Aber 2:1-Erfolg des ESV Kaufbeuren am Freitag in Bad Tölz

Füchse entführen wieder die Punkte

+
ESVK-Stürmer Ossi Saarinen macht Druck auf das Tor der Gäste, die Lausitzer Füchse.

Kaufbeuren – Gut ins neue Jahr sind die Kaufbeurer Joker gestartet. Da es zum Jahresende hin eine kleine sportliche Krise mit wenigen Punktgewinnen gab, kommt der erfolgreiche Auftakt jetzt gerade recht, zumal die Kaufbeurer ohne drei tragende Säulen im Mannschaftsgerüst auskommen müssen. Die Ausfälle von Sebastian Osterloh, Julian Eichinger und Branden Gracel sind enorm.

Zweimal traten die Joker im Neuen Jahr auswärts an und konnten beide Partien dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung siegreich beenden. Am Mittwoch mit 3:4 in Heilbronn und am Freitag mit 1:2 in Bad Tölz. Am Sonntag folgte dann in Kaufbeuren aber eine 2:5-Niederlage gegen die Lausitzer Füchse. Damit haben die Kaufbeurer Joker ihr viertes Heimspiel in Folge verloren. Der ESVK liegt immer noch auf Rang Vier der DEL2.

Löwen gebändigt

Diese Saison tun sich die Tölzer schwer, es läuft nicht mehr so wie im Vorjahr. Allein der Kampf um den Einzug in die Pre-Playoffs ist für den Tabellenvorletzten das vorrangige Saisonziel. Bedingt durch einen Scheibenbruch der Plexi­glas-Umrandung konnten die Joker kein standardmäßiges Aufwärmprogramm durchziehen und das Match begann mit zehn Minuten Verspätung.

Mit nur 16 Feldspielern gingen die Tölzer gegen den mit vier Reihen agierenden ESVK zu Werke. Die Joker bestimmten von Beginn an die Partie und Sami Blomqvist konnte nach elf Minuten den Tölzer Torhüter zum 0:1 überwinden.

Nach einem Bandencheck eines Tölzer Spielers an Sami Blomqvist, der sich dabei eine blutende Kopfwunde zuzog und erst mal in der Kabine ärztlich versorgt werden musste, kam es zu einem Handgemenge und die Hauptschiedsrichter verhängten daraufhin insgesamt 58 Strafminuten gegen beide Teams. Nun war auch der Spielfluss der Kaufbeurer gerissen, beide Trainer waren gezwungen ihre Reihen umzustellen. Sami Blomqvist bekam 14 Strafminuten aufgebrummt, ebenso wie Goldhelmträger ­Kyle Beach auf Tölzer Seite. Daniel Oppolzer hatte das 0:2 auf dem Schläger, scheiterte aber am starken Tölzer Keeper Ben Meisner. Auf der anderen Seite musste ESVK-Keeper Stefan ­Vajs zweimal sein ganzes Können aufbieten, um Großchancen der Gastgeber zu vereiteln.

Das zweite Drittel ebbte spielerisch ab und die Löwen kamen vermehrt zu Chancen und zu mehr Spielanteilen. Nach 28 Minuten dann der Ausgleich. ESVK-Trainer Andreas Brockmann nahm daraufhin eine Auszeit und brachte so wieder einigermaßen Ordnung ins Kaufbeurer Spiel. Im Schlussdrittel kam dann wieder mehr vom Spiel von den Jokern und Florin Ketterer gelang in der 48. Minute mit dem 1:2-Treffer gegen seinen ehemaligen Heimatklub der letztendlich verdiente Siegtreffer für den ESVK. Brockmann zum Spiel: „Wir sind zufrieden mit den drei gewonnenen Punkten, zumal wir im ersten und dritten Drittel die spielbestimmende Mannschaft waren!“

Weißwasser zu spielstark

Spitzenspiel Vierter gegen Dritter, so lautete die Ausgangsbasis. Max Schmidle brachte die Joker nach sieben Minuten in Führung. Doch dann schwächelte die Abwehr der Joker, innerhalb von nur 145 Sekunden folgten drei Gegentreffer. Saku Salminen sorgte mit einem Schuss ins kurze Eck noch im ersten Drittel für das 2:3. Doch im Laufe der Partie dominierten die Füchse immer mehr und trafen neun Sekunden vor dem Ende des zweiten Durchganges zum 2:4. Eine Aufholjagd konnten die Joker in den letzten zwanzig Minuten nicht mehr starten, zu überlegen agierten die Gäste und demonstrierten fortwährend ihre läuferische Überlegenheit und Schnelligkeit. Mit dem Treffer zum 2:5 kurz vor Ende konnten die Lausitzer einen verdienten Auswärtssieg vor 2483 Zuschauern in der erdgas schwaben arena feiern.

Freitag nach Dresden

Der aktuelle Tabellenneunte Dresden kommt diese Saison nicht in Schwung. Das Traineramt wechselte schon Ende Oktober von Jochen Molling zum 48-jährigen Kanadier Bradley Gratton. Vergangene Woche wurde zudem Stürmer Alexander Höller freigestellt. Topscorer ist Jordan Knackstedt mit 49 Punkten und Topverteidiger Jordan Heywood mit 27 Punkten. Doch gegen die Eislöwen haben die Joker die beiden bisherigen Spiele verloren, vielleicht können die Kaufbeurer am kommenden Freitag Punkte mitnehmen.

von Werner Mayr

Auch interessant

Meistgelesen

Hockey for Hope: Größtes Benefiz-Turnier Europas
Hockey for Hope: Größtes Benefiz-Turnier Europas
SV Stöttwang schnappt sich am letzten Spieltag noch die Meisterschaft
SV Stöttwang schnappt sich am letzten Spieltag noch die Meisterschaft
Ringen: Titelkämpfe am Wochenende „dahoam“ in Kaufbeuren
Ringen: Titelkämpfe am Wochenende „dahoam“ in Kaufbeuren
SV Mauerstetten präsentiert perfekt organisierte Meisterschaft
SV Mauerstetten präsentiert perfekt organisierte Meisterschaft

Kommentare