SVK-Trainer Jentzsch glaubt trotz Niederlagen an den Erfolg

Siegen verlernt man nicht

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Torwart Grund musste gegen den TSV Ottobeuren dreimal hinter sich greifen

Kaufbeuren – Fred Jentzsch stützt sich die Tage auf ein Zitat des verstorbenen Entertainers Joachim „Blacky“ Fuchsberger, der einmal sagte: „Nimm die Hürde, die vor einem steht und nicht die nächste.“ Der 49-jährige Cheftrainer des Fußball-Landesligisten Kaufbeuren steht gerade selbst vor einer enormen großen Hürde.

Nach dem 1:3 gegen Schlusslicht Ottobeuren haben sich die Wertachstädter noch tiefer in die Krise gebracht. Jentzsch glaube instinktiv an die Mannschaft. Er stand uns Rede und Antwort: 

Ist die SVK jetzt am Tiefpunkt in dieser Saison angekommen? 

Jentzsch: „Natürlich ist die Niederlage bitter, da wir gegen einen direkten Konkurrenten verloren haben. In den letzten Wochen gab es für uns stets ein auf und ab. Die Mannschaft hat sich jetzt gegen Ottobeuren überhaupt nicht hängen lassen. Aber es tut schon weh“. 

Die letzten fünf Spiele gegen Ottobeuren - dieses eingeschlossen - gingen verloren. Warum hat die Mannschaft gegen den TSV eine Blockade? 

Jentzsch: „Bis zur Pause waren wir die spielerisch bessere Mannschaft. Die Jungs haben gute Ansätze gezeigt. Auch sind wir nach dem Gegentor wieder zurückgekommen. Ich habe den Spielern in der Halbzeit gesagt, wer den nächsten Fehler in diesem Spiel macht, wird es verlieren. Und wir haben diesen Fehler leider gemacht. Otto- beurens Spielweise ist körperbetont. Sie spielen den einfachen Fußball. Mit Michael Aurbacher steht ein knapp zweiter Meter großer Hüne vorne drin, das ist schwer zu verteidigen. Wir haben kein Mittel gegen die simple Spielweise gefunden“. 

Der letzte Sieg liegt schon knapp zwei Monate zurück: Ein 3:0 in Mering. Wie kann die SVK das Siegen nur verlernt haben? 

Jentzsch: „Das Siegen verlernen kann man nicht. Aber gegen Mering haben wir ein hervorragendes Spiel gemacht. Hier konnte sich das Team für ihren Aufwand belohnen. Wir müssen unsere Chancen besser nutzen, damit wir auch in Führung gehen können. Sicherlich haben wir eine gewisse Verunsicherung in der Mannschaft. Derzeit klappt auch kein einziges Passspiel. Das hemmt gerade in so einer Situation. Wir müssen daran arbeiten. Ich bin aber überzeugt, dass wir den Erfolg haben werden.“ 

Können einige Spieler ihr Potential nicht abrufen? 

Jentzsch: „Es kommen leider nicht alle an ihr Leistungslimit heran. Dabei spielen auch einige Verletzungen eine große Rolle. Nicht alle Spieler sind auch zu hundertprozentig fit. Dazu kommt noch der Misserfolg dazu. Ich selbst habe jahrelang Fußball gespielt. Es ist bitter, wenn man viel investiert und am Ende mit leeren Händen dasteht. Da kannst du auch nicht befreit aufspielen. Wir müssen uns die Automatismen leider jede Woche selbst erarbeiten, während es bei Mannschaften, die den Erfolg haben, von selbst läuft“. 

Wie arg belastet dich als Trainer die prekäre Situation? 

Jentzsch: „Natürlich ist dies auch für mich als Coach belastend. Mich stellt die Situation in keinster Weise zufrieden. Auch ich muss Woche für Woche die Situation aufarbeiten und mit Ruhe die Sachen meistern. Ich muss vorweg gehen. Darüber hinaus ist es auch meine Aufgabe die Spieler anzutreiben. Ich war als Spieler ein Kämpfer und bin es auch als Trainer. Wir kommen zurück in die Erfolgsspur“. 

Was muss passieren, dass Kaufbeuren wieder in die Erfolgsspur zurückkommt?

Jentzsch: „Es ist eigentlich ganz einfach: Wir brauchen einen Sieg. Die Mannschaft trainiert sehr gut. Ich kann ihr überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie hängen sich in den Trainingseinheiten rein, haben Spaß und sind mit ernst bei den Einheiten dabei. Was auffällt sind unnötige Niederlagen, die wir kassiert haben, obwohl wir teilweise die bessere Mannschaft auf dem Platz waren.“ von Stefan Günter

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