmern ging dem ESVK mit einer Aufholjagd im zweiten Drittel dann im letzten Durchgang die Puste aus und die nächste Niederlage, diesmal mit 4:5, war erreicht. Die Kaufbeurer Treffer schossen Stefan Loibl (2), Daniel Pfaffengut und Brad Snetsinger vor 1425 Zuschauern in Heilbronn. 

Keine Erfolgserlebnisse auch in den Heimspielen

Von Spieltag zu Spieltag hofften die Kaufbeurer Verantwortlichen auf ein Ende der Niederlagenserie. Gegen die zuletzt enttäuschenden Pinguins aus Bremerhaven setzte es mit 2:5 ebenso eine Heimniederlage wie auch drei Tage später mit 3:4 gegen die zuvor in fünf Auswärtsspielen sieglosen Ravensburg Towerstars. War gegen Bremerhaven nach einer anfangs guten 30-minütigen Vorstellung danach in den restlichen 30 Minuten eine kraftlose ESVK-Truppe, welche den nicht mal mehr 1000 Zuschauern einen enttäuschten Dienstagabend zelebrierten.

Aufwärtstrend gegen Ravensburg

Dank einer stattlichen Fankolonie aus Oberschwaben kamen doch noch 1480 Zuschauer in die Sparkassen Arena. Die Gästefans hatten anfangs auch quasi stimmungsmäßig ein Heimspiel, da sich die Jokeranhänger bis zur fünften Spielminute in eisigem Schweigen hüllten und so ihre Meinung zu den Auftritten in den letzten Partien der Joker kund taten. ESVK-Trainer Uli Egen musste zudem noch auf angeschlagen Akteure Lukas Gohlke und Roland Mayr verzichten. Das Tor hütete diesmal Max Sigl. Mit viel Elan begann der ESVK das Spiel und ging frühzeitig durch Treffer von Max Schmidle und Brad Snetsinger mit 2:0 in Front. 

Doch die Towerstars kämpften sich zurück und gingen bis zur 40. Minute mit 2:4 in Führung. Schmerzlich dabei, dass der letztjährige Joker-Verteidiger Maury Edwards den ESVK fast allein mit drei Toren in die Knie zwang. Die Joker überstanden im letzten Drittel eine zweifache Unterzahl und der unermüdlich rackernde Kapitän Daniel Menge brachte mit seinem Treffer zum 3:4 noch einmal Spannung in die Partie. Doch mit viel Glück überstanden die Ravensburger die restliche Spielzeit und kamen so zu schmeichelhaften drei Punkten. ESVK-Coach Uli Egen war nach der elften Niederlage in Folge nicht nur ratlos sondern auch enttäuscht. Seine Mannschaft hätte mehr verdient gehabt. Diese Aussage bestätigte auch Gästecoach Daniel Naud, der den ESVK auch als Sieger in diesem Match hätte sehen können. 

DNL-Team in der Meisterrunde 

Die zwei letzten Vorrundenspiele waren für die Kaufbeurer bedeutungslos. So kann man die 2:5 Niederlage am Samstag beim EV Regensburg und die 0:1 Niederlage im Heimspiel am Sonntag gegen den EV Landshut erklären. Rang Drei hinter Spitzenreiter Bad Tölz und dem zweiten Rosenheim und noch zwei Punkte Vorsprung auf den Viertplatzierten Regensburg berechtigen den ESVK nun zur Teilnahme an der Meisterrunde mit den besten Teams aus der Nordgruppe. 

In Regensburg trafen Daniel Pfaffengut, der im zweiten Drittel noch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe bekam und Vincent Wiedemann für die Kaufbeurer. Bei der 0:1 Heimniederlage gegen den EV Landshut sahen die 127 anwesenden Zuschauer nach der frühen Führung der Gäste keinen Treffer des ESVK mehr. 

Nun können sich auch die Kaufbeurer Cracks unter Trainer Juha Nokelainen in der spielfreien Länderspielpause sich in Ruhe auf die danach anstehende Meisterrunde vorbereiten. von Werner Mayr

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