Kantersieg

7:0 über die Lausitzer Füchse

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Zwei der sieben Tore gegen Weißwasser schoss Branden Gracel. Damit hat der ESVK die Rote Laterne am Dienstagabend an Crimmitschau abgegeben.

Kaufbeuren – Die Joker können doch noch siegen und Tore schießen, wie am Dienstagabend beim 7:0-Erfolg über die Lausitzer Füchse eindrucksvoll belegt. Denn nach einem guten Start in die Saison mit neun Punkten aus den ersten vier Spielen begann eine Durststrecke. Zuletzt elf Partien ohne Dreier.

In den Spielen vor der Länderspielpause setzte es ein 0:3-Heimniederlage gegen die Dresdner Eislöwen sowie eine deftige 6:0-Niederlage in Kassel. Doch der klare 7:0-Erfolg über die Lausitzer Füchse und vor allem wie er zustande kam, weckt Hoffnung auf eine erfolgreichere sportliche Zukunft in dieser Saison.

Aktuell sind die Joker nach 15 Spieltagen mit 16 Punkten und einem Torverhältnis von 33:45 auf Rang 13 der DEL2, punktgleich mit Rosenheim und Heilbronn.

Dresden einfach zu stark

Konnten die Kaufbeurer in den letzten Jahren den meistens favorisierten Eislöwen oftmals die Punkte abjagen, so dominierten die Sachsen dieses Match am Freitag nach Belieben. Die Joker fanden kein Rezept gegen die offensiv ausgerichteten Gäste, die vor allem im ersten Drittel die Joker vor 1537 Zuschauern regelrecht in ihr Drittel festnagelten. Die logische Folge war die Gästeführung. Mit der Schlusssekunde im ersten Abschnitt gelang Jeff Szwez der Ausgleich, doch nach Sichtung des Videomaterials entschied der Schiedsrichter auf kein Tor. Im zweiten Drittel entschärfte Torhüter Stefan Vajs noch einen Penalty, konnte aber später den zweiten Dresdner Treffer nicht verhindern. Spätestens nach dem 0:3 nach 50 Spielminuten war die Partie endgültig entschieden. Den Kaufbeurern gelang gegen die starke Gästemannschaft mit dem Ersatztorhüter nicht einmal ein Ehrentreffer.

Chancenlos auch in Kassel

Weiter ging es mit der Talfahrt am Sonntag beim amtierenden Meister in Kassel. Wieder kein Tor geschossen, aber deren sechs kassiert. Vor 3027 Zuschauern waren die Joker nur in der Strafzeitenstatistik vorne, 32 Strafminuten gegen den ESVK und nur zwei gegen die Huskies.

Lausitzer Füchse wurden zerlegt

Das dritte Spiel innerhalb von nur fünf Tagen fand am Dienstagabend gegen die Lausitzer Füchse am Berliner Platz statt. Immerhin fanden noch 1447 Zuschauer den Weg ins Stadion und sie wurden vom Auftritt der Joker überrascht und mit sieben Toren reichlich belohnt. Schon nach nur 13 Sekunden schoss Kapitän Sebastian Osterloh nach einer schönen Einzelaktion den ESVK in Führung. Kurz darauf fälschte ein Lausitzer Abwehrspieler einen Pass von Fröhlich ins eigene Tor zum 2:0 ab. Wieder in Überzahl erhöhte Michael Fröhlich mit einem Schlenzer ins Kreuzeck. Daraufhin wechselten die Gäste ihren Torhüter. Die wenigen Chancen der Lausitzer versiegten im Kaufbeurer Abwehrzentrum.

Die Joker blieben weiterhin spritzig und kampfstark und legten mit druckvollem Forechecking den Spielaufbau der Gäste lahm. Nun war es Simon Olsson, der in Überzahl das vierte Tor des Abends erzielte. Jetzt lagen die Nerven der Weißwasseraner blank, mit mehreren Verzögerungen beim Wechsel wollten sie den Spielfluss des ESVK unterbinden. Der gut und konsequent leitende Hauptschiedsrichter Hatz ahndete dies mit Strafminuten wegen Spielverzögerung. Zweimal traf nun Branden Gracel, jeweils auf Zuspiel von Olsson. Im letzten Drittel sorgte dann Michael Fröhlich mit seinem dritten Treffer für den hochverdienten 7:0-Endstand. Für den verletzten Anton Pertl spielte diesmal Junior Jonas Wolter, der sich gut in die Reihe mit Oppolzer und Ketterer einfügte.

Jokertrainer Andreas Brockmann zum Spiel: „Unser Forechecking war heute sehr gut, wir haben den Gegner keinen Aufbau machen lassen. Alle Spieler haben heute einen unglaublichen Job gemacht“.

DNL-Team startet ausgeglichen

Die ersten beiden Spieltage in der Hauptrunde der DNL sind absolviert. Dabei gab es einen 4:2 Sieg am Samstag und eine 1:2 Niederlage am Sonntag, jeweils gegen den Nachwuchs des EC Bad Tölz.

Im Samstagsmatch führten die Kaufbeurer durch Treffer von Julian Becher, Thomas Heger und John Boger. Die Tölzer kamen Anfang letztes Drittel dann noch einmal auf 3:2 heran, doch Tim Wohlgemuth erzielte sechs Minuten vor Spielende den 4:2 Siegtreffer in Überzahl.

Das zweite Spiel, ebenfalls vor 150 Besuchern, tags darauf verlief schon ausgeglichener. Zwar ging der ESVK durch Markus Lillich in der 38. Minute in Führung, musste aber im letzten Drittel zwei Treffer der Gäste in Unterzahl einstecken. Somit blieben drei Punkte aus zwei Spielen.

von Werner Mayr

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