ESVK gibt dank Heimsieg gegen Bremerhaven die rote Laterne weiter

Breite Unterstützung für neue Eisarena

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Sowohl die Fans, als auch die ESVK-Vorstandschaft kämpfen für den Bau eines neuen Profi-Eisstadions.

Kaufbeuren – Trotz des ESVK-Sieges stand nicht das Sportliche an erster Stelle, sondern das Thema um den festgesetzten Bürgerentscheid über das neu geplante Kaufbeurer Eisstadion.

Dazu gaben die Verantwortlichen der Klubführung nach dem Heimspiel gegen Bremerhaven fachkundig Auskunft. Vorstand Andreas Settele verwies darauf, dass der Klub nun in die Offensive gehen werde und mit Flyern und weiteren Aktionen für eine neue eishockeytaugliche Arena werben werde. 

Dabei bekam Settele gerade von einem sonst öfters in Disput liegenden Bremerhavener Teammanager Alfred Prey volle Unterstützung. Prey durchlebte die gleiche Situation mit einem alten Stadion in Bremerhaven genauso wie es jetzt in Kaufbeuren sei. Das alte Stadion an der Nordseeküste mit einem Fassungsvermögen von 2020 Zuschauern sei über vier Jahre hinweg nur durch eine Sondergenehmigung bespielbar gewesen.

Dazu Alfred Prey: „Wir hatten im Schnitt immer so rund 1500 Zuschauer, durch den 4000 Zuschauer fassenden Neubau haben wir nun durchschnittlich rund 3400 Besuchern pro Spiel. Die neue, beheizte und familienfreundliche Arena ist im Nachhinein die einzige richtige Entscheidung mit Zukunftsperspektive gewesen.“ 

Er machte des Weiteren auf den Traditionsstandort Kaufbeuren aufmerksam und hoffte mit vielen Eishockeyinteressierten von anderorts, „dass der Standort mit seiner vorbildhaften deutschlandweiten Nachwuchsarbeit somit erhalten bleibt“. Vorstand Andreas Settele verwies auch auf den Zusammenhang mit dem Neubau eines Eisstadions mit professioneller Ausstattung und dem Fortbestand des traditionsreichen ESV Kaufbeuren. „Denn nur in solch einem Stadion sind entsprechende Einnahmen und damit ein kostendeckender Spielbetrieb der 1. Mannschaft möglich“, so der ESVK-Vorstand. 

Der Öffentlichkeit werde von Seiten der Initiatoren des Bürgerbegehrens „vorgegaukelt“, dass der Nachwuchs des ESVK in einem wesentlich kleineren Stadion weiterhin erfolgreich mit seinen Mannschaften in den höchsten Ligen vertreten wäre. „Dies ist nach Ansicht des ESVK ein großer Irrtum, denn auch für den Nachwuchs sind professionelle Bedingungen unabdingbar“, so Settele.

Die Kosten für die Nachwuchsarbeit belaufen sich laut dem Vorstand auf rund 165000 Euro pro Saison. Diese Kosten müssen zum Großteil durch den Spielbetrieb der 1. Mannschaft erwirtschaftet werden. „Der Nachwuchs des ESVK betreibt Leistungssport auf hohem Niveau und braucht dazu Vorbilder und Ziele“, so der Vorstand. 

Mit der ganzen Stadiondiskussion um die Größenordnung werde oft die Historie vergessen. Die Rede sei bei der aktuellen Planung der neuen, selbst für den Profispielbetrieb geeigneten Eishalle, von einer Zuschauerkapazität von nur noch 3500 Besuchern. „Bei der Eröffnung der Eishalle am Berliner Platz vor ziemlich genau 45 Jahren betrug das Fassungsvermögen noch 6500“, erinnerte Settele und fügt hinzu: „Somit ist der geplante Neubau schon eh nur noch halb so groß“. Selbst vor der Stadionsperrung der Eishalle durch die Stadt Kaufbeuren im Dezember 2012 habe das offizielle Fassungsvermögen durch neue Feuerschutzauflagen noch 4600 Plätze betragen, so Settele abschließend. 

Eishockey wurde auch gespielt 

Eishockey wurde vergangene Woche aber auch noch gespielt. Zwei Partien standen an. Am Freitag gab es beim souveränen Tabellenführer in Bietigheim nichts zu holen. Dennoch hielten die Joker bei der 6:3-Niederlage vor 2709 Zuschauern relativ gut mit, sie führten sogar anfangs durch zwei Treffer von Matt Waddell. Matt Marquardt konnte zwischenzeitlich noch zum 3:5 verkürzen, mehr war aber nicht drin. 

Winkler als Matchwinner 

Am Sonntagabend boten die Joker im Heimmatch gegen Bremerhaven anhand einer couragierten Leistung eine gelungene Vorstellung. Nach einer 2:1-Führung nach dem ersten Drittel durch Treffer von Matt Marquardt und Martin Heider war nach Meinung beider Trainer, Stewart von den Pinguins und Rauhanen vom ESVK, der Treffer von Alexander Winkler in der 33. Minute der Knackpunkt der Partie. 

Direkt von der Strafbank kommend fuhr Verteidiger Winkler einen Break auf den gegnerischen Torhüter und spielte ihn in bester Stürmermanier aus. Die Gäste versuchten nun mit aller Macht den Anschluss zu erzielen, doch diesmal hielt der Abwehrriegel der Joker. Kapitän Daniel Menge sorgte in der letzten Sekunde mit seinem Treffer zum 4:1 ins leere Tor für den Endstand und den Sieg über den amtierenden Meister. 

Joker am Freitag nach Frankfurt 

Zum zweiten Aufeinandertreffen in dieser Saison fahren die Joker am kommenden Freitag zu den Löwen nach Frankfurt. Das Heimspiel ging mit 3:7 an die Hessen. Am letzten Spieltag ließen die Löwen mit einem 5:0-Auswärtssieg in Rosenheim aufhorchen. von Werner Mayr

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