Traum ist ausgeträumt

Futsal: Bitteres Ende für DFB-Team mit Franke und Günter

DFB-Team Enttäuschung nach Aus gegen SUI
+
Enttäuschung auf ganzer Linie auch bei Matthias Franke (#4) und Alexander Günter (#18) nach dem Schlusspfiff der Partie gegen die Schweiz.

Ostallgäu – Alexander Günter und Mathias Franke waren ganz nah dran, um deutsche Futsal-Geschichte zu schreiben. Doch am Ende fehlte ihnen und der Nationalmannschaft ein winziges Tor, um die zweite Gruppenphase der Europameisterschafts-Qualifikation für die Endrunde im Jahr 2022 zu erreichen. Größer ist die Enttäuschung bei den beiden Dribbelkünstlern aus dem Ostallgäu, weil DFB-Coach Marcel Loosveld ihnen in den beiden Play-Off-Partien gegen die Schweiz keine Spielzeit einräumte.

Es war denkbar knapp. Nachdem das DFB-Team das Hinspiel in der Schweiz mit 2:4 verloren hatte (wir berichteten), konnte Deutschland das Rückspiel in Ludwigsburg zwar mit 5:3 für sich entscheiden. Doch weil die Eidgenossen auswärts das eine Tor mehr erzielten, schaut Deutschland nun in die Röhre. „Das ist so bitter“, konnte es der Neugablonzer Alexander Günter nicht so richtig in Worte fassen. Man sei so nah dran gewesen, etwas Großartiges zu erreichen. Nun stünde man mit leeren Händen da. Auch Mathias Franke musste das bittere Aus erst einmal verkraften. „Wir waren zehn Tage lang zusammen, haben richtig hart gearbeitet und alles scheitert nur an einem winzigen Tor.“ Der 29-jährige Marktoberdorfer konnte trotzdem eine Menge Erfahrungen sammeln und sei im Nachgang nicht sauer darüber, nicht gespielt zu haben. „Der Trainer hat entschieden, wir können es nicht mehr ändern.“ Alexander Günter ergänzte: „Leider durfte ich der Mannschaft nicht helfen, das ist natürlich sehr enttäuschend.“

Doch der Aufwand für beide war im Vorfeld enorm: So mussten sie über Wochen und Monate auf vieles verzichten. Alles war auf diese beide Play-Off-Duelle gegen die Schweiz ausgelegt. „Wir haben leider die Chance vertan, um im weiteren Verlauf gegen die wohl beste Mannschaft der Welt, nämlich Spanien, zu kicken“, verwies Günter dabei auf die lukrativen Gegner in der zweiten Gruppenphase wie Slowenien und Lettland. Ab Dezember hätte es um den Einzug in die Endrunde weitergehen können. „Nun ist ein Traum ausgeträumt“, zeigte sich der 33-jährige Neugablonzer konsterniert. Warum der Torschützenkönig beim Finalturnier um die deutsche Futsalmeisterschaft nicht zum Zug gekommen ist, bleibt wohl das Geheimnis des Headcoachs.

Fokus Regionalliga

Ob für Mathias Franke und Alexander Günter das Thema Nationalmannschaft nun vorbei ist, bleibt abzuwarten. Primär haben beide bei diesem Lehrgang wieder viel an Erfahrung gesammelt. Das würden sie jetzt gerne im Ligenbetrieb mit dem SSV Jahn Regensburg umsetzen. Wäre da nicht der Corona-Lockdown, der auch für die Futsaler keine Ausnahme macht. Denn die Meisterschaft in der Regionalliga-Süd ist erst einmal ausgesetzt. Wann es weitergeht, ist unsicher. „Unser Ziel ist nun ganz klar, dass wir uns mit Regensburg für die neu erschaffene Bundesliga qualifizieren möchten. Darauf legen wir nun den Fokus“, so Günter und Franke unisono. Zusammen mit Alexander Weber, der beruflich bedingt am Lehrgang nicht teilnehmen konnte, wollen sie diese Mission in Angriff nehmen.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kaufbeuren jetzt offiziell DFB-Stützpunkt
Kaufbeuren
Kaufbeuren jetzt offiziell DFB-Stützpunkt
Kaufbeuren jetzt offiziell DFB-Stützpunkt
Nach erfolgreicher Prüfung legt Ringer Kraemer den Fokus wieder auf Sport
Kaufbeuren
Nach erfolgreicher Prüfung legt Ringer Kraemer den Fokus wieder auf Sport
Nach erfolgreicher Prüfung legt Ringer Kraemer den Fokus wieder auf Sport
Omid Safdari gewinnt Maximus-Cup in Prag
Kaufbeuren
Omid Safdari gewinnt Maximus-Cup in Prag
Omid Safdari gewinnt Maximus-Cup in Prag
Premiere in Minsk
Kaufbeuren
Premiere in Minsk
Premiere in Minsk

Kommentare