Überraschendes Futsal-Aus für BSK

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Mit leeren Händen stand der BSK Olympia Neugablonz am Ende da.

Günzburg/Kaufbeuren – „Wir wissen alle, dass wir es besser können“, so das ernüchternde Fazit von BSK-Coach Günter Bayer nach dem vorzeitigen Aus in der Gruppenphase. Anders als die Jahre zuvor schaffte es der BSK Olympia Neugablonz nicht bis ins Endspiel um die Schwäbische Hallenfutsalmeisterschaft. Besser lief es dagegen für die Frauen der SpVgg Kaufbeuren, die Vizemeister wurden und sich auch noch für die Bayerische qualifizierten.

Mit hängenden Köpfen verließ der haushohe Favorit die Günzburger Rebayhalle. Nach drei Spielen war Neugablonz ausgeschieden. Dabei hatten sich die Futsalspezialisten aus der Schmuckstadt doch viel mehr ausgerechnet. „Sicherlich ist die Enttäuschung groß. Wir haben stark angefangen und leider genauso stark nachgelassen“, bringt es der Cheftrainer auf den Punkt. Denn der BSK überzeugte bei seinem Auftaktspiel in der „Todesgruppe“ gegen den SC Bubesheim. Mit 5:1 düpierten die Neugablonzer ihren Gegner, zeigten sehenswerten Futsal mit tollen Spielzügen. Je zweimal Alexander Günter und Agostino Dellaira sowie Alexander Weber setzten eine erste Duftmarke. „Zuschauer und Trainer meinten daraufhin: Wer soll euch denn schlagen?“, erzählte Bayer und musste in der Folge ansehen, wie der Traum vom Erreichen des Halbfinals langsam schwand. Gegen den FC Stätzling unterlag Neugablonz mit 1:3. „Sie haben die richtige Variante gefunden, um uns zu bremsen.“ Ein weiteres Problem gesellte sich hinzu: Alexander Günter war nach diesem Spiel nicht mehr einsatzfähig. Das Risiko sei nach dem Kreuzbandriss einfach zu groß gewesen, so Bayer. Im letzten Gruppenspiel musste der BSK ausgerechnet gegen den Vorjahressieger Türkspor Augsburg antreten. „Wir sind aus unserem geistigen Loch dann nicht mehr herausgekommen. Die Mannschaft hätte das Halbfinale erreichen können, doch war unsere Gruppe heute einfach zu stark“, erklärte der 63-Jährige, der von außen mit ansehen musste, wie Türkspor Neugablonz mit dem 4:0 den Todesstoß versetzte. „Letztendlich haben wir nicht das gezeigt, was wir können“, verwies Bayer auf die Turniersiege in Günzburg (Jako-Hallencup), Marktoberdorf (Gewinn Ostallgäuer) und Neugablonz (Vorrundensieg zur Schwäbischen) und machte deutlich: „Wir gehören zu den acht besten Teams in ganz Schwaben. Der Titel wäre natürlich das Zuckerl gewesen.“

Vizetitel für SVK

Am Ende war Dauersieger Schwaben Augsburg dann doch eine Nummer zu groß für die Frauen der SpVgg Kaufbeuren. Sie sicherten sich in Günzburg bei der Endrunde den Vizetitel. Im Endspiel gab es eine 3:6-Niederlage gegen den Regionalligisten. „Schwaben hat, nachdem wir auf 3:3 herankamen, einen Lauf gehabt“, freute sich Coach Peter Berger dennoch über Rang zwei. „Sicherlich wäre heute mehr drin gewesen, allerdings war Schwaben auf einigen Positionen besser.“ Der letzte Finalsieg einer SVK-Frauenmannschaft liegt 23 Jahre zurück. 1995 gewann die Spielvereinigung mit 2:1 gegen die TSG Augsburg. In den Jahren 2008, 2009 und 2014 standen die Wertachstädter zwar jeweils im Endspiele, doch musste man sich wie heuer mit Platz zwei begnügen.

Zäher Beginn

Etwas holprig startete die SVK in das Turnier. Im Halbfinale musste Ligakontrahent DJK Pfersee Augsburg erst einmal aus dem Weg geräumt werden. Durch Tore von Emilia Kress und Kathrin Höfler stand Kaufbeuren im Endspiel. „Wir haben etwas gebraucht, um ins Turnier hineinzukommen“, sagte Lisa Höfler. Mit dem gleichen Ergebnis endete das erste Semifinale zwischen Schwaben Augsburg und dem TSV Ottobeuren. Dass Kaufbeuren am 17. Februar nun auch die Farben des Bezirks Schwaben bei der Bayerischen Futsalmeisterschaft in Wertingen vertreten soll, kam für Trainer und Mannschaft bei der Siegerehrung dann doch überraschend. „Normalerweise fährt ja nur der Erste dort hin, so war es zumindest in den letzten Jahren“, freut sich Höfler und blickt mit Spannung auf diesen Tag.

von Stefan Günter

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