Sieg gegen Frankfurter Löwen

ESVK für zwei Tage Tabellenführer

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Nach dem Sieg über die Löwen Frankfurt kletterte der ESVK auf Platz eins der DEL2.

Kaufbeuren – Eine herrliche Momentaufnahme bot sich den Kaufbeurer Eishockeyfans ab dem Freitagabend. Durch den 6:3-Heimsieg über die Frankfurter Löwen und den Ausrutschern der direkten Konkurrenz stand der ESVK, wenn auch punktgleich mit den Lausitzer Füchsen, dank des besseren Torverhältnisses auf Rang Eins der Tabelle. Dies änderte sich dann am Sonntagabend, als sich die Kaufbeurer Joker im Auswärtsmatch bei den Towerstars Ravensburg mit 6:1 geschlagen geben mussten.

Nun sind die Lausitzer Füchse alleiniger Tabellenführer, sie haben aber bereits ein Spiel mehr als die Kontrahenten ausgetragen. Trotzdem haben sich die Joker mit sechs Punkten aus den letzten drei Topspielen hervorragend geschlagen.

Frankfurter Löwen gebändigt

Ein echtes Spitzenspiel lieferten sich am Freitagabend die Joker gegen die Löwen in der erdgas schwaben arena. 2794 Zuschauer erlebten ein hochklassiges und schnelles Match, wobei die Frank­furter stets ein ebenbürtiger Gegner waren. Doch in Bezug auf die Torausbeute war der ESVK an diesem Abend wesentlich effektiver und hat dadurch auch verdientermaßen das Match mit 6:3 Toren für sich entscheiden können.

Den besseren Start in die Partie erwischte der ESVK, schon nach vier Minuten wurde Florin Ketterer schön freigespielt und hatte dann keine Probleme, den ersten Treffer zu erzielen. Der Druck hielt an, doch es blieb beim 1:0. In der Folge dominierten die Löwen, aber die Defensive der Joker stand gut. Einen Konter nutzte Alex Thiel zum 2:0 und noch vor der Pause das 3:0 durch Joey Lewis. Thiel traf nach 25 Minuten zum 4:0, auf den Anschlusstreffer der Gäste folgte prompt der fünfte Kaufbeurer Treffer. Dann hatte der ehemalige Joker Bastian Kucis im Tor der Löwen genug und machte Platz für Andryukhov. Stefan Vajs parierte noch einen Penalty. Im letzten Drittel traf für den ESVK noch Branden Gracel und zwei Treffer der Löwen führten zum 6:3-Endstand. Es war ein echtes Spitzenspiel und die Fans feierten ihren ESVK.

Ravensburg nutzt die Überzahl

Ohne den im Freitagmatch verletzten Joey Lewis gingen die Joker am Sonntag in Ravensburg an den Start. Für den überzähligen und noch auskurierenden Kontingentspieler Jere Laaksonen stürmte Ossi Saarinen an der Seite von Branden Gracel und Sami Blomqvist.

Schon nach knapp vier Minuten erzielte Daniel Pfaffengut den Führungstreffer für die Towerstars. Drei Strafzeiten in den ersten zwölf Minuten brachten die Kaufbeurer in arge Bedrängnis. Die dritte Strafe nutzten die Gastgeber dann zur 2:0 Führung, welche bis zur Pause Bestand hatte.

Im zweiten Durchgang kamen die Joker besser ins Spiel und zu etlichen guten Torchancen. Ossi Saarinen wurde gleich zu Beginn in Kaufbeurer Überzahl mustergültig angespielt und hatte keine Schwierigkeiten, den Anschlusstreffer zu erzielen. Von nun an drückten die Joker vehement auf den Ausgleich, waren manchmal auch dicht dran. Doch den nächsten Treffer erzielten die Towerstars, wieder in Überzahl. Spannung war also bei den 3171 Zuschauern angesagt, darunter eine lautstarke und zahlreiche Fankolonie aus Kaufbeuren.

Im Schlussdrittel hatte Florian Thomas in Überzahl noch eine dicke Chance, scheiterte aber an dem überragenden Langmann im Ravensburger Tor. Daniel Oppolzer vergab dann die nächste Topchance und im Gegenzug erhöhten die Towerstars auf 4:1. Zweimal trafen dann die Oberschwaben noch zum ihrerseits verdienten 6:1-Sieg. ESVK-Trainer Brockmann: „Wir waren anfangs zu passiv. Im zweiten Drittel kamen wir besser ins Spiel, hatten zwei Pfostenschüsse. Wir haben alles probiert, haben aber gegen eine bessere Mannschaft heute verloren!“

Freitag kommen die Bayreuth Tigers

Am Freitag folgt das nächste Heimspiel um 19.30 Uhr in der erdgas schwaben arena. Gäste sind die Tigers aus Bayreuth, aktuell Tabellenzehnter.

Unlängst verlängerte die Klubführung vorzeitig den Vertrag mit ihrem Trainer Petri Kujala schon für die nächste Saison, egal welche Liga die Franken auch spielen werden. Das Ziel ist aber klar der Ligaverbleib in der DEL2.

Dreimal trafen beide Teams in dieser Spielzeit schon aufeinander, die Punkteausbeute der Joker mit vier Punkte daraus ist verbesserungswürdig. Zweimal gelang dem ESVK erst der Sieg nach Verlängerung.

von Werner Mayr

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