ESVK unter den vier Besten

Joker im Halbfinale

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Max Schäffler erzielte für den ESVK das goldene Tor in der Verlängerung.

Kaufbeuren – Das dritte Match in Kaufbeuren und insgesamt das fünfte Aufeinandertreffen der beiden Viertelfinalisten ESVK gegen Bad Nauheim endete mit dem vierten Sieg der Joker. Wie schon letzte Saison gelang es Trainer Andreas Brockmann wieder, das Team unter die vier Besten der DEL2 zu führen.

Hochspannung im fünften Match

Vor 3100 Zuschauern in der restlos ausverkauften „erdgas schwaben arena“ dauerte es bis zur 76. Minute, ehe in dieser Verlängerung das einzige und spielentscheidende Tor fiel.

Ohne den verletzten Florin Ketterer und auch ohne Florian Thomas gingen die Joker ins Spiel. Diesmal war Tim Wohlgemuth mit von der Partie. Der Auftakt war vielversprechend, schon nach 44 Sekunden hämmerte Joey Lewis den Puck an die Lattenunterkante und die Fans jubelten. Doch zu früh gefreut, mittels des Videobeweises gaben die Schiedsrichter korrekterweise den Treffer nicht, da der Puck von der Torlatte nach vorne wegsprang. Danach hatten die Roten Teufel mehr vom Spiel und verstärkten diesen Eindruck auch durch einen satten Pfostenschuss. Daraufhin nahm ESVK-Coach Brockmann auch eine Auszeit. Doch der Druck der Nauheimer hielt an, das erste Drittel konnte torlos beendet werden. Nach Wiederbeginn wirkten die Roten Teufel weiterhin druckvoller und gefährlicher. Doch die Abwehr der Joker mit einem überragenden Torhüter Stefan Vajs hielt dicht. Im letzten Drittel spielten beide Teams defensiv und legten verstärkt Wert auf Torsicherung. Deshalb boten sich nur wenige Chancen.

Max Schäffler bricht den Bann

So musste schon das dritte Mal in dieser Viertelfinalserie der Sieger durch eine Verlängerung ermittelt werden. Jetzt häuften sich auf beiden Seiten die Torchancen, doch Tore wollten nicht fallen. Bis zur 76. Minute, da startete Christoph Kiefersauer durch, doch sein Schuss prallte an Torhüter Bick ab und der mit gelaufene Max Schäffler wollte den Nachschuss, wurde aber regelwidrig daran gehindert. Der Hauptschiedsrichter zeigte sofort auf Penalty. Max Schäffler verwandelte souverän zum 1:0-Siegtreffer. Die Fans feierten nach dem Einzug ins Halbfinale frenetisch das ESVK-Team mit seinem Trainer Brockmann.

Wie geht es weiter?

Sicher ist die Halbfinalteilnahme mit dem Start diesen Donnerstag. Durch sind bis jetzt der SC Bietigheim und auch die Frankfurter Löwen. Der SC Riessersee muss sich am Dienstagabend zuhause in Spiel Sieben erst noch gegen den ETC Crimmitschau durchsetzten.

Auf jeden Fall beginnen die Joker am Donnerstag mit einem Auswärtsspiel. Entweder beim SC Riessersee oder aber bei deren eventuellen Ausscheiden bei den Frankfurter Löwen.

Am Samstagabend findet das erste Heimspiel in Kaufbeuren statt. Der freie Kartenverkauf findet am Mittwoch von 17 bis 19 Uhr an den an den Kassen 1 und 2 auf dem Vorplatz der „erdgas schwaben arena“ statt. Online-Tickets sind ebenfalls ab Mittwoch ab 17 Uhr zu erwerben. Beim Vorverkauf zum letzten Heimspiel dauerte es gerade einmal 61 Minuten, ehe alle Tickets verkauft waren.

DNL-Team nur noch drittklassig

Letztes Jahr noch im Kampf gegen Iserlohn um die Endrundenteilnahme um die Deutsche Meisterschaft, diese Saison zweimal abgestiegen. Das heißt, dass der ESVK nächste Saison in der neugegründeten Division III der DNL antreten wird.

Der ESVK stand schon vor den letzten beiden Spielen mit dem Rücken zur Wand, sprich er war auf Schützenhilfe der anderen Klubs angewiesen. Diese Schützenhilfe fand leider nicht statt, so nützten auch die beiden Heimsiege des ESVK nichts mehr.

Am Samstag besiegten die Kaufbeurer den EV Füssen mit 6:1 Toren. Im letzten Match der Saison bezwangen die Kaufbeu­rer am Sonntag die Jungs aus Weißwasser mit 8:5.

In der Abschlusstabelle belegt der ESVK mit acht Punkten den dritten Rang, vor dem Letztplatzierten aus Weißwasser. Rang Eins belegen die Jungs aus Garmisch vor dem Zweiten aus Füssen. Diese beiden Klubs haben somit die Berechtigung, nächste Saison in der Division II zu spielen, während der ESVK absteigen muss.

von Werner Mayr

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