Freitag schon Punktgewinn beim Meister in Frankfurt

ESVK bezwingt Vizemeister

+
Ein temporeiches Spiel gegen die Bietigheim Steelers gewannen die Joker letztlich verdient in der Verlängerung.

Kaufbeuren – Mit zwei ganz harten Brocken hatten es die Kaufbeurer Joker am vergangenen Wochenende zu tun. Das Auswärtsmatch führte die Kaufbeurer nach Frankfurt, wo kein Geringerer als der amtierende Zweitligameister der Gastgeber war. Der ESVK bot dem Favoriten Paroli und dank eines starken Spieles entführten sie bei dem 5:4-Endergebnis noch einen Punkt, da die Löwen erst in der Verlängerung den Siegtreffer erzielten.

Zwei Tage später gab der Vizemeister aus Bietigheim sein Gastspiel in der neuen „erdgas schwaben arena“ in Kaufbeuren. Vor 2369 Zuschauern gewannen die Joker nach tollem Endspurt mit 5:4 nach Verlängerung. Damit steht der ESVK nach nun acht Partien mit zwölf Punkten auf Rang acht.

Frankfurter Löwen tun sich schwer

Zur großen Freude der Kaufbeurer Anhänger gelang es dem ESVK einen Punkt aus der Hessenmetropole an die Wertach zu entführen. Das Spiel ging schon zu Beginn turbulent los. Nach einer guten ­Chance von Philipp de Paly gelang den Löwen im Gegenzug der erste Treffer. Danach hatten die Kaufbeu­rer mehrere gute Torgelegenheiten, doch erst nach zwölf Minuten gelang Daniel Oppolzer in Überzahl der verdiente Ausgleich.

Gleich zum Auftakt des zweiten Durchganges konnte Jere Laaksonen auf schönes Zuspiel von Max Schmidle die erstmalige Führung der Joker vollenden. Es kam noch besser, denn nur vier Minuten später gelang Christoph Kiefersauer im Nachschuss das 3:1. Aus dem Nichts heraus plötzlich der Anschlusstreffer der Löwen. Dabei blieb es bis zur zweiten Pause. Im letzten Durchgang konnte Sami Blomqvist noch einen Pfostenschuss verzeichnen, doch dann verstärkten die Hausherren ihren Angriffsdruck und kamen zum 3:3 Ausgleich. Drei Minuten später sogar das 4:3 der Löwen. Nun folgte die Schlussoffensive der Joker. Sie wollten den Ausgleich und bekamen ihn. Kapitän Sebastian Osterloh traf 57 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum verdienten 4:4. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Sieben Sekunden vor Ende gab es noch einen Penalty für die Löwen, da der frei durchgestartete Stürmer Pistilli nur noch mittels einer Notbremse gestoppt werden konnte. Den nachfolgenden Penalty parierte Stefan Vajs. In der nun folgenden Verlängerung hatten die Joker eine Vier gegen drei Überzahl, doch nach einem Scheibenverlust im eigenen Drittel nutzte der Kanadier Jarrett die Gelegenheit und schoss vor 3640 Zuschauern den 5:4-Endstand. ESVK-Trainer Andreas Brockmann: „Schade, denn wir hatten vor allem im Schlussdrittel viele Chancen um das Spiel für uns zu entscheiden!“

Revanche gegen die Steelers geglückt

Endlich Bietigheim geschlagen. Dabei agierten die Joker gegen den aktuellen Tabellenführer im ersten Drittel viel zu ehrfürchtig, denn nach 22 Minuten führten die Gäste mit 0:3. Doch dann kam das Aufbäumen der Joker. Zweimal der überragende Joona Karevaara und einmal Sami Blomqvist führten die Joker innerhalb von zehn Spielminuten zum 3:3-Ausgleich. Die erneute Führung der Gäste konnte Blomqvist in der 52. Minute wieder ausgleichen. Pech hatte er dann kurz danach bei einem Lattentreffer, aber in der Verlängerung erlöste Max Schmidle die ESVK-Fans mit dem Siegtreffer.

Freitag Derbytime

Am Freitagabend steigt ab 19.30 Uhr das bayerische Derby gegen den SC Riessersee. Die Werdenfelser liegen gut im Rennen, nach zehn Spieltagen belegen sie mit 21 Punkten Rang drei der DEL2.

Noch mehr als die Joker sind aber die Garmischer vom Verletzungspech bislang gebeutelt. Gleich vier, teils langfristige Ausfälle muss SCR-Trainer Toni Söderholm kompensieren. Toptorjäger beim SCR sind Ex-DEL-Akteur Andreas Driendl, sowie Ex-ESVK-Spieler Louke Oakley und Lubor Dibelka.

DNL-Team mit zwei Siegen

Die Kaufbeurer U-19 Mannschaft bestritt ihre beiden letzten Vorrundenspiele vergangenes Wochenende gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Iserlohn. In beiden Partien gelang ein Sieg und somit sind die Kaubeurer Youngster nach zwölf Spieltagen mit 13 Punkten auf Rang fünf in der Tabelle der DNL A. Der zum Erreichen der fortführenden oberen Runde benötigte vierte Tabellenrang hat aber die Düsseldorfer EG inne. Der ESVK hat nun noch die Chance, sich in der Zwischenrunde wieder für höhere Aufgaben zu qualifizieren.

von Werner Mayr

Auch interessant

Meistgelesen

Joker lassen Punkte
Joker lassen Punkte
Tolles Erlebnis
Tolles Erlebnis
Trainer hört auf
Trainer hört auf
Erneut ersatzgeschwächt
Erneut ersatzgeschwächt

Kommentare