Gefühlte Niederlage

Zwei verschenkte Punkte nach 2:2-Remis des BSK gegen Heimertingen

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Groß ist die Enttäuschung bei Torwart Marco Giese und Andreas Krishtal nach dem 2:2 gegen Heimertingen.

Kaufbeuren-Neugablonz – Frust und bittere Enttäuschung herrschte nach dem 2:2-Unentschieden des BSK Olympia Neugablonz bei seiner Heimpremiere in der Fußball-Bezirksliga-Süd gegen den FC Heimertingen. Dabei führten die Schmuckstädter bis kurz vor Ende mit 2:0, ehe der Unparteiische mit fragwürdigen Entscheidungen die Partie kippte.

„Es ist sehr schade, dass diese Mannschaft in der Zusammenstellung für ihren Kampfgeist und die Moral am Ende nicht belohnt wurde“, zeigte sich auch BSK-Cheftrainer Günter Bayer nach dem Schlusspfiff enttäuscht. Aufgrund des dezimierten Kaders stellte der BSK um. Marco Giese stand im Tor und Dennis Starowoit spielte im Feld. Die Anfangsminuten gehörten dem Gastgeber. Allein Benjamin Maier hatte drei hundertprozentige Chancen, die nicht im Netz landeten. So kam es, dass sich auch die Gäste mehr trauten, aber stets an Giese scheiterten. Groß war dann der Jubel, als BSK-Neuzugang Maximilian Nieberle nach einer Ecke durch Zoran Vrbanic die 1:0-Führung noch vor der Pause köpfte.

Nach dem Seitenwechsel sorgte der Schiedsrichter für seine erste Fehlentscheidung, als er den Heimertinger Kevin Mayer nach einem Foulspiel an Dzhan Karabash nur verwarnte. „Wenn ein Spieler alleine auf das Tor zuläuft und von hinten gefoult wird, ist das in der Regelauslegung nicht Gelb, sondern Rot“, schüttelt Bayer den Kopf. Neugablonz kämpfte, trotzte der Hitze und erspielte sich zahlreiche Chancen. In der 55. Minute traf Dzhan Karabash nach einer tollen Hereingabe durch Michael Herkommer zum 2:0. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit entschied der Unparteiische auf Strafstoß, weil Herkommer angeblich ein Foulspiel verursachte. Mit Gelb-Rot wurde er noch zudem des Feldes verwiesen. Die Unterallgäuer verkürzten auf 2:1. „Mir war klar, dass wir bei einem Anschlusstreffer Schwierigkeiten bekommen, weil die Mannschaft noch nicht gefestigt genug ist“, sagte Bayer in seiner Bilanz. 

Warum der Unparteiische acht Minuten lang nachspielen ließ, obwohl er fünf angezeigt hatte, war vielen ein Rätsel. Heimertingen bedankte sich mit dem 2:2 in der 97. Minute. „Jeder hat gekämpft und alles gegeben. Ich kann keinem Spieler einen Vorwurf machen. So einen Gegner musst du schlagen“, zeigt sich Kapitän Dennis Starowoit sehr enttäuscht. Derweil konnte sich Maximilian Nieberle nach dem Schlusspfiff nicht so richtig über seinen ersten Saisontreffer freuen. „Es überwiegt mehr die Enttäuschung. Ich hätte lieber die drei Punkte mitgenommen“, war es in seinen Augen eine gefühlte Niederlage.

Neugablonz muss schnell dieses Spiel abhaken, denn schon am Mittwoch, 8. August steht bereits das Viertelfinalspiel im Totopokal auf Kreisebene an. Dann tritt der Schmuckstädter auswärts beim TSV Buching an. Da die Personaldecke sehr dünn ist, wird Coach Bayer wieder eine schlagkräftige Mannschaft aus dem Hut zaubern müssen.

von Stefan Günter

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