ESVK triumphiert über Ravensburg

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Der wiedergenesene ESVK-Stürmer Josh Burnell sorgte am Freitag für die 3:1-Führung der Joker gegen die Towerstars.

Kaufbeuren – Vergangenen Sonntag hätten die Kaufbeurer Joker die Chance gehabt, einen Sprung in der Tabelle gar auf den siebten Rang zu machen. Die Vorarbeit dazu leisteten sie am Freitag bei der überzeugenden 5:1-Vorstellung über die Towerstars aus Ravensburg. Hätten die Sturmformationen auch am Sonntag so effektiv agiert, wäre ein Erfolg in Bad Nauheim möglich gewesen.

Denn lediglich zwei Treffer der Gastgeber verhalfen den Roten Teufeln zum Heimsieg. Trotzdem belegt der ESVK weiterhin den zehnten Tabellenrang mit noch acht Punkten Distanz zu den Eispiraten aus Crimmitschau. Durch die Ausfälle von Schütz, Versteeg, Baindl, Oppolzer und am Sonntag auch noch Daniel Pfaffengut – aufgrund seiner dritten Disziplinarstrafe gesperrt – schienen die Kraftreserven zu versiegen.

Starke Vorstellung am Freitag 

Zweimal hatten die Joker die Towerstars Ravensburg schon deutlich besiegt. Die Gäste schienen gewarnt zu sein. Der erste Angriff der Gäste führte schon völlig überraschend zu deren Führung, dies nach gerade einmal 23 Sekunden. Das ganze erste Drittel war ein einziger Sturmlauf der Oberschwaben, dazu noch begünstigt durch mehrere Überzahlspiele. Doch die Abwehrarbeit der Kaufbeurer war stark und dahinter stand mit Stefan Vajs ein Meister seines Faches im Tor. Ganz wenige Chancen boten sich dem ESVK, doch diese nützten zuerst Maximilian Hadraschek und dann Daniel Menge zur schmeichelhaften Pausenführung.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels nutzte der wiedergenesene Josh Burnell einen Konter zum 3:1 für die Joker. Im fortlaufenden Spielgeschehen dann wieder das gleiche Bild, Ravensburg stürmte und Kaufbeuren verteidigte erfolgreich. Auch im dritten Abschnitt eine spielbestimmende Gästemannschaft, doch die Treffer erzielten die Kaufbeurer. Zuerst Daniel Menge nach klasse Vorarbeit von Chris St. Jacques und danach Max Lukes in einer mit seinen Nebenspielern Pfaffengut und Hadraschek starken Sturmreihe. Am Ende hieß es vor 1988 Zuschauern 5:1 für den ESVK, der nur halb so vielen Torschüsse wie die Gäste abgab. Ein effektives Auftreten der ganzen Mannschaft wurde belohnt.

Gästetrainer Daniel Naud: „Wir sind gut gestartet und haben viele Chancen erspielt, aber ein starker Vajs im Tor und die eiskalte Chancenverwertung der Joker führten zu unserer Niederlage“. ESVK-Coach Mike Muller: „Anfangs sind wir nervös gestartet, Ravensburg hat eigentlich das ganze Spiel mächtig Dampf gemacht. Unser Penalty-Killing war richtig stark und jeder Spieler hat seine Aufgaben sehr gut umgesetzt“.

Bad Nauheim siegt zuhause 

Das Freitagspiel hatte zweifelsohne Kraft für den dezimierten Kader gekostet. Vor 2415 Zuschauern spielten die Kaufbeurer am Sonntag in Bad Nauheim trotzdem gut mit und hatten mit mehreren Alleingängen zweifelsohne die Chance auf Punkte in Hessen gehabt. So aber reichten den Gastgebern zwei Treffer, um drei Punkte einzufahren.

Mittwoch in Garmisch 

Keine Pause gibt es für die Eishockeyspieler während der Festtage, im Gegenteil, dieser Zeitraum ist mit einem Mammutprogramm belegt. Am Mittwoch, den 23. Dezember treten die Kaufbeurer Joker um 20 Uhr beim SC Riessersee an. Beide Heimspiele gegen die Werdenfelser gingen für die Kaufbeurer verloren, vielleicht klappt es ja auswärts mit einem Punktgewinn?

Heimspiel gegen Kassel am Samstag 

Am Samstag, den 26. Dezember, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, empfangen die Kaufbeurer die Kassel Huskies. Spielbeginn ist diesmal um 18 Uhr in der Sparkassen Arena Kaufbeuren. Auswärts gab es heuer schon eine 7:0 Packung, aber im Heimspiel verloren die Kaufbeurer erst in der Verlängerung.

Noch zwei Auswärtspartien 

Bis zum nächsten Heimauftritt der Joker am 3. Januar 2016 sind noch zwei Auswärtsspiele zu bestreiten. Zuerst geht es am Montag, den 28. Dezember nach Heilbronn, nur zwei Tage später steht die weite Fahrt nach Bremerhaven an die Nordsee mit einem schweren Match gegen den Tabellenführer der DEL2 an.

Nur ein Punkt für das DNL-Team 

Zweimal waren die Kaufbeurer Youngster letztes Wochenende im Einsatz, leider war die Ausbeute mit nur einem Punkt sehr mager. Am Samstag gab es beim Tabellenfünften in Bad Tölz eine 4:1-Niederlage, den Ehrentreffer in einer sehr strafzeitenreichen Partie schoss Tim Wohlgemut zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

Am Sonntag gab es ein spannendes Heimspiel gegen die Eisbären Juniors aus Berlin. Vor 139 Zuschauern glichen die Kaufbeurer durch Jonas Wolter und Tim Wohlgemuth einen Zwei-Tore-Vorsprung der Hauptstädter bis zur 54. Minute noch aus. In der nachfolgenden Verlängerung hatten die Gäste mehr Glück und sicherten sich mit dem Treffer zum 2:3 so den Zusatzpunkt. Damit haben die Berliner bis auf einen Punkt auf den Tabellendritten ESVK aufgeschlossen.

von Werner Mayr

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