Futsal: BSK-Kicker fahren zum vierten Mal in Folge nach Günzburg

BSK ist nicht zu stoppen

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Zum vierten Mal in Folge holte sich der BSK Olympia Neugablonz den Sieg in einer Vorrunde.

Kaufbeuren-Neugablonz – Der BSK Olympia Neugablonz hat sich erneut für die Endrunde zur Schwäbischen Hallenfutsalmeisterschaft in Günzburg qualifiziert. Beim Vorrundenturnier im „eigenen Wohnzimmer“ konnten die Schmuckstädter von keiner Mannschaft gestoppt werden. Nur im Finale gegen den Bayernligisten 1. FC Sonthofen war es spannend. Mit Dennis Starowoit im Tor hatten sie einen starken Rückhalt.

„Man muss klipp und klar sagen: Wir sind die beste Futsalmannschaft im Allgäu“, jubelt Alexander Lang, der die Mannschaft in der Neugablonzer Dreifachturnhalle betreute. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr, als Dennis Starowoit den entscheidenden Sechsmeter hielt. Dabei versagten ausgerechnet dem auffälligsten Dribbler der Sonthofer, Burak Kesici, vom Punkt aus die Nerven. „Ich habe davor eine kleine Show­einlage gemacht, tänzelte auf der Linie herum und versuchte ihn so aus dem Konzept zu bringen“, erzählt Matchwinner Starowoit nach dem Turnierende, als er stolz den Siegerpokal in den Händen hält. Im Finale brachte Can Balcioglu seinen BSK mit 1:0 in Führung, ehe der Sonthofer Kesici den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte. Zum ersten Mal in diesem Turnier lag der BSK zurück, als die Oberallgäuer durch Janik Keller fünf Minuten vor dem Ende die Führung erzielten. „Den Konter zum Torerfolg haben sie perfekt herausgespielt. Da haben wir geschlafen“, bilanziert Starowoit. Doch zwei Minuten später hämmerte er mit seinem Distanzschuss den Ball ins obere Eck zum vielumjubelten 2:2. Im Sechsmeterschießen trafen Alexander Weber, Agostino Dellaira und Cenk Er. „Das Finale war natürlich sehr knapp, die Spiele davor haben wir souverän gewonnen. Ich denke schon, dass wir guten Futsal gezeigt haben“, resümiert Alexander Weber.

Überzeugender Auftritt

Der BSK Olympia Neugablonz startete mit einem überzeugenden 5:1-Sieg über das Kreisklassenteam FC Blonhofen in das Turnier. Auch gegen den Tabellenführer der Bezirksliga-Süd, den FC Kempten, ließen die Schmuckstädter nichts anbrennen. Durch das 4:1 war ihnen der Halbfinaleinzug sicher. Zuvor sorgte Blonhofen für die kernige Überraschung, als sie in der Gruppenphase den FC Kempten mit 4:2 bezwangen und somit als Tabellenzweiter ins Halbfinale einzogen. In der anderen Gruppe gab Bayernligist Sonthofen den Ton an. So gewannen sie gegen das Kreisliga-Team des Türksport Kempten mit 4:1 und drehten einen 0:2-Rückstand im zweiten Gruppenspiel gegen den Bezirksligisten VfB Durach. Am Ende triumphierten sie mit 4:3. Im ersten Halbfinale trat der FC Blonhofen gegen den 1. FC Sonthofen an. Allein Burak Kesici erzielte beim 6:0-Erfolg über die Ostallgäuer drei Tore. Dem Underdog ging nach der anstrengenden Gruppenphase buchstäblich die Puste aus. Souverän präsentierte sich Neugablonz in seinem Semifinal-Duell gegen den VfB Durach. Es war die Finalauflage aus dem vergangenen Jahr, als der BSK damals glücklich nach Sechsmeterschießen den Sack zumachte und sich so zum dritten Mal für Günzburg qualifizierte. Diesmal zogen die Schmuckstädter durch einen ungefährdeten 3:1-Sieg ins Finale ein.

Lobende Worte

Vereinsboss Peter Seidel grinste über das gesamte Gesicht. „Uns liegt einfach die Halle. Manchmal wäre ich froh, wenn wir das auch auf dem Rasen so umsetzen könnten.“ Er attestiert dem gesamten Team eine tolle Leistung. Einsatz und Kampf seien hervorragend gewesen, betont er weiter, wohl wissend, dass mit Benjamin Maier und Alexander Günter zwei torgefährliche Kicker nicht dabei waren. „Ich bin mächtig stolz auf das gesamte Team.“ Günter, der parallel mit der Bayernauswahl bei einem Ländervergleichsturnier in Duisburg weilte, freut sich riesig über den Einzug ins Finale. „Hut ab. Ich hatte überhaupt keine Bedenken, dass wir es nicht schaffen.“ Er wird am kommenden Samstag, 13. Januar, in Günzburg wieder mit auf dem Parkett stehen.

Mit dem TSV Ottobeuren, SC Bubesheim, FC Ehekirchen, TSV Gersthofen und BSK Olympia Neugablonz haben allein fünf Bezirksliga-Teams das Ticket für Günzburg gelöst. Komplettiert wird das Achterfeld durch den Landesligisten FC Stätzling und den einzigen Kreisliga-Vertreter, TSV Diedorf. Neu ist, dass sich Vorjahressieger Türkspor Augsburg ebenfalls für die Endrunde wieder qualifiziert hat. „Bis auf Bubesheim kenne ich keine weiteren Mannschaften. Ich bin aber sicher, dass jedes Team exzellente Futsalkicker nach Günzburg schicken wird“, so der 30-jährige Günter. Peter Seidel ergänzt: „Wenn wir das nötige Glück auf unserer Seite haben, können wir was erreichen.“ Lang, der beim Finale betreuend zur Seite stehen wird, möchte gerne den großen Coup landen. Denn nach zwei Vizemeisterschaften in Folge soll es diesmal wieder klappen. Schon jetzt hat Neugablonz Geschichte geschrieben. In der ewigen Bestenliste zieht der BSK mit dem TSV Schwaben Augsburg gleich. Gelang den Fuggerstädtern zwischen 1987 und 1990 viermal hintereinander der Einzug ins Finale, so schaffte dies nun Neugablonz zwischen 2015 und 2018.

von Stefan Günter

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