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Doppeltes Saison-Aus beim ESVK

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Von: Thomas Schreiber

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ESV Kaufbeuren Spielerenttäuscht an der Bande
Niedergeschlagen und enttäuscht waren die Spieler der U20 Mannschaft, nach dem Ausscheiden gegen die Eisbären Berlin. © Thomas Schreiber

Landkreis – Es war für den ESV Kaufbeuren ein Wochenende der Enttäuschungen, denn für die erste Mannschaft in der DEL2, sowie auch die U20 Mannschaft ist die Saison nun beendet. Die Joker hatten am Freitag gegen Freiburg auch die zweite Partie knapp mit 3:2 in der Verlängerung verloren und somit auch die „Best-of-Three“-Serie. Pech hatte auch der Nachwuchs des ESVK, denn im Halbfinale der Deutschen Nachwuchsliga unterlag das Team im eigenen Stadion den Eisbären Juniors mit 3:4 Toren.

„Das war insgesamt eine gute, schnelle und sehr enge Serie die wir leider knapp verloren haben. Doch ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Trainer Tray Tuomie rückblickend, nachdem er eine Nacht darüber geschlafen hatte. Dabei begann die Partie in Freiburg mit dem Führungstreffer von Markus Lillich durchaus verheißungsvoll, doch auch der Freiburger Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Erneut mussten die Kaufbeurer dabei in der Anfangsphase eine drei-gegen-fünf-Unterzahlsituation überstehen. In der 28. Minute gelang dem ESVK sogar das Kunststück in Unterzahl durch Sami Blomqvist die erneute Führung zu erzielen. Es war nun ein richtiges Play-Off-Spiel mit Emotionen auf beiden Seiten. „Wir haben es in dieser Phase versäumt einen dritten Treffer zu erzielen, denn wir hatten im zweiten Drittel deutlich die besseren Chancen“, sagt Tuomie und nannte dies auch als einen Grund, warum seine Mannschaft die gesamte Serie verloren hat.

Angetrieben von über 2.000 Zuschauern konnten die Freiburger dann in der 43. Minute den 2:2-Ausgleich erzielen. Zwar spielten beide Mannschaften auf Sieg, doch die Partie wurde erst in der 75. Minute in der Nachspielzeit mit dem 3:2-Siegtreffer für Freiburg entschieden. „Der Treffer war für uns leider sehr unglücklich, denn Maxi Meier dachte dass der Puck unter ihm liegen würde, doch irgendwie wurde der Puck über die Linie gestochert“, beschrieb Tuomie den finalen Treffer. Dennoch ist der Kaufbeurer Trainer mit dem Saisonverlauf insgesamt nicht unzufrieden. „Wir mussten uns mit dem Trainerwechsel nach vier Spieltagen als Mannschaft erst einmal finden, dann kamen Corona und Verletzungen dazu. Auch die Ausfälle von Stefan Vajs, Sören Sturm und Branden Gracel konnten wir nicht sofort eins zu eins kompensieren. Daher haben wir uns mit dem achten Platz sehr ordentlich geschlagen“, gab der Trainer seine Einschätzung der abgelaufenen Saison.

Ein Happy-End hätte sich auch die U20-Mannschaft des ESV Kaufbeuren gewünscht. Im Halbfinale hat das Team von Trainer Daniel Jun die erste Partie in Berlin knapp in der Verlängerung verloren. Nun sollte am Samstag mit einem Sieg ein entscheidendes drittes Spiel erzwungen werden, doch trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung ging die Partie nach 60 spannenden Minuten mit 3:4 an den Nachwuchs aus der Landeshauptstadt. „Ich denke die Jungs wollten am Ende zu viel und haben sich dann immer mehr verkrampft. Trotzdem war es insgesamt eine super Saison, die wir natürlich gerne mit dem Finaleinzug gekrönt hätten“, sagte der sportliche Leiter Jogi Koch.

Auch wenn die knapp 1.000 Zuschauer für dieses Spiel einen großartigen Rahmen geschaffen hatten, so waren die Spieler nach der Partie untröstlich enttäuscht. „Die Stimmung in der Kabine war schon sehr traurig und einige waren den Tränen nahe, aber die Jungs können auf sich Stolz sein“, versuchte Koch die Emotionen nach der Niederlage zu beschreiben.

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