Vorbereitung der anderen Art

Fußballer aus Baisweil spulen fast 7.000 Kilometer ab – Spende an TSV Oberbeuren

Laufchallenge Baisweil
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Christoph Waldner (v. li.), Max Steinhauser und Michael Lutzenberger spulten Kilometer um Kilometer bei der Laufchallenge ab.

Baisweil – Seit einem Jahr stecken wir nun in der wohl härtesten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Doch allen Unkenrufen zum Trotz, lassen sich viele nicht unterkriegen, wie beispielsweise die Fußballer der SpVgg Baisweil-Lauchdorf. An einer Laufchallenge, die fünf Wochen dauerte, nahmen sechs Teams teil. Ziel war es, so viele Kilometer wie möglich zu laufen. Über eine App wurde die Challenge sogar getrackt.

Zwischen dem 8. Februar und 14. März wurde wöchentlich gelaufen. Immer am Sonntag tauchten die genauen Ergebnisse auf. So wusste jeder und jedes Team, wer wie viele Kilometer abgespult hat. Am Ende kam ein großartiges Ergebnis heraus: Insgesamt liefen die 47 Teilnehmer 6.941,5 Kilometer. Damit wurden sämtliche Erwartungen übertroffen. Erfolgreichstes Team mit 1720 Kilometer waren „Wiaschte Krautstampfer“, gefolgt von „Peter macht Kilometer“ (1391,5 Kilometer) und „Weiße Kenianer“, die mit 1323,7 Kilometer auf den dritten Platz kamen. Stefan Settele lief allein in den fünf Wochen 457,34 Kilometer, wobei sein Teamkollege Stefan Jenewein 430,47 Kilometer schaffte.

„Ich finde es einfach grandios“, klatschte Vorstand Michael Wolf Beifall. Schon als er von der Idee hörte, zeigte er sich begeistert. Im Normalfall würden sich die Kicker der SpVgg Baisweil-Lauchdorf jetzt zu ihrem Hallentraining treffen oder sich langsam auf den Start nach der Winterpause vorbereiten. Weil Corona ihnen einen Strich durch die Rechnung machte, musste improvisiert werden. „Langlaufen oder Radfahren kam für uns nicht in Frage, weil die Bedingungen hier zu unterschiedlichen waren“, begründete Fußball-Abteilungsleiter Thomas Filser die Entscheidung für eine Laufchallenge. Auch der Nachwuchs stellte ein eigenes Team. „Eigentlich war unser Gedanke, locker und länger zu laufen, um dadurch auch die Grundlage für die Vorbereitung zu schaffen“, so Filser. Aber schnell entfachte sich ein gesunder Wettkampf zwischen den einzelnen Gruppen.

Während der fünfwöchigen Challenge rannten die Sportler immer wieder durchs Dorf und wickelten so Kilometer um Kilometer ab. „In unserer aktuellen Situation ist auch unser Vereinsleben lahmgelegt“, so Michael Wolf, der froh ist, dass die Fußballer mit der Aktion Leben in die triste Corona-Zeit einhauchten. „Der Zusammenhalt im Dorf ist groß.“ Von daher sei er weiterhin Optimist, dass gemeinsame sportliche Aktivitäten mit gewissen Standards wieder möglich seien. „Das ist uns auch im vergangenen Jahr gelungen“, verweist er dabei im gleichen Atemzug auf die Dorfwirtschaft, die nach dem Lockdown öffnen durfte. „Das gesamte Dorf freut sich, wenn wir wieder zusammenkommen dürfen.“

Bis es soweit ist, tut auch die Fitnessabteilung der SpVgg Baisweil-Lauchdorf mit virtuellen Angeboten ihr Bestes. „Sie knien sich richtig rein“, so Wolf. Genauso wie die Fußballer, die dank Holzhauswerkstatt, Fahrschule Max, LandPhysio Bucher und YesCompany vier Partner an der Hand hatten, die für jeden gelaufenen Kilometer eine Summe spendeten. „Alle eingenommenen Geldspenden werden dem Projekt Wiederaufbau des Oberbeurer Sportheims zugute kommen“, so Thomas Filser.

von Stefan Günter

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