Ex-Vorstand des TSV Westendorf im Gespräch mit dem Kreisboten

Auszeichnung für Xaver Steiner

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Xaver Steiner scheidet aus der Vorstandsspitze des TSV Westendorf aus.

Westendorf – Jahrzehnte wirkte er beim TSV Westendorf mit: In den letzten 16 Jahren war Xaver Steiner zusammen mit Hubert Heiß an der Spitze des Vereins. Steiner hat sich aus dem Funktionärsleben zurückgezogen. Am 11. März feierte er seinen 65. Geburtstag.

Für sein Engagement und sein Werken beim TSV wurden er und sein Vize Hubert Heiß unlängst mit der Verdienstmedaille in Gold des Bayerischen Ringer-Verbandes ausgezeichnet. Stefan Günter sprach mit Xaver Steiner. 

Was waren die herausragendsten Momente für Sie? 

Steiner: „Ein Moment, den ich nicht vergessen werde, war der Aufstieg in die Bayernliga. Gegen Schonungen waren 800 Zuschauer in der Halle, sogar die politische Prominenz war mit dabei. Da haben wir es zum ersten Mal richtig krachen lassen. Unser erster Aufstieg in die 2. Bundesliga bleibt mir natürlich auch in bester Erinnerung. Da sind wir mit Karacho hoch und ohne einen Sieg gleich wieder abgestiegen. Ganz groß war für mich der Gewinn der Meisterschaft im Jahr 2013. Das war ein absolutes Topjahr für den TSV Westendorf.“

Abzutreten kam ja nicht von heute auf morgen. Sie sind doch noch im besten Alter für einen Funktionärsposten. 

Steiner: „Ich war doch vor meiner Funktion als Vorsitzender schon 30 Jahre lang in der Vorstandschaft des TSV Westendorf. Wir haben aber vieles erreicht: Zum Beispiel im Jahr 2012 unsere Trainingshalle mit eigenem Kraftraum. Bis es soweit war, haben wir schon kämpfen müssen. Das ringt dich dann doch etwas nieder. Ich wollte ja schon vor zwei Jahren aufhören, die Konstellation ließ es zu diesem Zeitpunkt nicht zu.“ 

Ihr Bruder Georg hat nun die Verantwortung – ihm zur Seite stehen Bernhard Hofmann als zweiter Vorsitzender und Thomas Stechele als Abteilungsleiter. Dann kann doch gar nichts schief gehen? 

Steiner: „Das war mir enorm wichtig. Wir haben im Vorfeld schon viele Gespräche geführt. Es hat sich dann herauskristallisiert, dass Georg den Vorsitzenden macht. Thomas Stechele wollte an der Mannschaft und an den Ringern dranbleiben, ist nun Abteilungsleiter und auch Bernhard Hofmann, einst Aktiver und Trainer unserer Ersten, hat sich bereit erklärt den Posten des zweiten Vorsitzender zu übernehmen.“ 

Sie schreiben dann die Erfolgsgeschichte des TSV Westendorf weiter? 

Steiner: „Absolut. Seit 2004 sind wir durchgehend in der 2. Bundesliga. Immer haben wir ein großes Wort mitgesprochen. Wir sind ein Dorfverein, das ist einmalig. Das hat uns auch der BRV-Präsident bestätigt. Dass es so weitergehen soll, liegt uns allen natürlich sehr am Herzen. Und wenn der TSV mal in die bayerische Oberliga müsste, dann wäre dies auch kein Beinbruch. Nur weiter runter sollte es dann nicht mehr gehen.“ 

Sie bleiben doch dem TSV weiter verbunden? 

Steiner: „Sicherlich. Aber ich werde mich nicht mehr einmischen. Wenn mein Rat gewünscht wird, stehe ich jederzeit zur Verfügung.“

Vielen Dank!

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