ESVK trifft nun auf Ravensburg

Joker stehen im Halbfinale

+
Der ESVK zieht erneut in das DEL2-Halbfinale ein.

Kaufbeuren – Dank zweier Siege über die Lausitzer Füchse am Wochenende erkämpften die Kaufbeurer Joker den Einzug in das Halbfinale. Gegner sind dort die Ravensburger Towerstars.

Den Grundstein für das erfolgreiche Wochenende legten die Joker schon am Freitagabend mit dem 3:2-Auswärtssieg nach Verlängerung in Weißwasser. Die Krönung folgte dann am Sonntag mit einen 4:1-Sieg nach beeindruckender Leistung in der ausverkauften erdgas schwaben arena.

Joker drehen die Serie

Wichtig war dabei der Auswärtserfolg am Freitag in Weißwasser, der erst das siebte und entscheidende Spiel in Kaufbeu­ren ermöglichte. Beim ESVK fehlte der erkrankte Joey Lewis und da Stürmer Marvin Schmid ebenfalls nicht einsatzfähig war, beorderte Trainer Brockmann Verteidiger Daniel Haase in den Sturm. Die Gastgeber mussten auf Stürmer Feodor Boiarchinov verzichten, der wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping Ordnung der DEL2 verstoßen hatte und nun mit einer sechsmonatigen Sperre belegt wurde.

ESVK-Kapitän Jere Laaksonen war es, der gleich den ersten Angriff der Joker mit der 0:1-Führung abschloss. Das wirkte wie ein Weckruf für die Lausitzer Füchse, die nun mit enorm viel Tempo und Druck das Kaufbeu­rer Gehäuse berannten. Der Erfolg stellte sich mittels zweier Treffer noch im ersten Drittel ein.

Auch im zweiten Durchgang das gleiche Bild, die Füchse berannten das Tor von Stefan ­Vajs und die Joker besannen sich auf Konter. Torlos endete dieses Drittel. Gleich nach Wiederbeginn eroberte Jere Laaksonen am gegnerischen Gehäuse den Puck und schoss zum 2:2-Ausgleich ein. Trotz Bemühungen auf beiden Seiten fiel in der regulären Spielzeit kein Treffer mehr und wieder einmal musste die Verlängerung den Sieger bringen.

Die erste dicke Chance hatten die Gastgeber, als Jeff Hayes an den Pfosten schoss. Zielsicherer war vier Minuten später ESVK-Stürmer Sami Blomqvist, der im Nachschuss die Scheibe vorbei an Füchse-Torhüter Maximilian Franzreb im Kasten zum 2:3-Endstand versenkte. Die Füchse scheiterten zuhause außer an Torhüter Stefan Vajs vor allem an ihrem schwachen Überzahlspiel, denn bei einer Strafen-Verteilung von zwei zu zwölf Minuten zu ihren Gunsten brachten sie keinen Treffer zustande.

Joker mit Matchball

Dass die Kaufbeurer Joker unbedingt den letzten Sieg in dieser Serie einfahren wollten, sahen die 3100 Zuschauer am Sonntagabend. Von der ersten Minute an rissen sie das Spiel an sich und mit unerhörtem Kampfgeist dominierten sie während des ganzen Spieles.

Branden Gracel und Sami Blomqvist sorgten für eine 2:0-Führung zur ersten Pause. Jere Laaksonen sorgte dann in Überzahl nach 23 Minuten für den nächsten Treffer. Die Kaufbeurer wirbelten weiter, etliche Pfosten und Lattentreffer verhinderten eine frühzeitige höhere Führung. Das einzige Gegentor fiel erst nach 57 Minuten in Unterzahl. Als die Füchse dann kurz vor Ende ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen, traf Philipp Messing zum 4:1-Endstand. Die Halle bebte und die begeisternden Zuschauer feierten noch lange nach Spielschluss ihren erfolgreichen ESVK.

ESVK-Trainer Andreas Brockmann: „Unser Schlüssel zum Erfolg war, dass wir die Lausitzer immer unter Druck gesetzt haben. Wir haben extrem viel Energie gehabt und die Jungs waren heiß. Das Team hat in dieser Serie unglaublich viel geleistet und ist nach einem 1:3-Rückstand in der Serie eindrucksvoll zurückgekommen!“

Durch diesen vierten Sieg im Viertelfinale ziehen die Kaufbeurer unter Trainer Andreas Brockmann zum dritten Mal in Folge in das Halbfinale der DEL2 ein. Da die Bietigheim Steelers ihre Serie gegen die Dresdner Eislöwen verloren haben, treffen die Joker nun auf Ravensburg.

Das erste Match ist bereits am Mittwochabend in Ravensburg. Während die Oberschwaben schon seit einer Woche in Wartestellung sind, müssen die Joker direkt weiter ins nächste Spiel, was aber oft keinesfalls ein Nachteil sein muss, denn der Rhythmus bleibt dabei eher erhalten.

Freitag Halbfinale zuhause

Weiter geht es für die Joker dann am Freitag um 19.30 Uhr in der erdgas schwaben arena mit dem ersten Heimspiel der Best of Seven-Serie.

von Werner Mayr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

In die Winterpause geschickt – das sagen Spieler und Trainer
Kaufbeuren
In die Winterpause geschickt – das sagen Spieler und Trainer
In die Winterpause geschickt – das sagen Spieler und Trainer

Kommentare