ESVK mit Niederlagen gegen Starbulls Rosenheim und Landshut

Zwei starke Drittel reichen nicht

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ESVK-Trainer Uli Egen sah einen zwei Drittel dominierenden ESVK, doch habe man es versäumt, die Tore im Powerplay zu machen, was Landshut dann vorgemacht habe.

Kaufbeuren – Noch drei Spiele, dann ist erstmal Länderspielpause. Auf diese Auszeit in der DEL 2 warten die Kaufbeurer Verantwortlichen sehnlichst. Denn dann sollen, wenn alles nach Plan läuft, alle verletzten Akteure ins Team zurückkehren und damit hoffentlich auch wieder der Erfolg einkehren.

Wenn sich auch noch beim Kooperationspartner Straubing Tigers in der DEL die Personalsituation entspannen sollte, könnte Uli Egen dauerhaft auf die jungen Stefan Loibl und Manuel Wiederer zurückgreifen. Bis dahin heißt es durchhalten. Mittlerweile sind 13 Spieltage vorbei und der ESVK leuchtet mit der roten Laterne. Am Freitag gab es in Rosenheim ein 4:1 und gegen Landshut folgte mit 3:6 die zweite Niederlage. 

Landshut eine harte Nuss 

Ein Spiel mit mehreren Gesichtern. Ein erstes Drittel mit total überlegenem ESVK, gutes Aufbauspiel, schnell vorgetragene Angriffe, einfach begeisternd, mit einer verdienten 3:1-Führung durch Treffer von Snetsinger, Menge und Loibl. Der zweite Abschnitt mit stärker werdenden Gästen, doch die Joker gingen mit einer 3:2-Führung in die zweite Pause. Das letzte Drittel, eine Katastrophe, man ließ die Landshuter ihr Spiel machen, kein energisches Aufbäumen der Joker mehr. Dazu wurde Torhüter Stefan Vajs schmerzlich vermisst, sein Stellvertreter, der junge Thorsten Knorr war überfordert und so kamen die Gäste ohne herausgespielte Chancen noch zu einem lockeren 6:3-Erfolg vor 1645 Zuschauern. 

Freitag ohne Erfolgserlebnis 

Trotz gutem Spiel kehrten die Joker mit leeren Händen aus Rosenheim zurück. Beim Tabellenzweiten gab es vor 2112 Zuschauern im Kathrein Stadion am Ende nichts zu holen. Lange Zeit war das Team von Uli Egen ein ebenbürtiger Gegner des favorisierten Tabellenzweiten. Schon in der vierten Minute fälschte Max Schmidle in Überzahl einen Schuss von Daniel Menge unhaltbar zur Kaufbeurer Führung ab. Diesen Vorsprung hielten die Joker, bei denen diesmal DNL-Keeper Thorsten Knorr das Gehäuse hütete, bis zur 27. Minute. Dann kam es hart. Dreimal trafen die Starbulls in diesem zweiten Drittel und legten so den Grundstein zum Erfolg. Das 4:1 war dann noch ein Empty-Net-Goal. 

Freitag kommen Towerstars 

Schon am Freitag ist wieder Eishockey in der Sparkassen-Arena angesagt. Ab 19.30 Uhr treffen die Joker im schwäbischen Derby auf die Towerstars aus Ravensburg. Beim Auswärtsmatch verloren die Kaufbeurer vor drei Wochen sehr knapp mit 3:2 Toren. Diesmal soll die Revanche folgen. Gemessen an ihren Saisonprognosen müssen die Oberschwaben zum jetzigen Zeitpunkt auch kleinere Brötchen backen. Nur 20 Punkte bedeuten Rang zehn. Trainer Daniel Naud beklagt die nötige Konsequenz und Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Gleich sechs Auswärtsniederlagen in Folge brachten den Towerstars den Rutsch in die unteren Tabellenregionen ein, zuletzt beim SC Riessersee mit 2:0 Toren. Doch die Ursache, warum die Spieler trotz solidem Spiel meistens am Ende ohne Erfolg das Eis verlassen müssen, ist fragwürdig. Somit treffen am Freitag am Berliner Platz zwei Teams aufeinander, welche nach längerer Durststrecke, wieder heiß auf einen Erfolg sind. Im Team der Towerstars spielen die letztjährigen Joker Maury Edwards, Philipp dePaly und Hans Detsch. Stark sind die Ravensburger in Unterzahl, sie weisen mit 89 Prozent die beste Abwehrquote der Liga auf. 

DNL-Team bezwingt Spitzenreiter 

Die Formkurve der Kaufbeurer Youngsters stimmt und geht stetig nach oben. Mit dem 4:3 Sieg nach Penalty-Schießen über den Tabellenführer aus Bad Tölz haben die Kaufbeurer am Samstag somit schon vorzeitig die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde der DNL geschafft. Vor 151 Zuschauern ging der ESVK durch Thomas Heger in der 21. Minute in Führung. Im torreichen zweiten Drittel traf dann noch Lukas Gohlke, doch die Gäste aus dem Isarwinkel schlugen gleich dreimal zu und führten nun mit 3:4 Toren bis 27 Sekunden vor Ende der Partie. Hier traf Daniel Pfaffengut zum umjubelten Ausgleich. Nach der torlosen Verlängerung sorgte Lukas Gohlke mit seinem verwandelten Penalty für den tollen Erfolg. Am vergangenen Sonntag folgte der zweite Streich. Beim Tabellenletzten Augsburger EV setzten sich die Kaufbeurer mittels Treffer von Jonas Lautenbacher und Thomas Heger mit 2:1 durch und sind damit schon Tabellendritter. von Werner Mayr

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