Nachgefragt bei Tobias Bergmeier – Dritter der Deutschen Meisterschaft

Größter Traum Olympia

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Tobias Bergmeier (mit rotem Gürtel) in Aktion.

Aitrang – Es ist für Tobias Bergmeier ein großer Erfolg: Der 16-jährige Aitranger hat bei den Deutschen Judo-U18-Einzelmeisterschaften in Herne in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm die Bronzemedaille geholt (wir berichteten).

Für den Ausnahmesportler des TV Kaufbeuren ein weiterer Schritt, will er doch die sportliche Karriereleiter stetig bergauf schreiten. Bergmeier trainiert im Olympiastützpunkt München und im Regionalstützpunkt Kaufbeuren. Der Kreisbote sprach mit dem frisch gebackenen Dritten der Deutschen Judo-Meisterschaft. 

Was bedeutet Ihnen der dritte Platz? 

Bergmeier: „In erster Linie bin ich froh, dass ich es geschafft habe in den D/C-Kader zu kommen. Zudem habe ich meine Leistung untermauert, was für mich besonders wichtig ist.“ 

Wieviel Arbeit steckt hinter einem solchen Erfolg? 

Bergmeier: „Wir haben viermal die Woche in Großhadern trainiert. Selbst am Wochenende gab es mit meinem Heimtrainer Dieter Zimmermann noch Techniktraining, dazu noch Joggen gehen. Meinen Schwerpunkt habe ich auf Kraft und Geschwindigkeit gelegt. Somit hatte ich mehr Kondition für die Deutsche.“ 

Apropros Kondition: Sie mussten über die Trostrunde und haben alle Kämpfe gewonnen. War Ihre Ausdauer am Ende das Zünglein an der Waage? 

Bergmeier: „Ich denke schon. Nach dem verlorenen Kampf war ich schon etwas down. Aber das Gute in der Trostrunde ist, dass du von Kampf zu Kampf stärkere Gegner bekommst. Je mehr ich gefordert wurde, desto besser lief es für mich.“ 

Sie sind seit Januar dieses Jahres offiziell im Nationalkader. 

Bergmeier: „Das stimmt. Als kleines Kind wollte ich schon zu den Olympischen Spielen. Das ist mein größter Traum. Große internationale Turniere wie WM oder auch die EM sind natürlich auch meine sportlichen Ziele. Es ist ein super Gefühl, den Adler auf der Brust zu haben. Wirklich klasse!“ 

Können Sie das alles schon etwas realisieren? 

Bergmeier: „Die Zeit bis jetzt ist für mich rasend vergangen. Ich hatte bis dahin viele Lehrgänge, Turniere und Meisterschaften. Da geht ein Jahr immer schnell rum.” 

Es ist auch Ihr letztes Jahr in der Altersklasse U18. Welche Ziele haben Sie noch für 2015? 

Bergmeier: „Ich will weiter hoch hinaus. Auf internationaler Ebene stehen dieses Jahr die WM, EM und auch die Olympischen Jugendspiele an. Darauf arbeite ich hin. Ich möchte mich für irgendeinen Wettbewerb qualifizieren. Am nächsten Wochenende sind wir mit dem TVK in Jablonec bei einem internationalen Turnier. Dann folgt noch Bremen Master mit anschließendem Trainingscamp. Also der Terminkalender ist voll.“ 

Wie bekommen Sie Judo, Schule und Privatleben unter einen Hut? 

Bergmeier: „Das geht ganz einfach. Schwer ist das nicht, alles zu händeln. Meistens lerne ich in den Abendstunden. Strukturiert an die Sache herangehen, also auf die Zeit schauen ist hier ganz wichtig.”

Das Interview führte Stefan Günter

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