Frankfurt und Bietigheim unterliegen den Kaufbeurer Jokern

ESVK schlägt Topteams

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Bietigheim musste sich – wie auch Frankfurt zwei Tage zuvor – gegen den ESVK geschlagen geben.

Kaufbeuren – Die beiden ersten dicken Brocken haben die Kaufbeurer Joker hinter sich, ehe am Freitag das Heimspiel gegen den zweiten aus Garmisch-Partenkirchen ansteht. Mit sage und schreibe 6:1 Toren beim grandiosen Sieg in Frankfurt entführte der ESVK drei Punkte und stürzte somit die Frankfurter Löwen noch weiter in die Krise. Am Sonntag hatten die Joker dann mit dem SC Bietigheim-Bissingen das Topteam und den aktuellen Tabellenführer der DEL2 zu Gast.

Auch hier gelang nach einem spannenden und schnellen Spiel auf hohem Niveau am Ende ein 4:1-Heimsieg gegen keineswegs enttäuschende Steelers. Durch diese sechs Punkte gegen die Spitzenteams rangiert der ESVK mit 58 Punkten auf Rang Fünf der DEL2.

Löwen gezähmt

Schon die letzten drei Spiele hatten die Frankfurter Löwen verloren und standen somit im Heimspiel gegen des ESVK schon mächtig unter Druck. Der ESVK trat ohne seinen verletzten Kapitän Sebastian Osterloh, Jarkko Immonen und ohne den beruflich verhinderten Jonas Wolter in der Hessenmetropole an.

Die Joker übten vor 4527 Zuschauern ein aggressives Forechecking aus und ließen so die Löwen gar nicht ins Spiel kommen. Einen Konter nutzte nach zehn Minuten Max Schmidle zur Kaufbeurer Führung. Torhüter Stefan Vajs bewahrte die Joker dann mit starken Paraden vor dem Ausgleichstreffer. In Unterzahl nutzte Joey Lewis die Chance und netzte Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnittes zum 0:2 für die Joker ein.

Kaum war die erste Minute im zweiten Drittel vorüber, da bediente Steven Billich hinter dem gegnerischen Gehäuse mustergültig Sami Blomqvist, der keine Mühe hatte, das dritte Tor zu erzielen. Hoffnung keimte für die Gastgeber noch einmal auf, als sie in der 23. Minute den 1:3-Anschluss erzielten. Nur zehn Minuten später nutzte Max Schmidle in Überzahl nach einem satten Schuss von Karevaara einen Abpraller von Frankfurts Torhüter und schob zum 1:4 ein. Den schönsten Treffer des Abends erzielte Joona Karevaara, als er in der 38. Minute aus vollem Lauf einen Schlagschuss in die Maschen setzte, dass gleich die Trinkflasche des Keepers meterhoch in die Luft flog. Die restliche Spielzeit brachte der ESVK die Partie souverän über die Zeit und Tim Wohlgemuth setzte mit dem 1:6 kurz vor Ende noch einen drauf zu einem hochverdienten Sieg in Frankfurt.

Trainer Andreas Brockmann nach dem Spiel: „Es war fast ein perfektes Spiel von uns, wir haben von der ersten bis zur letzten Minute konsequent unser Spiel durchgezogen und nach vorne auch gute Chancen kreiert. Es war eines unserer besten Auswärtsspiele bisher!“

Tabellenführer bezwungen

Durch den Auswärtssieg zwei Tage zuvor ging es mit gleichem Elan am Sonntag in die Partie gegen die Steelers. Vor der doch verbesserungswürdigen Kulisse von 2518 Zuschauern boten die Joker ein schnelles und hochklassiges Match. Diesmal fehlte noch Florin Ketterer, der sich beim Aufwärmen zuvor verletzte. Zum Auftakt erarbeiteten sich die Joker mehrere gute Chancen, hatten aber kein Glück im Abschluss. Die erste Chance der Gäste nutzten sie auch eiskalt im Stil einer Spitzenmannschaft zum 0:1 nach sieben Minuten. Von nun an übten sie auch mehr Druck auf die Kaufbeurer aus, ohne Stefan ­Vajs überwinden zu können. Das zweite Drittel stand dann ganz im Zeichen des ESVK. Nach 27 Spielminuten gelang Joona Karevaara der verdiente Ausgleich. Im folgenden Überzahlspiel mit Fünf gegen Drei schlenzte dann Charlie Sarault die Scheibe von der blauen Linie in die Maschen. 91 Sekunden später war es wieder der Kanadier Sarault, diesmal mit einer Direktannahme und einem Schlagschuss ins Kreuzeck.

Im letzten Drittel gaben die Steelers noch einmal alles und drängten die Joker in die Defensive. Trotzdem konnten die Kaufbeurer immer wieder gefährliche Konter starten. In der Schlussminute traf noch Philipp de Paly zum 4:1 ins leere Gästetor. Danach konnten die Akteure den Jubel des Publikums mit stehenden Ovationen für diesen Sieg und die gezeigte Leistung gegen den Tabellenführen entgegen nehmen. ESVK-Trainer Brockmann sah den Schlüssel zum Sieg in seiner körperlich fitten Mannschaft, die 60 Minuten Vollgas zu geben imstande sei.

Freitag kommt der SC Riessersee

Am Freitagabend kommt es zum bayerischen Derby gegen den SC Riessersee. Die Werdenfelser sind das Team der letzten Wochen. Mit konstant guten Leistungen arbeitete sich das Team von Trainer Toni Söderholm durch zwölf Siege in den letzten 13 Spielen auf den zweiten Tabellenplatz vor. Beginn ist um 19.30 Uhr in der „erdgas schwaben arena“.

von Werner Mayr

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