Große Moral bewiesen

FC Thalhofen zwingt die SVK in die Knie

Jubel nach dem Sieg über die SpVgg Kaufbeuren bei den Spielern des FC Thalhofen.
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Jubel nach dem Sieg über die SpVgg Kaufbeuren bei den Spielern des FC Thalhofen.
  • Stefan Günter
    VonStefan Günter
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Marktoberdorf-Thalhofen – Florian Niemeyer strahlte über das gesamte Gesicht. Der Coach des FC Thalhofen klatschte nach einer turbulenten Schlussphase seine Spieler ab. Im Fußball-Bezirksliga-Duell behielten die Kreisstädter beim 4:2-Sieg über die SpVgg Kaufbeuren die Oberhand. Enttäuschung dagegen beim Landesliga-Absteiger aus der Wertachstadt. Sie warten auch nach dem vierten Pflichtspiel immer noch auf den ersten Sieg.

Mahmut Kabak zeigte sich nach dem Schlusspfiff sichtlich enttäuscht. „Der Auftritt im ersten Durchgang war nicht so wie wir es uns vorgestellt haben.“ Thalhofen machte alles richtig, führte gegen Kaufbeuren durch ein Tor von Cedric Wahler mit 1:0 (36.). Es war ein zum Teil hitziges Spiel, bei dem der Schiedsrichter auch seinen Beitrag dazu leistete. Weil er einige Entscheidungen des Unparteiischen lautstark kritisierte, kassierte sogar FCT-Coach Florian Niemeyer die Gelbe Karte. Es war Würze in diesem Spiel. Auch nach dem Seitenwechsel bekamen die knapp 200 Zuschauer ein interessantes Match geboten, sehr zur Freude der Thalhofer Fans, die in der 63. Minute die 2:0-Führung durch Luca Csauth per Kopf bejubelten. Doch anstatt den Deckel draufzumachen, kamen die Gäste aus Kaufbeuren mehr und mehr ins Spiel und drückten auf den Anschlusstreffer. Der zur Pause eingewechselte Robin Conrad erzielte in der 75. Minute einen sehenswerten Treffer zum 2:1. Der Druck der Kaufbeurer wurde stärker, der Gast hatte die Oberhand und wurde mit dem zweiten Treffer durch Samuel Fischer (83.) belohnt. „Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass wir dem nächsten Tor näher waren als Thalhofen. Doch uns fehlte leider diese Gier“, analysierte Kabak. In der Schlussphase kippte die Partie. Dennis Beutel (90.) und Felix Fritsch (90.+ 4) waren die Torschützen zum 3:2 und 4:2. „Das Spiel hat für mich keinen Gewinner verdient. Ich gratuliere aber Thalhofen zum Sieg“, so Kabak. Dagegen attestiert Niemeyer seiner Mannschaft eine Wahnsinnsmoral. „Wir waren lange überlegen und das bessere Team. Allerdings haben wir nach der 2:0-Führung vergessen, Fußball zu spielen.“

Sechs Punkte aus vier Spielen – für Niemeyer sei das Okay. Die personellen Probleme werden ihn allerdings auch beim Auswärtsspiel am Mittwoch gegen Aufsteiger Mindelheim begleiten. Zeitgleich hat die SVK ein Heimspiel gegen den TSV Ottobeuren, der gegen den FC Oberstdorf mit 0:2 das Nachsehen hatte. „Wenn wir die Kombination aus Gier und Tore im Spiel gegen Ottobeuren haben, das Spiel auch erfolgreich gestalten, dann können wir mit erhobenem Haupte am Samstag das Derby beim BSK Olympia Neugablonz bestreiten“, so Kabak abschließend.

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