Daniel Kuhn vom HC Marktoberdorf im Kreisbote-Interview

Gemischtes Fazit

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Daniel Kuhn: „Uns fehlt diese Saison das Glück“.

Marktoberdorf – Momentan ist Sommerpause beim Inlinehockey-Team der Allgäu Rangers. Die Marktoberdorfer kassierten bei ihrem letzten Spiel in der Regionalliga-Südost in Nürnberg eine deutliche 2:19-Klatsche. Absteigen können die Ostallgäuer nicht mehr. Erst am 17. und 23. September folgen die beiden letzten Saisonspiele, beide daheim gegen die Spitzenteams Pleystein Piranhas und Atting Wölfe. Der Kreisbote sprach mit Daniel Kuhn, geschäftsführender Vorstand des HC Marktoberdorf.

Herr Kuhn, nach zwölf absolvierten Partien sind nur acht Punkte auf der Habenseite, was den vorletzten Rang bedeutet. Wie lautet momentan Ihr Zwischenfazit?

Kuhn: Die Abgänge, die wir verkraften müssen, tun uns immer noch sehr weh. Das Mannschaftsgefüge passt aber, es herrscht im Team eine gute Chemie. Es gab zum Teil unglückliche Niederlagen, hier haben wir uns selbst geschlagen. Besonders gegen direkte Konkurrenten haben wir Punkte liegen gelassen.

In den letzten Partien war immer wieder von einem dezimierten Kader die Rede. Wo sind die Spieler?

Kuhn: Wir haben derzeit viele verletzte Spieler, die auch für die beiden restlichen Spiele nicht mehr zurückkommen werden. Besonders schmerzt natürlich der Ausfall unseres Toptorjägers Andre Aschenbrenner. Zusätzlich können wir nicht immer auf alle Spieler zurückgreifen, da einige in der Schichtarbeit sind.

Mit den Attinger Wölfen gibt es ein Team, das nach 13 Partien noch ohne Niederlage geblieben ist. Es gibt auch ein breites Mittelfeld. Wie stark bewerten sie heuer die Liga?

Kuhn: Bei den Ergebnissen musst du schon manchmal mit den Ohren schlackern. Auffallend ist deren Deutlichkeit. Ich denke schon, dass die Liga heuer stärker geworden ist. So laufen auch einige Ex-Nationalspieler auf.

Also gibt es in der Regionalliga-Südost doch eine zwei Klassengesellschaft?

Kuhn: Atting und Pleystein sind das Maß aller Dinge. Bei den anderen Teams kann jeder jeden bezwingen. Die Augsburger punkten, sind konsequent und haben Glück, was uns in dieser Saison leider fehlt.

Machen Sie sich schon jetzt Gedanken um die neue Saison 2018?

Kuhn: Wir planen schon lose, gerade was den Nachwuchs angeht. So denken wir darüber nach, ob wir im nächsten Jahr eine Jugendmannschaft melden, da einige Schüler altersbedingt rauskommen. Die Damen, die in Turnierform heuer die bayerische Meisterschaft geholt haben, werden 2018 weiterhin mit dabei sein. Jetzt gilt es aber noch zu klären, ob sie auch deutschlandweit an Turnieren teilnehmen. Ein Ligabetrieb ist für uns uninteressant.

Bleibt Robert Linke über die Saison hinaus Trainer der ersten Herrenmannschaft?

Kuhn: Ja, zum jetzigen Zeitpunkt kann ich nichts Gegenteiliges sagen.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute.

Das Interview führte Stefan Günter

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