Pokal ist eben nicht Punktrunde

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Freistehend köpfte Sven Seibold vom SC Ichenhausen in Kaufbeuren seine Mannschaft zum Sieg.

Kaufbeuren – Misslungener Auftakt für die SpVgg Kaufbeuren: Bei der Saisonpremiere im eigenen Parkstadion gab es eine 0:1-Pleite gegen den SC Ichenhausen. Benjamin Kleiner musste sogar mit Rot nach einer Notbremse vorzeitig vom Platz und auch bei Mathias Vetter hatte sich wohl ziemlich viel Frust angestaut.

Der ersten Gelben Karte in der 76. Minute folgte vier Minuten ein weiteres Foul, das der Schiedsrichter mit Gelb-Rot ahndete und den 19-Jährigen daraufhin zum Duschen schickte. Es war eben nicht der Tag der SpVgg Kaufbeuren. 

Obwohl sich die SpVgg Kaufbeuren bei ihrer Premiere viel vornahm, lief es im ersten Durchgang überhaupt nicht nach den Vorstellungen von Coach Norbert Schmidbauer. Nachdem die Gäste ihre anfängliche Defensivtaktik abgelegt hatten, kontrollierte Ichenhausen die Partie. Die SVK zeigte in den ersten 45 Minuten einfach zu wenig. Der SCI ließ den Ball laufen, die SVK kam stets einen Schritt zu spät. 

Ichenhausens Spielweise war aggressiver, allerdings fehlte der letzte entscheidende Pass zum Erfolg. Kaufbeurens Offensivspiel fand überhaupt nicht statt. „Wir haben uns irgendwie in die Pause gerettet“, erzählt Mittelfeldakteur Maximilian Moll. „Ichenhausen war heute stärker als die beiden Bayernligisten Sonthofen und Kottern.“ Wie berichtet, gelang der SVK nach den beiden Siegen über die Allgäuer der Sprung in die erste Hauptrunde des BFV-Verbandspokals. 

Etwas besser lief es für die Heimelf nach dem Wiederanpfiff. Maximilian Moll hatte mit seinem Schuss aus etwa 20 Metern die erste richtige Chance im Spiel für die SVK. Doch Simon Zeiser im Tor der Gäste stand goldrichtig und wehrte den Ball ab. Das Team aus dem Landkreis Günzburg blieb weiterhin spielbestimmend. 

Knackpunkt im Spiel der Kaufbeurer war die Rote Karte von Benjamin Kleiner, der als letzter Mann sehr unglücklich seinen gegnerischen Spieler zu Fall brachte. „Meinen Platzverweis kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich dachte, der Schiedsrichter wollte weiterlaufen lassen. Ich habe noch versucht zurückzuziehen, es kam dennoch zum Kontakt. Die Rote Karte muss ich akzeptieren, wenngleich ich hoffe, dass man es gnädig auslegt. Jetzt muss ich eben von der Bank aus zuschauen“. 

Mit einem Mann weniger versuchte die SVK weiterhin ein Gegentor zu verhindern, doch in der 74. Minute sorgte Sven Seibold freistehend mit dem Kopf für die Entscheidung in dieser Partie. Nach einem wiederholten Foulspiel von Mathias Vetter mussten die Gastgeber die Partie die letzten 15 Minuten, inklusive Nachspielzeit, mit acht Feldspieler zu Ende bringen. 

„Wir waren heute nicht spritzig genug. Sicherlich ist es eine unglückliche Niederlage. Selbst bei unseren Auswechslungen hatten wir nicht das glückliche Händchen“, bilanziert Co-Trainer Wolfgang Kress. Für den 47-Jährigen sei Ichenhausen im Zweikampf überzeugter und williger gewesen, die Partie zu gewinnen. „Wir haben verdient verloren. Das müssen wir neidlos anerkennen“. 

Englische Woche 

Bereits am Mittwoch (22. Juli, 19 Uhr) ist die SpVgg Kaufbeuren erneut gefordert, wenn die Wertachstädter bei ihrem ersten Auswärtsspiel auf den TSV Aindling treffen. Das Team aus dem Landkreis Aichach-Friedberg gewann beim Liga-Neuling TSV Meitingen mit 6:0 und setzte sich damit gleich nach dem ersten Spieltag an die Tabellenspitze. 

Für Kaufbeuren dürfte somit die Partie in der Fremde nicht zum Selbstläufer werden. „Wir haben am Montag unsere Fehler aus dem Ichenhausener Spiel genau analysiert. Jetzt gilt die volle Konzentration auf Aindling“, muss Benjamin Kleiner nach seiner Rotsperre die Jungs von der Seitenlinie aus anfeuern. Maximilian Moll hofft dagegen auf eine Reaktion: „Dann müssen wir uns eben da unseren ersten Saisonsieg holen“.

von Stefan Günter

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