Der ESVK gehört derzeit trotz einiger Ausfälle zu den erfolgreichsten Mannschaften in der DEL 2

Joker gewinnen mit Top-Leistung gegen Freiburg

Pfaffengut 2ESVK gegen Freiburg
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Vor dem eigenen Tor räumt Verteidiger Denis Pfaffengut gegen Simon Danner auf.

Kaufbeuren – Der ESV Kaufbeuren hat im Heimspiel gegen den EHC Freiburg sofort die richtige Antwort auf die 2:6-Niederlage in Crimmitschau gegeben und den bisherigen Tabellenzweiten mit 4:1 auf die Heimreise geschickt. Mit diesem Erfolg hat der ESVK den sechsten Platz weiter gefestigt. Der Abstand auf Platz vier, der in den Play-Offs zu einem zusätzlichen Heimrecht führen würde, ist derzeit nur noch fünf Punkte entfernt.

Zur allgemeinen positiven Entwicklung des ESV Kaufbeuren in den letzten Wochen passte die Niederlage in Crimmitschau gar nicht ins Bild. Doch das 2:6 bei den Eispiraten war sicher mehreren Umständen geschuldet. Zum einen waren es wohl die berühmten „Bus-Beine“ nach der langen Anfahrt und natürlich machte sich auch das Fehlen der beiden Top-Torjäger John Lammers und Sami Blomqvist bemerkbar. Dennoch leisteten sich die Joker im Startdrittel einfach zu viele Fehler, die mit einem klaren 4:0-Rückstand nach 20 Spielminuten quittiert wurden. Ein völlig anderes Gesicht zeigten die Joker ab dem zweiten Drittel. Die Mannschaft erspielte sich Chance um Chance, doch spätestens jetzt machte sich das Fehlen der beiden Torjäger mehr als bemerkbar. Zwar wurde das Kaufbeurer Spiel durch die beiden Anschlusstreffer von Florian Thomas und Tyler Spurgeon noch einmal mit Hoffnung geladen, doch war das berühmte Momentum im letzten Drittel nicht mehr auf Seiten der Joker. „Das war nicht der Start, den wir uns vorgestellt haben. Wir haben in der ersten Pause ein paar taktische Umstellungen gemacht, die uns dann deutlich besser ins Spiel brachten, aber auswärts musst du einfach 60 Minuten gut spielen, sonst kannst du nichts holen“, fasste ESVK-Trainer Rob Pallin die Niederlage zusammen.

60 Minuten gutes und konzentriertes Eishockey sah der Kaufbeurer Trainer dagegen am Samstagabend von seiner Mannschaft. Beim 4:1-Sieg gegen die Wölfe aus Freiburg zeigte die Joker eine der stärksten Saisonleistungen und das gegen ein Team, das zuvor 18 Spiele in Serie gepunktet hatte. „Im Moment müssen wir uns vor keiner Mannschaft fürchten und können jeden schlagen“, sagte Stürmer Fabian Voit. Jedoch sahen beide Trainer ein sehr schnelles und ausgeglichenes Spiel, bei dem die Specialteams diesmal den Ausschlag gegeben hatten. Der ESVK erzielte dabei drei von vier Toren bei eigener Überzahl und ließ gegen das beste Powerplay der Liga keinen Gegentreffer zu. „Wir haben heute sehr effizient gespielt, ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte Pallin, der durch weitere Ausfälle nur noch neun Stürmer zur Verfügung hatte. „Wir sind alle fit, da kann man schon mal mit drei Reihen spielen und den einen oder anderen Ausfall kompensieren“, so Voit, der inzwischen in der DEL 2 richtig angekommen und für das Spiel der Joker eine Bereicherung ist.

Unverändert lang ist dagegen die Liste der Spieler, die auf Grund von Verletzungen und Krankheit gegen Freiburg am Samstag nicht zur Verfügung standen. Neben den beiden Torhütern Stefan Vajs und Maximilian Meier war die Ausfallliste mit Markus Schweiger, Jan Bednar, Sami Blomqvist, Max Lukes und Joey Lewis auf insgesamt sieben Spieler angewachsen. Umso beachtlicher war die Leistung, dass man mit einem dezimierten Kader dem EHC Freiburg nicht nur Paroli bieten konnte, sondern am Ende auch die Punkte in Kaufbeuren behalten konnte. Nach der Partie am Montag gegen die Bietigheim Steelers haben die Joker nun ein paar Tage Luft, ehe es am Freitag zu den Löwen nach Frankfurt geht. Den Anschluss dieser Woche bildet am Sonntag um 17 Uhr das Heimspiel gegen Bad Nauheim.

Aktuelle Berichte und Stimmen zum Spiel gibt es wie gewohnt unter www.kreisbote.de/lokalsport.

von Thomas Schreiber

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