Der Trainer im Kreisboten-Interview

Das harte Training zahlt sich aus

+
SG-Coach Christoph Spitschan.

Kaufbeuren – Die Handballer der Spielgemeinschaft Kaufbeuren-Neugablonz mischen weiterhin die Bezirksoberliga auf. Seit nunmehr sieben Partien ist der Aufsteiger ungeschlagen. Die letzte Niederlage kassierte die SG im November des vergangenen Jahres auswärts gegen Spitzenreiter Kempten-Kottern.

Auch nach der Weihnachtspause blieb man weiterhin in der Erfolgsspur, was aktuell Platz drei in der Tabelle bedeutet. Der Kreisbote unterhielt sich vor dem ersten Heimspiel im Jahr 2016 gegen den TV Bad Tölz mit Coach Christoph Spitschan.

Hat Sie die Leistung Ihrer Spieler nach den Duellen gegen Weilheim, Gröbenzell-Olching und Landsberg überrascht? 

Spitschan: Nein, eigentlich nicht. Wir haben über Weihnachten und Neujahr trainiert, um so auch die Spannung aufrecht zu erhalten. Es gab harte Trainingseinheiten. Schon in Weilheim konnte man es sehen, der Lauf wurde in Gröbenzell mit einem gerechten Unentschieden fortgesetzt. Gegen den Topfavoriten Landsberg, die aufsteigen wollen, hatten wir nichts zu verlieren. Die Jungs konnten befreit aufspielen. Sensationell gelang uns die Vorrundenrevanche. Die Mannschaft ist mental zusammengewachsen. Sie setzen ihre Trainingsakzente im Spiel hervorragend um. Die Neuzugänge harmonieren klasse mit der gesamten Mannschaft.

Der Sieg in Landsberg ist mehr als Balsam für die Seele? 

Spitschan: Die Mannschaft hatte bereits vor dem Spiel in der Kabine ein unglaubliches Feuer, ein Funkeln in den Augen. Sie waren bis in die Haarspitzen motiviert. Ich musste sie überhaupt nicht mehr motivieren. Sie hat es mit einem überzeugenden Sieg gezeigt.

Ist der Aufsteigerbonus der SG schon verbraucht?

Spitschan: In meinen Augen schon. Wir haben bereits gezeigt, auf welchem hohen Level wir Handball spielen. Daher unterschätzt uns wohl kein Team mehr. Wir haben uns durch die Leistungen einen Respekt erarbeitet.

Muss sich die SG nun ein neues Ziel stecken oder geht es weiterhin gegen den Abstieg? 

Spitschan: Mit dem Abstieg dürften wir zum jetzigen Zeitpunkt nichts zu tun haben. Wir schauen aber weiterhin von Spiel zu Spiel. Wir machen uns überhaupt keinen Gedanken über eine Platzierung. Im Endeffekt ist jeder Platz als fünfter oder sechster ein unglaublich tolles Ergebnis für uns. Als Aufsteiger hatten wir sowieso das Ziel, nicht abzusteigen.

Nach drei Auswärtsspielen folgt jetzt am Samstag, 30. Januar, wieder ein Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Bad Tölz. Wie schwer wird die Aufgabe? 

Spitschan: Auf uns wartet keine leichte Aufgabe. Bad Tölz ist ein sehr unangenehmer Gegner. Sie haben eine orthodoxe Spielweise. Es ist verdammt schwierig, gegen sie zu spielen. Sie brauchen als Tabellenvorletzter jeden Punkt.

Wie geht Ihre Mannschaft jetzt mit der Favoritenrolle um? 

Spitschan: Sicherlich ist es auch mal ganz schön. Das müssen die jungen Spieler auch lernen. Gegen Bad Tölz sind sie eben der Gejagte. Die Erwartungen an uns sind hoch. Wir wollen gewinnen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Stefan Günter

Übrigens: Das Heimspiel gegen den TV Bad Tölz wird am Samstag, den 30. Januar, um 17.30 Uhr in der Dreifachturnhalle in Neugablonz angepfiffen.

Auch interessant

Meistgelesen

Wiederaufstieg geschafft
Wiederaufstieg geschafft
Etappenziel erreicht
Etappenziel erreicht
Die Besten unter sich
Die Besten unter sich
Veränderungen wagen
Veränderungen wagen

Kommentare