Konzentriert agieren

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Die Joker unter Trainer Mike Muller treffen zuhause auf den auswärts noch unbesiegten SC Riessersee.

Kaufbeuren – Sein zweites Heimspiel bestreitet der ESV Kaufbeuren an diesem Wochenende. Schon am Freitagabend treten die Joker auf eigenem Eis gegen den amtierenden Meister aus Bietigheim an.

Bis dahin hatten die Joker fünf Punkte aus vier Pflichtspielen gesammelt. Ärgerlich nach dem erfolgreichen ersten Spielwochenende, dass letzte Woche trotz enormen Einsatzes nur ein Punkt dazu kam. 

Einiges besser ist der am Sonntag antretende SC Riessersee gestartet. Nach seiner Niederlage im ersten Spiel mit 1:2 gegen die Lausitzer Füchse gewannen die heuer von Neutrainer Tim Regan betreuten Garmischer die folgenden drei Partien. Deshalb rangieren sie mit neun Punkten auf Rang vier. Auswärts sind sie durch die Erfolge in Frankfurt und Freiburg noch unbesiegt. 

Hier liegt momentan noch der große Unterschied zum ESVK. Während bei den Jokern das Überzahlspiel mit einer geringen Erfolgsquote von nur 7,7 Prozent noch im Argen liegt, sind die Garmischer in dieser Statistik ligaspitze. Aus 18 Überzahlsituationen gelangen ihnen fünf Treffer, was einer Quote von fast 28 Prozent entspricht. 

Dabei bietet sich den Werdenfelsern oft die Gelegenheit, da die Akteure mit Abstand die wenigste Zeit auf der Strafbank verbringen. Nur 8,5 Minuten pro Spiel stehen 22,3 Strafminuten der Joker gegenüber. 

Der SC Riessersee hat für die neue Saison seinen Kader gewaltig verändert. Insgesamt 13 Neuzugänge stehen im Team. Dabei wurden auch alle vier Kontingentspieler getauscht. 

Die neuen, allesamt Stürmer sind Mattias Beck aus Schweden, der mit fünf Treffern die Torschützenlisteder DEL 2 anführt, zum anderen die Kanadier Eric Johansson, Jesse Schultz und Louke Oakley. Der 26-jährige Oakley spielte schon vor zwei Jahren beim ESVK, letzte Saison stürmte er für den EV Regensburg in der Oberliga Süd. Vom ESVK wechselte diesen Sommer Tim Richter ins Werdenfelser Land. 

Spielbeginn ist am Sonntag um 18.30 Uhr in der Sparkassen Arena Kaufbeuren. Kann der ESVK diesmal konzentriert über sechzig Minuten agieren und sich möglichst von der Strafbank fern halten? 

DNL-Team mit zwei Heimspielen 

Am Samstag um 16 Uhr treffen die Kaufbeurer am Berliner Platz auf die Starbulls aus Rosenheim und am Sonntag steigt um 10.30 Uhr das nächste Heimspiel gegen den EC Bad Tölz. Als bisher noch ungeschlagenes Team gehen die Jungs von Trainer Juha Nokelainen von der Papierform her als Favorit in die Partien, doch keinesfalls werden die Gegner unterschätzt werden. Rosenheim hat bislang vier Punkte und Bad Tölz sieben Punkte. Das DNL-Team des ESVK ist nach sechs Spieltagen mit 25:13 Toren nicht nur ungeschlagen, sondern hat auch alle Partien gewonnen, davon gar fünf auswärts!

Aktuelle Stadionthematik 

Auch die Verantwortlichen der ESVK Spielbetriebs GmbH und des ESV Kaufbeuren e.V. haben von dem Vorstoß der Gruppe um Didi Hegen zum Bau eines neuen Eisstadions durch private Investoren erfahren. Die Möglichkeit, dass ein privater Geldgeber die Stadt Kaufbeuren deutlich entlastet und in ein DEL-fähiges Stadion investiert, begrüßen die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung. 

Im Hinblick auf die fortgeschrittene Planung sei „die Zeit der kritischste Faktor für eine neutrale Abwägung”. Sollte eine Investition möglich sein, müssen hier schnellstmöglich Daten vorliegen, damit alle Optionen für ein neues Stadion zum Beginn der Spielzeit 2017/18 gewahrt bleiben, so die Verantwortlichen. 

Eine Verzögerung der Inbetriebnahme des Neubaus und damit ein Ausfall einer oder mehrerer Spielzeiten sei „für die ESVK Spielbetriebs GmbH und des ESV Kaufbeuren e.V. absolut unvorstellbar und auch in keinster Weise tragbar”. 

Die Planung gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren ist derweil schon sehr weit fortgeschritten. „Auf Wünsche, Anregungen und Notwendigkeiten für den Spielbetrieb der ESVK Spielbetriebs GmbH und des ESV Kaufbeuren e.V. wurde sehr gut eingegangen und diese wurden, soweit realisierbar, auch so gut wie vollständig übernommen”, heißt es in der Presseerklärung. 

Am Dienstag teilten die Architekten des geplanten Neubaus mit, dass eine Erweiterung des Stadions für die Erfüllung des erforderlichen Punkte-Plans der DEL grundsätzlich gegeben sein wird, so die GmbH und der Verein.

von Werner Mayr/kb

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