Nervenstärke des Favoriten

+
Schon ein gewohntes Bild bei der Vorrunde: Zum dritten Mal jubelt der BSK Olympia Neugablonz über seine Finalteilnahme in Günzburg.

Kaufbeuren – Der BSK Olympia Neugablonz hat sich zum dritten Mal in Folge für die Endrunde zur Schwäbischen Hallenfutsalmeisterschaft qualifiziert. Die Schmuckstädter gewannen am vergangenen Samstag das Vorrundenturnier in Neugablonz. Allerdings machte es der Vize-Bezirksmeister des Jahres 2016 richtig spannend.

Erst nach Sechsmeterschießen konnte der BSK die Sache gegen den VfB Durach eintüten. „Gratulation an die Mannschaft“, freut sich Coach Günter Bayer für seine Jungs. Allerdings hätte Neugablonz schon nach regulärer Spielzeit das Endspiel entscheiden müssen. „Das war völlig unnötig. Wir haben eine 2:0-Führung hergeschenkt“, bilanziert Bayer. Denn binnen einer Minute drehten die Oberallgäuer die Partie und machten ein 2:2. „Wir waren die bessere Mannschaft im Endspiel. Nach dem Ausgleich wollten wir noch den dritten Treffer landen. Das Sechsmeterschießen war und ist reine Glücksache“, resümiert BSK-Schlussmann Dennis Starowoit. Am Ende blieb Neugablonz seiner Favoritenrolle gerecht. Für Starowoit sei es kein einfacher Spaziergang gewesen. „Es wird auch für uns von Jahr zu Jahr schwerer. Die Gegner stellen sich auf uns ein. Sie kennen unsere Spielweise“, macht er deutlich. Mit Alexander Günter fehlte der Futsalspieler schlechthin. Mit der Bayernauswahl kickte er zeitgleich bei einem Ländervergleichskampf in Duisburg. Aus dem Ruhrpott schickte der 29-Jährige Glückwünsche per Whatsapp. „Ich freue mich riesig über den Erfolg.“

Auch BSK-Vereinschef Peter Seidel war nach Turnierende sehr erleichtert. „Sicherlich macht mich das stolz. Für uns, den BSK, ist das eine Ehre“, geizte er nicht mit lobenden Worten. „Wenn wir ausgeschieden wären, wäre das auch keine Enttäuschung.“

Mit einem 3:1-Sieg über den FC Blonhofen stellte Neugablonz die Weichen bereits im ersten Gruppenspiel fürs Halbfinale. Ein 2:2-Remis gegen den späteren Finalgegner Durach reichte dem BSK zum Gruppensieg. Coach Günter Bayer schonte einige angeschlagene Spieler. „Wenn du ein Turnier gewinnen willst, musst du jeden schlagen.“ Genau das nahm in der anderen Gruppe der SV Eggenthal mehr als wörtlich. Der Kreisligist überraschte durch einen 3:1-Auftaktsieg gegen die SpVgg Kaufbeuren. Dass auch noch der FC Türk Spor Kempten mit 2:1 bezwungen wurde, war für viele schon eine faustdicke Überraschung. Das Halbfinale war ihnen sicher. „Es war für uns zu diesem Zeitpunkt schon ein riesiger Erfolg. Das große Ziel wurde erreicht“, sagte Trainer Dominik Deli stolz. Mit Alexander Treml im Tor haben die Eggenthaler einen starken Rückhalt. Doch im Halbfinale war für den Kreisliga-Vertreter Endstation. Der VfB Durach war hier eine Nummer zu groß und siegte mit 3:1. „Unsere Spielweise, die Ballsicherheit und unser Umschaltspiel haben sich heute trotzdem bezahlt gemacht“, resümierte Deli.

Anders bei der SpVgg Kaufbeu­ren. Beim Gastgeber und Landesligisten lief an diesem Tag rein gar nichts zusammen. Der Auftaktniederlage gegen Eggenthal folgte noch eine weitere Pleite gegen Türk Spor Kempten (1:3), was das vorzeitige Aus bedeutete. „Wir sind schlecht ins Turnier gestartet. Wenn du zweimal verlierst, und zurecht viele Fehler machst, dann hast du es auch nicht verdient weiterzukommen“, spricht Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner klare Worte. Und auch Coach Christian Möller fügt hinzu: „Wir haben in unseren Aktionen zu sehr verhalten gespielt. Zudem war auch das Glück nicht auf unserer Seite. Es war einfach nicht unser Tag“.

Die Besten unter sich

Einen guten Tag brauchen indes die Neugablonzer, wenn sie am Samstag, 14. Januar bei der Endrunde zur Schwäbischen in Günzburg aufs Parkett gehen. „Dort ist für uns nur die Kür. Wenn wir das Halbfinale erreichen, wäre das schon eine feine Sache“, blickt Cheftrainer Günter Bayer auf die im Bezirk Schwaben bedeutungsvolle Finalrunde. „Blamieren wollen wir uns hier nicht“, hofft Vereinschef Peter Seidel insgeheim auf das Erreichen des Endspiels. „Wenn es nicht klappen sollte, wäre dies auch kein Beinbruch für uns.“

Derweil steht auch das Teilnehmerfeld fest: Mit dem TSV Dasing (Kreisklasse) und dem SV Holzkirchen (Kreisliga) setzten sich klassenniedrige Mannschaften sensationell durch. Aus der Bezirksliga konnten sich drei Teams qualifizieren – neben Neugablonz noch der SC Bubesheim und der SSV Glött. Aus der Landesliga-Süd lösten SV Egg a. d. Günz und Türkspor Augsburg die Tickets. Komplettiert wird das Achterfeld noch durch den TSV Schwabmünchen aus der Bayernliga. Auf wen der BSK im Viertelfinale trifft, stand bei Redaktionsschluss am Montag noch nicht fest.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Warum sich Furkan Kircicek für den Chemnitzer FC entschieden hat
Kaufbeuren
Warum sich Furkan Kircicek für den Chemnitzer FC entschieden hat
Warum sich Furkan Kircicek für den Chemnitzer FC entschieden hat
Podestplätze für zwei Kaufbeurer
Kaufbeuren
Podestplätze für zwei Kaufbeurer
Podestplätze für zwei Kaufbeurer
Ju-Jutsukas kämpfen für Deutschland
Kaufbeuren
Ju-Jutsukas kämpfen für Deutschland
Ju-Jutsukas kämpfen für Deutschland

Kommentare