Tolle Leistungen

Fans wählen Felix Jürgens zum Ringer der Saison

Felix Jürgens vom TSV Westendorf Ringen.
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Felix Jürgens ist von den Fans in einer Online-Abstimmung zum Ringer der Saison gewählt worden.
  • Stefan Günter
    VonStefan Günter
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Westendorf – Sein letzter Kampf vor heimischem Publikum in der abgebrochenen Oberliga-Saison war mitentscheidend für den Sieg gegen Ligaprimus Hallbergmoos. Beim knappen Erfolg über die Oberbayern stach Ringer Felix Jürgens heraus. Der 24-jährige Athlet des TSV Westendorf wurde nun in einer Online-Abstimmung zum besten Ringer der vergangenen Saison gewählt.

„Das hat mich schon überrascht“, sagte Jürgens zu dem Ergebnis. „Wir haben alle eine super Saison erzielt. Ich selbst wüsste jetzt auch nicht, wen ich hätte wählen sollen.“ Jürgens sei mit seiner Leistung zufrieden gewesen. Denn das Publikum musste einige Zeit auf die Auftritte des Griechisch-Römisch-Spezialisten verzichten. In der Saison 2019 stand Jürgens aus beruflichen Gründen dem TSV-Team nicht zur Verfügung. 2020 bremste die Corona-Pandemie auch ihn aus, weil allgemein keine Kämpfe ausgetragen werden durften. Doch in diesem Jahr startete Jürgens durch. Insgesamt absolvierte er acht Kämpfe, wobei er allein sieben Duelle für sich entschied. Drei Begegnungen beendete er technisch überlegen, einen Kampf vorzeitig per Schultersieg. Sechs Auftritte bestritt er im Limit bis 86, zwei dagegen bis 80 Kilogramm.

Ringerchef Thomas Stechele hofft, dass Jürgens seine Leistung auch in den kommenden Jahren bestätigen kann. „Er hat klasse Kämpfe gemacht, sich auch während der Saison weiterentwickeln können“, verweist der Abteilungsleiter hier insbesondere auf zwei Kämpfe des Athleten. Gegen den Hallbergmooser Routinier Michael Prill verlor Felix Jürgens im Hinkampf mit 0:4-Wertungspunkten. „Da war er chancenlos. Doch daheim hat er gegen ihn eine topp Leistung abgerufen und enorme Willensstärke gezeigt.“ Nach einem 4:7-Pausenrückstand kämpfte sich Jürgens zurück und zwang den ehemaligen Bundesliga-Ringer noch mit einem 8:7-Sieg in die Knie. „Michael Prill ist ein Routinier. Auch wenn ich gegen ihn beim ersten Mal verloren habe, lerne ich daraus. Dass ich ihn im Rückkampf dann besiegt habe, lag auch daran, dass er zum Schluss konditionell einbrach“, so Jürgens.

Dank dem neuen Trainergespann Maximilian Goßner (Griechisch-Römisch) und Matthias Einsle (Freistil) hat auch er einen Sprung gemacht. Mit seinen 24 Jahren gehört Jürgens zu den älteren Ringern und wird künftig auch eine Art Führungsrolle im Team übernehmen. Ein Ziel hat er bereits vor Augen: Die Rückkehr eines Tages in die Zweite Bundesliga. Sein Hobby müsse sich aber weiterhin mit Arbeit und Privatleben vereinbaren lassen. Schon jetzt blickt er auf das Jahr 2022. Dann will er an den bayerischen Einzelmeisterschaften teilnehmen.

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