Ehemaliger Kassier nun neuer Vorsitzender

HC Marktoberdorf: Auf Antoni folgt Kuhn

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Bernd Antoni (rechts) wünscht seinem Nachfolger Daniel Kuhn viel Erfolg als neuer Vorsitzender des HCM.

Marktoberdorf – Nach sieben Jahren an der Spitze des HC Marktoberdorf hat Bernd Antoni den Staffelstab an Daniel Kuhn übergeben. Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder den Heimertinger zu ihrem neuen Vorsitzenden. Dabei stand die Zukunft des Vereins sogar auf Messers Schneide.

„Einigen Vorstandskollegen ging das Ganze extrem ans Gemüt. Wir dachten sogar daran, den Verein aufzulösen“, erzählt Kuhn, dem es trotzdem ein besonderes Anliegen war, dass es mit dem HCM weitergeht. „Wir wollten das Hockey nicht sterben lassen. Schließlich sind wir der letzte Verein im Allgäu, der das Inlinehockey noch am Leben hält.“ Doch die jüngsten Querelen der vergangenen Wochen und Monate mit dem EV Allgäu Amigos sind noch immer nicht vergessen. Als Besitzer und Betreiber des Marktoberdorfer Eisstadions entzogen sie im vergangenen Jahr dem HCM die Nutzungsrechte für das Stadion am Mühlsteig (der Kreisbote berichtete mehrmals). So mussten die Punktspiele der Herren in der Landesliga-Süd in Pfronten ausgetragen werden. „Vielleicht werden wir nochmals auf die Amigos zugehen, dies werden wir jedoch innerhalb der Vorstandschaft ausgiebig diskutieren. Es sollten jedoch offene Gespräche ohne Vorbedingungen sein“, will Daniel Kuhn damit dem Wunsch einiger Eltern nachgehen. 

Ob es künftig zu einer Einigung kommt, muss auch der neue Vorsitzende erst einmal abwarten. „Unser Ziel ist es, in Marktoberdorf einen gesicherten Trainings- und Spielbetrieb für alle Altersklassen zu sichern“, verweist Kuhn auf viele andere Vereine, deren Ligabetrieb selbst in Turnhallen vonstatten gehen. „Das wollen wir vorantreiben und hoffen, hier eine Türe weit aufzumachen“, hofft er insbesondere auf die Unterstützung der Stadt Marktoberdorf. Der HCM wolle in Zukunft wieder heimisch werden. Dieser Plan stehe aktuell über allem, so Kuhn.

Aus sportlicher Sicht gibt es besonders für den Nachwuchs einen großen Einschnitt. Der Trainingsbetrieb soll zwar bleiben, doch eine Mannschaft wird für den Ligabetrieb in diesem Jahr nicht gemeldet. Die Laufschule und Trainingsgruppe stehen hier im Vordergrund. Der neue Jugendleiter Tobias Gaugenrieder (Hopfen am See) wird durch Alfred Eltrich, Markus Friedrich und Markus Güßbacher unterstützt.

Selbst die Frauen wollen ein Team für den ISHD-Pokal stellen. Die Herren starten wie schon im Vorjahr in der Landesliga-Süd. Die Heimpartien werden im Pfrontener Eisstadion über die Bühne gehen. „Sie empfangen uns dort mit offenen Armen. Das ist ein feiner Zug, dass wir dort spielen können“, macht der neue Vereinsvorsitzende deutlich. Nicht nur, dass er sich die Jahre zuvor als Kassier verantwortlich zeigte, bringt er auch in sportlicher Sicht jede Erfahrung in sein Amt mit hinein. Vor seiner Zeit beim HCM war er aktiver Spieler in Immenstadt, Leipzig und Memmingen.

von Stefan Günter

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