Eine Kabine geht auf Reisen

Auswärtsspiele sind für die ESVK-Betreuer ein logistischer Kraftakt

Mannschaftsleiter Manfred Meier verstaut vor jeder Auswärtsfahrt das komplette Equipment im Bus des ESVK.
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Mannschaftsleiter Manfred Meier verstaut vor jeder Auswärtsfahrt das komplette Equipment im Bus des ESVK.

Kaufbeuren – Rund 20.000 Kilometer sind die Mannschaften aus der DEL 2 jährlich auf den Autobahnen in Deutschland unterwegs. Zwar gehören die Mannschaftsbusse allesamt zur gehobenen Kategorie in ihrer Ausstattung, doch bringt jede Auswärtsfahrt zusätzliche Reisestrapazen mit sich. Weshalb, das berichtet Mannschaftsdienstleiter Manfred Meier.

Für den ESV Kaufbeuren geht es nach der Länderspielpause am Dienstag zum Auswärtsspiel, dann sind sie in Bad Nauheim zu Gast. Rund 440 Kilometer sind bis in die Kurstadt zu bewältigen und natürlich müssen auch Pausen und eventuelle verkehrsbedingte Verzögerungen in die Fahrzeitplanung mit einbezogen werden. „Die Planung dazu und auch die Bereitstellung des Busses wird bereits nach Erscheinen des offiziellen Terminplanes zusammen mit dem Busunternehmen erstellt, doch natürlich spricht man sich jeweils Anfang der Woche nochmals über Eventualitäten ab“, berichtet Meier über die Organisation. Zudem gibt es seit einigen Jahren von der DEL 2 die Maßgabe, dass die Gäste-Mannschaften zwei Stunden vor Spielbeginn am Spielort ankommen müssen.

Doch bevor der Mannschaftsbus abfährt, gibt es für das Betreuer-Team alle Hände voll zu tun. Da müssen mehrere Container mit Equipment, Schläger, Trinkflaschen verladen werden und auch ein Werkzeugkasten für kleinere Reparaturen vor Ort darf nicht fehlen. „Im Grunde genommen müssen wir die komplette Kabine einpacken, nur in abgespeckter Form“, sagt Meier, der beim Verladen jeden Winkel Stauraum voll ausnützen muss. Natürlich darf auch die Verpflegung im Bus nicht fehlen. „Gerade bei weiteren Auswärtsfahrten haben wir Essen an Bord, dass sich dann jeder Spieler bei Bedarf aufwärmen kann. Da hat jeder seinen eigenen Rhythmus was die Mahlzeiten vor einem Spiel betrifft“, erzählt Betreuer Armin Ratzesberger. Am Spielort angekommen gibt es auch feste Abläufe. „Während sich die Spieler ihrer ganz persönlichen Spielvorbereitung widmen, bereiten wir inzwischen unter anderem die Spielerbank vor“, berichtet Manni Meier.

Während sich die Mannschaft dann auf dem Eis aufwärmt können die Betreuer auch einmal kurzzeitig ausruhen. Während des Spiels müssen sie jedoch wieder voll konzentriert an der Bande stehen. Ist die Partie beendet gilt es, alles wieder im Bus zu verstauen. „Rund eine Stunde nach Spielende geht es wieder auf die Heimreise Richtung Allgäu, denn auch nach der Rückkehr ist der Arbeitstag für uns noch lange nicht beendet“, erzählt Meier. Denn zu Hause muss alles wieder auf seinen Platz zurück und die Wäsche mitsamt den Trikots wird noch in der Nacht gewaschen.

Ist der Arbeitstag mitten in der Nacht schließlich beendet, dann freuen sich Meier und die anderen Betreuer auch mal auf einen Schluck Bier, bevor man selbst ins ersehnte Bett kommt.

Thomas Schreiber

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