Schwäbische Hallenfutsalmeisterschaft

Knapp gescheitert

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Schwäbischer Vizemeister 2017 ist der BSK Olympia Neugablonz.

Kaufbeuren/Günzburg – Der BSK Olympia Neugablonz hat den großen Coup nicht gelandet. Wie schon im vergangenen Jahr holten sich die Schmuckstädter bei der Endrunde zur schwäbischen Hallenfutsalmeisterschaft in Günzburg den Vizetitel. Im Finale musste sich der BSK diesmal dem Landesligisten Türkspor Augsburg sehr knapp mit 1:2 geschlagen geben. Im Vorjahr scheiterte Neugablonz noch an der DJK SV Ost Memmingen.

„Sicherlich ist die Enttäuschung so kurz nach dem Endspiel bei allen sehr groß. Wir haben aber im Finale eine sehr gute Note abgegeben. Doch wenn du durch nicht glückliche Schiedsrichterentscheidungen ins Hintertreffen gerätst, dann tut es mir im Nachgang für die Jungs einfach leid. Denn sie haben eine tolle Leistung erzielt“, lobt Cheftrainer Günter Bayer das beherzte Auftreten seiner Mannschaft bei der Endrunde. „Wir wären sehr gerne zur Bayerischen nach Nürnberg gefahren. Es wäre überhaupt nicht mit unserer Vorbereitung kollidiert. Ich bin aber überzeugt, dass Türkspor Augsburg den Bezirk Schwaben sehr gut vertreten wird.“

Packendes Duell

Das Finale war von Anfang an taktisch geprägt. Die Fuggerstädter hatten zwar optisch ihre Vorteile, der BSK aber die besseren Möglichkeiten. Kurz vor dem Ende haderte der Bezirksligist allerdings mit dem Unparteiischen Patrick Krettek. Zweimal pfiff er noch ein Stürmerfoul gegen Alexander Günter, der übrigens zum besten Turnierspieler gewählt wurde. Ein Sechsmeter brachte zwei Minuten vor Spielende Türkspor mit 1:0 durch Manuel Hiemer in Führung. Ein weiterer verwandelter Zehnmeter im Nachschuss von ihm brachte schon die Vorentscheidung. Kamil König konnte in der Schlussoffensive nur noch das 1:2 wenige Sekunden vor dem Abpfiff markieren.

„Es hat leider nicht ganz gereicht. Ich bin aber dennoch mächtig stolz: Wir haben den BSK wieder einmal hervorragend vertreten“, attestiert Günter Bayer den Jungs ein sportliches und diszipliniertes Verhalten. Mannschaft und Verein könne man nur gratulieren. Auch Vereinsboss Peter Seidel, der wie die Jahre zuvor das Team begleitete, findet lobende Worte: „Im Finale waren wir besser. Ich bin insgesamt auch nicht enttäuscht über den Auftritt. Wir haben super gespielt. Es ist sehr unglücklich für uns verlaufen. Sicherlich hängen jetzt die Köpfe, doch die Jungs können stolz auf sich sein.“

Positiv sieht BSK-Akteur Yakup Sevimli auch den Teamgeist in der Mannschaft, wenngleich er nach Turnierende betont: „Wir haben es leider selbst vermasselt. Es ist richtig bitter. Der zweite Platz ist zwar schön, bringt uns aber nichts.“ Auch Alexander Günter war die große Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Pech, richtig ist Pech ist das. Wir hätten es verdient gehabt, nach der tollen Leistung.“ Jeder Spieler habe 100 Prozent gegeben. Der 29-Jährige richtete zudem einen großen Dank an die mitgereisten Fans aus.

Super Auftakt

Schon beim ersten K.O.-Spiel gegen den SSV Glött drückte Neugablonz seinem Gegner den Stempel auf. Kamil König (9.) brachte Neugablonz mit 1:0 in Führung, ehe im zweiten Durchgang Alexander Günter (23.), erneut Kamil König (26.) und Mathias Franke (30.) den Weg für das Halbfinale ebneten. Parallel boxte sich Türkspor Augsburg gegen den Kreisligisten SV Holzkirchen erst nach Sechsmeterschießen durch. Während der Landesligist hier dem Ligakonkurrenten SV Egg a. d. Günz mit 7:1 in die Schranken wies, gab es den „Hallenklassiker“ zwischen dem BSK und dem SC Bubesheim. Neugablonz hatte sowohl beim Finale 2015 als auch ein Jahr später in der Vorschlussrunde die Nase vorn.

Neugablonz baute sich durch Tore von Alexander Günter (2.) und zweimal Mathias Franke (10. und 13.) eine komfortable 3:0-Führung aus, ehe Simon Hille noch vor dem Seitenwechsel den Anschlusstreffer erzielte. Drei Minuten vor Spielende erhöhte Yakup Sevimli auf 4:1. Bubesheim schaffte nur noch eine Ergebniskosmetik zum 4:2. „Wir haben das souverän heruntergespielt und sind verdientermaßen ins Endspiel gezogen“, so Coach Günter Bayer in seiner Bilanz. Übrigens: Nach der Hallenrunde steigt Neugablonz Anfang Februar wieder in die Vorbereitungsphase nach der Winterpause ein.

von Stefan Günter

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