Gerechtes Unentschieden

Derby: BSK und Thalhofen teilen sich beim 1:1 die Punkte

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Ordentlich zur Sache ging es beim Bezirksliga-Duell zwischen dem BSK und FC Thalhofen.

Kaufbeuren-Neugablonz – Keinen Sieger hat das Derby zwischen dem BSK Olympia Neugablonz und dem FC Thalhofen in der Fußball-Bezirksliga-Süd hervorgebracht. Am Ende trennten sich beide Mannschaften 1:1, wobei beide Trainer mit dem Unentschieden absolut leben können.

Die rund 300 Zuschauer im Waldstadion erlebten ein taktisch geprägtes Spiel von beiden Mannschaften, mit wenigen technischen Feinheiten. Der BSK tat sich anfangs etwas schwer, wachte erst nach rund 20 Minuten auf. Thalhofen versteckte sich nicht. „Neugablonz hatte im ersten Abschnitt keine Ideen. Sie hatten zwar häufiger den Ball, wir aber die Abschlüsse“, bilanziert Gästecoach Florian Niemeyer, der in der 43. Minute mit ansehen musste, wie sein Team in Rückstand ging. Michael Uhrmann setzte sich auf der linken Seite durch, fackelte nicht lange, zog auf das gegnerische Tor. Schlussmann Lukas Kress wehrte zur Mitte ab, was BSK-Stürmer Benjamin Maier nutzte, um die Kugel zur 1:0-Führung ins Tor zu stochern. „Über das Gegentor in der ersten Halbzeit bin ich total verärgert. Wir hatten einen klaren Plan, den wir auch bis zum Gegentor ausgeführt haben“, macht Niemeyer deutlich. 

Nach dem Seitenwechsel trauten sich die Hausherren mehr. Sandro Reichert (54.) und Frederick Linke (56.) hatten die Möglichkeit die Führung auszubauen. Das rächte sich. Denn in der 62. Minute bekam Thalhofens Lukas Csauth einen Querpass im Fünfmeterraum an den Fuß und schob zum 1:1 ein. „Was mich im Nachhinein ärgert, dass wir es nicht geschafft haben, eine Führung nach Hause zu bringen“, kritisiert BSK-Trainer Günter Bayer. Nach einem wiederholten Foulspiel flog Thalhofens Kapitän Nico Beutel mit Gelb-Rot vom Platz, was Neugablonz dadurch beflügelte hier die Entscheidung herbeizurufen. Die Gäste standen aber sicher, während die Hausherren versuchten mit langen Bällen zu kontern. Doch wenige Minuten später vergab Dominik Dürr sogar die Großchance zur 2:1-Führung für den FC Thalhofen. „Den hält nicht jeder Torwart. Da haben wir die Klasse von Dennis Starowoit gesehen“, sagt Niemeyer in Richtung des erfahrenen BSK-Schlussmanns und Kapitän. „In der zweiten Halbzeit haben wir richtig gut dagegengehalten. Nach dem Platzverweis wurde es dann zur Abwehrschlacht. Doch das haben wir gut gemacht“, lobt Niemeyer den beherzten Auftritt seiner Mannschaft im Waldstadion. „Die Art und Weise, wie der BSK zuhause aufgelaufen ist, scheint, dass sie doch gehörigen Respekt vor uns gehabt haben.“ 

In keiner Weise unzufrieden ist Günter Bayer, der wie so oft mit Personalproblemen kämpfte. Seiner Meinung nach habe das Team gekämpft und alles gegeben. In die gleiche Kerbe schlägt auch sein Gegenüber. „Die Englische Woche hat mir Mut gemacht für die kommenden Aufgaben“, verweist Niemeyer bereits auf das Kellerduell gegen den FC Viktoria Buxheim am kommenden Samstag vor eigenem Publikum. Beide Mannschaften haben jeweils elf Punkte auf der Habenseite. Was dem FCT noch fehlt, ist der erste Heimsieg in der Spielzeit 2018/2019. „Diese Partie müssen wir gewinnen.“

Serie nicht gerissen

Derweil freut sich das BSK-Team über das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage. „Es war sehr wichtig, heute nicht verloren zu haben“, so Bayer. Mit 16 Punkten liegt Neugablonz derzeit auf Rang zehn, muss sich in den kommenden drei Spielen mit den Spitzenteams der Liga messen. „Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten“, betont Kapitän Starowoit und verweist auf die Duelle gegen Aufsteiger Türk­sport Königsbrunn (A), TV Bad Grönenbach (H) und Spitzenreiter VfB Durach (H). „Das ist ein knallhartes Programm. Jetzt wird sich zeigen, ob wir gefestigt genug sind. Vielleicht wachsen die Spieler ja gerade hier über sich hinaus“, so Günter Bayer abschließend.

von Stefan Günter

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