Joker weiter im Abwärtstrend

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Der ESVK fällt in der Tabelle immer weiter ab. Nach dem Wochenende heißt es Platz 12.

Kaufbeuren – Im wegweisenden Wochenende der Joker unterlagen die Kaufbeurer dem Tabellensechsten aus Frankfurt zuhause mit 1:3 Toren. Frustrierender war die 4:2-Niederlage beim „Showdown“ am Sonntag in Crimmitschau. Jetzt haben die Eispiraten als Zehnter schon acht Punkte Vorsprung vor dem ESVK.

Selbst die Lausitzer Füchse zogen am Freitag in der Tabelle vorbei. Der Vorsprung auf den Vorletzten der zweiten Liga, Freiburg, beträgt noch drei Punkte. Zumindest Rang 12 sollte in den letzten fünf Hauptrundenspielen noch gehalten werden, will man nicht auch noch das Heimrecht in den zu erwartenden „Play-down-Spielen“ verspielen. Im Fanforum des ESVK ist schon eine lebhafte Trainerdiskussion entbrannt. 

Heimniederlage gegen Frankfurt

Viel hatten sich die Joker für das Freitagheimspiel gegen die Frankfurter Löwen vorgenommen. Auch 1561 Zuschauer, darunter ein ganzer Bus von Fans vom DEL-Kooperationspartner aus Ingolstadt, unterstützten den ESVK. Gleich von Beginn an erspielten sich die Joker eine Reihe von hochkarätigen Chancen, doch sie scheiterten an Frankfurts Torsteher Tyler Plante. 

Einen der ersten Gegenangriffe nutzten die Löwen mit einem trockenen Distanzschuss zur überraschenden Führung. Aus einer numerischen Überlegenheit entstand kurzerhand das 0:2, wieder durch deren Torjäger Richard Mueller. Ein kapitaler Schnitzer der Jokerabwehr führte zum dritten Gegentreffer nach nur 26 Spielminuten. Die spielerische Überlegenheit der Hessen nahm nun noch mehr zu, doch ESVK-Torhüter Stefan Vajs parierte prächtig. 

Ein kleiner Hoffnungsschimmer kam, als Daniel Menge kurz vor der zweiten Pause der Anschlusstreffer gelang. Doch es folgte keine große Aufholjagd mehr im letzten Drittel. Stotternder Spielaufbau und unzählige Fehlpässe ließen bei den Joker keinen richtigen Druck mehr aufbauen. Während der Tabellensechste konsequent mit vier Reihen agierte, setzte ESVK-Coach Mike Muller trotz genügend Spielern auf der Auswechselbank nur drei Reihen ein, die Kräfte schwanden, es gelang kein weiterer Treffer mehr und so endete die Partie mit einem verdienten 3:1-Erfolg der Frankfurter Löwen. 

Joker in Crimmitschau 

Das „Spiel der Spiele“ am 47. Spieltag in der DEL2 fand am Sonntagabend im Crimmitschauer Sahnpark statt. Während ESVK-Trainer Mike Muller mit Maximilian Hadraschek und Simon Schütz mit vier kompletten Reihen in das Match gehen konnte, brachten die Gastgeber aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen gerade mal drei Reihen auf die Beine. Das auch nur in den ersten Sekunden des Spieles, denn nach nur neun Sekunden erhielt John Tripp von den Eispiraten wegen eines Fouls an Martin Heider eine Spieldauerdisziplinarstrafe und konnte zum Duschen gehen. 

Die fünfminütige Überzahlgelegenheit ließen die Kaufbeurer aber wieder einmal ungenutzt verstreichen, besser machten es die Gastgeber, die ihre einzige Chance in Überzahl im ersten Drittel gleich zum Torerfolg nutzten. Genauso effektiv machten es im zweiten Abschnitt auch die Kaufbeurer, denn eine Strafzeit gegen die Gastgeber nutzten sie postwendend durch Chris St. Jacques zum Ausgleich. Nach 46 Minuten gingen die Joker erstmals in Führung, Torschütze war Marc Schmidpeter. 

Eine Anhäufung von Strafzeiten gegen den ESVK, unter anderem allein 25 Minuten gegen Versteeg, ließen dann die Eispiraten (mit nur acht Stürmern) nicht ungenutzt verstreichen. Sie drehten das Spiel anhand dreier Tore, zwei davon in Überzahl. Somit endete das wegweisende Match des ESVK mit einer 4:2-Niederlage vor 2603 Zuschauern in Crimmitschau. 

Freitag kommen Lausitzer Füchse 

Ein weiteres brisantes Match steht dem ESVK am Freitagabend bevor. Um 19.30 Uhr geht es am Berliner Platz gegen die Lausitzer Füchse. Vor geraumer Zeit noch abgeschlagen im unteren Tabellenfeld starteten sie eine imposante Aufholjagd und haben die Kaufbeurer Joker schon am Freitagabend in der Tabelle überholt. Dies durch einen überraschenden Sieg in Dresden, doch am Sonntag mussten sich die Lausitzer Füchse in Kassel geschlagen geben. 

Für die Kaufbeurer Joker bedeutet das, endlich einmal wieder zuhause Macht zu demonstrieren, denn acht der letzten neun Heimspiele gingen verloren.

von Werner Mayr

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