SVK-Kapitän Benjamin Kleiner im Gespräch mit dem Kreisboten

Keine Angst vor der neuen Spielzeit

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Der SVK-Kapitän im Spiel gegen Memmingen.

Kaufbeuren – Im Interview mit dem Kreisboten spricht Benjamin Kleiner, Mannschaftskapitän der Spielvereinigung Kaufbeuren (SVK), über die vergangene Saison, die Konzentration in der Mannschaft und was selbst einen Mannschaftskapitän noch überraschen kann.

Knapp eine Woche nach dem Saisonfinale in der Fußball-Landesliga ist wieder Ruhe bei der SpVgg Kaufbeuren eingekehrt. Der Abstieg konnte im letzten Duell in Gerolfing mit einem Sieg vermieden werden. Für Herrenchef Thomas Neumann gibt es aktuell keine Verschnaufpause. Der 44-Jährige stellt aktuell schon das Team für die neue Spielzeit zusammen. Mit Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner zog der Kreisbote Bilanz einer Landesliga-Saison, die mit Höhen und Tiefen nicht hätte turbulenter sein können. 

Herr Kleiner, geben Sie der Aussage recht, dass es sich die SVK in diese Saison selber schwer gemacht hat? 

Kleiner: „Das kann ich bestätigen. Wir hatten etliche Phasen, wo wir uns als Team schwer getan haben. Wir haben einige Punkte liegen lassen, obwohl die Mannschaft spielerisch mitgehalten hat. Aber durch Unkonzentration haben wir viele Partien auch verloren“. 

Es war ein hartes Stück Arbeit. 45 Punkte mussten geholt werden, um die Relegationsplätze zu umgehen. Wie haben Sie die 34 Spieltage allgemein erlebt? 

Kleiner: „Ich persönlich habe die Landesliga-Saison als sehr starke Liga empfunden. Es gab harte und intensiv geführte Duelle, sowohl an der Tabellenspitze als auch im Tabellenkeller. Auch zum Schluss war ja alles eng beisammen. Dennoch hat es mir viel Spaß gemacht. Für die Mannschaft waren die 34 Partien aber sehr anstrengend“. 

War es nun doch eine stärkere BOL-Liga als viele meinten? 

Kleiner: „Das würde ich jetzt nicht so sagen. Das kann man auch nicht vergleichen. Es war eine gestandene Landesliga-Spielzeit mit deutlichen Verstärkungen bei den Mannschaften. Das hat man auch bei den einzelnen Partien gemerkt“. 

Haben sich am Ende dann doch die Favoriten durchgesetzt? 

Kleiner: „Definitiv. Mit Pipinsried und Raisting standen zum Ende die zwei besten Teams ganz vorne. Wir hatten insbesondere gegen diese beiden Mannschaften von der Spielanlage her intensive Duelle. Auch Illertissen gehörte zu den Stärksten der Liga“. 

Gab es für Sie bei den drei Absteigern eine besondere Überraschung? 

Kleiner: „Überraschend war für mich der Abstieg des TSV Mindelheim. Sie standen nach der Vorrunde noch klasse da. Mindelheim hat für mich tolle Einzelspieler in den Reihen. Diesen Abstieg hätte ich nicht erwartet“. 

Die offensiv ausgerichtet Spielweise brachte Kaufbeuren 58 Tore, nur sechs Mannschaften waren besser. Stimmt Sie das positiv? 

Kleiner: „Absolut. Wenn man nur sechs Teams vor sich hat, ist das voll okay. Wir haben in unseren Reihen spielerisch sehr gute Akteure. Ich glaube, wir hätten noch eine Vielzahl mehr an Toren erzielen können. Im Vorfeld der Saison haben wir gemeinsam mit unserem Coach Dragan Lazic diese Spielweise vorgenommen. Was uns in der Offensive gelungen ist, fehlte uns allerdings in der Defensive. Da hat in vielen Fällen der Schritt nach hinten doch gefehlt“. 

Es ist auffallend, dass Kaufbeuren zu den defensiv schlechtesten drei Teams der Liga zählt. Nur Durach (72) und Absteiger Königsbrunn (83) kassierten mehr Gegentore. An was muss die Mannschaft arbeiten? 

Kleiner: „Das stimmt mich als Abwehrchef nicht positiv. Es liegt an der ganzen Mannschaft. Alles müssen nach hinten mehr arbeiten. Wir müssen daran arbeiten, dass die Abläufe stimmen. Auch müssen wir konzentrierter zu Werke gehen, damit wir deutlich weniger Tore kassieren. Da gilt es den Hebel in der Vorbereitungsphase für die neue Saison anzusetzen. Ich bin mir aber sicher, wir bekommen das in Griff“. 

Der Altersdurchschnitt der SVK war mit 23 Jahren relativ jung. Wie haben sich Sontheimer, Zink, Meichelböck und Greif Ihrer Meinung nach entwickelt? 

Kleiner: „Alle vier Akteure sind Stammspieler. Sie haben sich toll entwickelt und super integriert. Das freut mich besonders, dass sich Jungs aus der Jugend heraus in der ersten Mannschaft präsentieren können und zum Team gehören. Christian Sontheimer hätten mit seinen 17 Jahren ja noch bei der A-Jugend spielen können. Alle machen einen klasse Job“. 

Die Saison ist nun knapp eine Woche vorbei. Was nehmen Sie mit in die neue Spielzeit 2013/ 2014? 

Kleiner: „Auf alle Fälle der tolle Zusammenhalt in der Mannschaft hat mich sehr positiv gestimmt. Das haben wir zum Schluss gemerkt, als es um etwas ging. Hätte mir jemand vor der Saison gesagt, dass wir 45 Punkte holen, ich hätte sofort unterschrieben. Wir brauchen keine Angst vor der neuen Spielzeit haben“. 

Herr Kleiner, wir danken für das Gespräch.

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