Gelungene Premiere

Omid Safdari gewinnt Maximus-Cup in Prag

+
Roland Steinle, Präsident des Muay Thai Bayern (re.) und Betreuer Steffen Abrell freuen sich über die guten Platzierungen von Omid Safdari (2. v. li.) und Hakan Kircicek (li.).

Prag/Kaufbeuren – „Sie haben sich beide sehr angestrengt und am Ende alles gegeben“, so das positive Fazit von Roland Steinle, Präsident des Muay Thai Bayern, nach der fünften Auflage des Maximus-Cup in Prag. Der Lauinger begleitete die Kaufbeurer Muay Thai-Kämpfer Omid Safdari und Hakan Kircicek (beide Sugrib Gym) als Betreuer nach Tschechien. Beide kamen nicht mit leeren Händen nach Hause.

Für Kircicek war es der erste Auftritt auf internationaler Bühne. Im Limit bis 67 Kilogramm bestritt er seinen ersten Kampf im A-Pool. Sein Gegner war kein geringerer als Filip Gorol. Der Tscheche belegte im vergangenen Jahr bei der Europameisterschaft den dritten Platz. Hakan Kircicek verlor am Ende das Duell nach Punkten, was ihm die Bronzemedaille einbrachte. „Ich habe die erste Runde hergeschenkt. Ich bin zu spät aufgewacht. Leider hat es dann nicht gereicht“, ärgert sich Kircicek über seine Niederlage. Er sei im Vorfeld etwas aufgeregt gewesen, dennoch habe er die Atmosphäre und den Kampf genossen.

Dagegen hatte sein Stallkollege Omid Safdari einen perfekten Start ins Turnier. Im Halbfinalkampf legte er den Tschechen Lukas Frie durch einen gezielten Treffer bereits in Runde eins auf die Bretter. Um den Turniersieg in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm musste der amtierende deutsche Meister gegen den tschechischen Nationalkämpfer und Lokalmatador Dominik Tabor ran. Nachdem Safdari anfangs noch gewisse Probleme hatte, bekam er dann seinen Gegner immer mehr in den Griff. „Die Taktik ging in Teilen auf. Ich habe die erste Runde einfach etwas verschlafen“, so Safdari, der aber im weiteren Kampfverlauf seinen Gegner dominierte und letztendlich nach Punkten gewann. „Dass ich mit einem Turniersieg nach Hause komme, ist schon eine feine Sache. Die Schinderei hat sich gelohnt“, ergänzt er.

Glücklicherweise wurden sämtliche Kämpfe live im Internet übertragen. Heimtrainer Markus Lang, der nicht nach Prag fuhr, konnte hier seinen Schützlingen aus der Ferne zuschauen. „Ich bin mit beiden super zufrieden nach ihren Auftritten. Sie haben gekämpft und das Wichtigste: beide kehren mit Medaillen nach Hause“, freut sich der 41-Jährige über das tolle Abschneiden. Unterdessen will Muay Thai-Präsident Roland Steinle den Fokus der bayerischen Athleten mehr auf internationale Kämpfe richten. „Nur hier können wir uns entwickeln und bekommen somit auch gute Gegner“, sieht er sich gewissermaßen als Antreiber.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Warum sich Furkan Kircicek für den Chemnitzer FC entschieden hat
Kaufbeuren
Warum sich Furkan Kircicek für den Chemnitzer FC entschieden hat
Warum sich Furkan Kircicek für den Chemnitzer FC entschieden hat
Ju-Jutsukas kämpfen für Deutschland
Kaufbeuren
Ju-Jutsukas kämpfen für Deutschland
Ju-Jutsukas kämpfen für Deutschland

Kommentare