BSK verliert das Finale nach Sechsmeterschießen – Ehrungen für Spieler

Bayerischer Futsal-Vizemeister

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Der Bayerische Futsal-Vizemeister 2015: Bezirksligist BSK Olympia Neugablonz.

Kaufbeuren-Neugablonz – Es war ein Herzschlag-Finale, das seinesgleichen sucht: Der BSK Olympia Neugablonz stand ganz dicht davor, den Titel zu holen, doch im Sechsmeterschießen hatte Finalgegner FC Deisenhofen (Oberbayern) das Quäntchen mehr Glück auf seiner Seite und gewann am Ende mit 6:5.

Dabei hatte der Fußball-Bezirksligist aus der Schmuckstadt schon einen Matchball, allerdings zeigte Benjamin Maier Nerven und scheiterte ebenfalls wie sein Torwart Dennis Starowoit. 

„Natürlich bin ich etwas enttäuscht. Sechsmeterschießen ist wie eine Lotterie. Ich kann den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben“, ist BSK-Coach Rrust Miroci dennoch mächtig stolz auf sein Team. Seiner Meinung nach sei Neugablonz verdient im Finale gewesen. „Wenn man im Endspiel steht, willst du es natürlich auch gewinnen“. So richtig wusste der Übungsleiter nicht, ob er jetzt im Tal der Tränen steckt oder sich mächtig freuen soll. „Eines ist sicher: Wir haben Schwaben mustergültig vertreten und zwar bis zum Schluss“. 

Genau der Meinung ist auch BSK-Vereinschef Peter Seidel, der es sich nicht nehmen ließ, die weite Fahrt mit den zahlreichen Fans auf sich zu nehmen. „Selbstverständlich sind wir sehr stolz auf unsere Mannschaft. Die Jungs haben super gespielt und sich von Spiel zu Spiel gesteigert“. Für Mathias Franke (erfolgreichster Torschütze) und Dennis Starowoit (bester Torwart) gab es noch zwei weitere Auszeichnungen. 

Spannendes Finale 

Beide Mannschaften wollten in diesem alles entscheidenden Duell nichts anbrennen lassen. Erst in der 11. Spielminute gelang Mathias Franke auf Seiten der Neugablonzer die 1:0-Führung. Für den 23-Jährigen war es bis dato der fünfte Treffer in diesem Turnier. Doch Deisenhofen, der souverän seine Gruppenphase mit 9:0-Punkten und auch das Halbfinale gegen Grafenau mit 2:0 gewann, glich zwei Minuten später aus. 

Das Sechsmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Alles lief perfekt für den BSK, doch Benjamin Maier und Torwart Dennis Starowoit brachten die Kugel im Tor des Landesligisten nicht unter. Benjamin Maier war selbst bei der Fahrt nach Hause noch ziemlich bedrückt: „Natürlich bin ich enttäuscht, aber auch froh, dass wir überhaupt so weit im Turnier gekommen sind“. 

Freud und Leid waren auch bei Yakup Sevimli nah beisammen. „Wir sind sehr stolz, aber auch ziemlich traurig“, so seine erste Reaktion. „Ein Schuss mehr und wir hätten den Titel“. Für den 26-Jährigen sei das Ende sehr bitter ausgefallen. Allerdings räumte er ein, dass Deisenhofen spielerisch besser war. 

Auch Alexander Günter war nach Turnierende immer noch geknickt. „Das sind seelische Schmerzen. Wir waren nur einen Fingernagel breit vor der Sensation entfernt“. Doch in erster Linie stehe die Teamleistung im Vordergrund. „Was wir erreicht haben, wird einmalig bleiben in der Vereinsgeschichte. Günter wurde vor einem Jahr bei der Erstauflage der Bayerischen Futsal-Meisterschaften in Coburg mit der SpVgg Kaufbeuren am Ende vierter. Ein großes Kompliment richtete die gesamte Mannschaft an die mitgereisten Fans: „Sie haben eine wahnsinnige Stimmung gemacht, einfach gigantisch“, so der Tenor. 

Erster in der Gruppe 

Neugablonz begann das Turnier mit einem torlosen 0:0 gegen den Bezirksligisten aus Grafenau. Die mitgereisten BSK-Fans machten ordentlich Stimmung in der mit knapp 1000 Zuschauern gefüllten Arena. Obwohl die Schmuckstädter ein ordentliches Chancenplus hatten, wollte der Ball nicht über die Linie gehen. „Wir haben das Tor leider gegen einen guten Gegner nicht erzielt“, so Miroci nach dem Auftaktspiel. 

Besser lief es dann im zweiten Gruppenspiel gegen den SV Euerbach/Kützberg. Alexander Günter erzielte in der zweiten Minute gegen die Unterfranken die 1:0-Führung. Erneut hatte der BSK Chancen über Chancen, allerdings vergaben Martin Hennebach, Alexander Weber und erneut Alexander Günter. Für Rrust Miroci war es ein „Hallo-Wach-Sieg”: „Was uns in Günzburg ausgezeichnet hat, lassen wir noch vermissen“, haderte er noch mit den vielen liegen gelassenen Tormöglichkeiten. Neugablonz ließ kaum etwas zu und stand sicher in der Abwehr. 

Im alles entscheidenen letzten Gruppenspiel mussten die Schmuckstädter zum ersten Mal einem Rückstand hinterherlaufen. Dass der BSK dann ein 0:2 in ein siegreiches 4:2 ummünzte, bedeutete das Erreichen des Halbfinals. Allein Mathias Franke gelangen drei Treffer, Benjamin Maier steuerte ein Tor bei. „Die Jungs haben insbesondere in diesem Spiel Moral bewiesen und haben nach dem Rückstand mächtig aufgedreht“, war gerade diese Partie für Coach Rrust Miroci extrem nervenaufreibend. 

Krimi im Halbfinale 

In der Runde der letzten vier stand Neugablonz dem Gastgeber, dem Sportverein Raigering, gegenüber. Für die Schmuckstädter war es bis zum 3:1 eigentlich eine klare Ange- legenheit, doch die Oberpfälzer drehten die Partie und schafften noch das rettende 3:3. Im Sechsmeterschießen zeigte anfangs Alexander Weber Nerven. Sein Schuss knallte an die Latte. Weil Raigering zweimal nicht traf, allerdings Martin Hennebach, Mathias Franke und Alexander Günter die Kugel versenken konnten, standen sie somit im Finale. von Stefan Günter

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