SVK zeigt klasse Reaktion

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Endlich dürfen sie wieder jubeln: Die SpVgg Kaufbeuren feiert ihren 3:2-Sieg über den SV Egg a. d. Günz.

Kaufbeuren – Die SpVgg Kaufbeuren hat in der Fußball-Landesliga-Südwest nach zwei Punktspielniederlagen ihren erhofften Befreiungsschlag geschafft. Gegen das favorisierte Team des SV Egg a. d. Günz gewannen die Wertachstädter am Ende verdient mit 3:2. Schon zur Pause führte das Team von Coach Norbert Schmidbauer gegen die Unterallgäuer mit 3:1.

In der ersten Spielminute erzielte die SVK bereits durch Maximilian Ebert das 1:0. Der wiedergenesene Lukas Zink traf per Flachschuss zum 2:0 (29.) Drei Minuten später markierte der torgefährliche Torsten Schuhwerk den Anschlusstreffer. 

Hiobsbotschaft dann in der 38. Minute, als der Kaufbeurer Offensivspieler Lukas Zink ohne Fremdeinwirkung mit einem Muskelfaserriss erneut verletzungsbedingt vom Platz musste. Maximilian Moll kam für Zink in die Partie, der sich in der Schlussminute der ersten Halbzeit auf der linken Seite durchtankte. Seine Flanke landete bei Michael Stahl, der dann mit dem Hinterkopf den Ball in die Maschen beförderte. 

Im zweiten Durchgang tat Kaufbeuren das Notwendigste. Egg war spielbestimmend, doch die SVK ließ nichts mehr zu. Nach einem üblen Foulspiel an Kapitän Benjamin Kleiner sah der eingewechselte Alexander Heilig nur die Gelbe Karte. Weil der 29-Jährige daraufhin behandelt wurde, fehlte er im Abwehrverbund. 

Das nutzte Hannes Bochtler aus und verkürzte zum 2:3 aus Sicht der Gäste. In der 93. Minute schickte Schiedsrichter Kellinghaus noch Timo Ehlert mit Gelb-Rot vom Platz. Doch nach sechs Minuten Nachspielzeit hatte Kaufbeuren seinen zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. „Der Schlüssel zum Erfolg war die intakte Mannschaftsleistung“, konnte Abwehrspieler Domenik Bachmann nach dem Spiel erst einmal richtig durchpusten. 

Für Kapitän Kleiner habe das Team eine wichtige Reaktion gezeigt. „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir das Spiel des Gegners von Anfang an zerstören, wir noch defensiv kompakt stehen. Das ist uns auch gelungen.“ 

Selbst Coach Norbert Schmidbauer zeigte sich sichtlich erfreut über die spielerische Klasse seiner Jungs: „Wir mussten im zweiten Durchgang der Hitze Tribut zollen. Egg ist einer der besten Offensivmannschaften in der Liga. Wir haben bis auf das 3:2 in der Nachspielzeit nichts mehr zugelassen. Ich bin mit der Leistung schon sehr zufrieden“. 

Lange Pause 

Die Diagnose ist erschütternd: Kreuzbandriss und Riss des Innenmeniskus. Eine Operation ist unumgänglich. Ausgerechnet bei der herben Schlappe in Mering zog sich Tanju Kepceoglu diese schwere Verletzung zu. „Es war ein saublöder Tag. An diesem Tag hat auch nichts geklappt“. 

Und da passierte es: Der 22-jährige blieb mit seinem Schuh im Rasen hängen, drehte sein Knie komplett durch und spürte einen starken Schmerz in der Kniekehle. „Das Klackern war nicht zu überhören. Mir wurde auch richtig schlecht“, erzählt er am Rande des Heimspiels gegen den SV Egg. 

Noch wenige Tage zuvor gab er nach knapp siebenwöchiger Verletzungszeit wegen eines Bandscheibenvorfalls sein Debüt in der zweiten Mannschaften im A-Klassenspiel gegen den FC Thalhofen II. Kepceoglu erzielte das 1:0, tankte somit wieder Selbstvertrauen und wollte wieder zum erweiterten Landesliga-Kader gehören. 

Jetzt wartet ein langer Heilungsprozess auf ihn. „Ich habe bereits einen Spezialisten in München gefunden“, sagt er. Der Termin ist im September. Bis dahin darf der Student das Knie weiterhin nicht belasten. Eine Schiene sorgt dafür. 

„Ich bin ja nicht der erste und letzte Spieler, der sich einen Kreuzbandriss zuzieht“, blickt er dennoch schon mit voller Erwartung in die Zukunft. „Ich will schon wieder ins Trikot schlüpfen. Ich werde die Zeit sicherlich gut überstehen.“ Vielleicht könnte er ja zum letzten Saisonspiel im Mai wieder auflaufen, lacht Kepceoglu und weiß, dass vor ihm noch ein sehr steiniger Weg wartet.

von Stefan Günter

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