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Starker Kampf des ESVK wird nicht belohnt

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Von: Thomas Schreiber

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Eishockey Kaufbeuren Tor Verteidiger
Verteidiger Simon Schütz zeigt gegen Dresden eine starke Leistung. © Thomas Schreiber

Kaufbeuren - Auch der ESV Kaufbeuren konnte die Siegesserie der Eislöwen aus Dresden nicht stoppen. Vor 775 Zuschauern in der ausverkauften Erdgas-Schwaben-Arena mussten sich die Joker trotz einer couragierten Vorstellung gegen den Ligaprimus mit 1:4 geschlagen geben.

„Ich denke, es war ein gutes Spiel von beiden Teams, aber es ist schwer, so eine Mannschaft zu schlagen. Wir haben alles probiert, doch es hat am Ende nicht gereicht“, fasst Trainer Tray Tuomie die Niederlage mit Bedauern zusammen. Dem hatten sich auch die Zuschauer im Stadion angeschlossen, denn es gab während und auch nach der Partie immer wieder Beifall für das ersatzgeschwächte Kaufbeurer Team. Neben Markus Schweiger und Fabian Voit musste der ESVK auch noch kurzfristig auf Top-Skorer John Lammers verzichten. Die Joker kamen ohne Respekt aus der Kabine und spielten ein starkes Startdrittel, bei dem lediglich die vorhandenen Chancen nicht verwertet wurden. Stattdessen erzielten die Gäste praktisch aus dem Nichts in der zwölften Minute das 1:0. „Wir wussten, dass Kaufbeuren läuferisch sehr stark und aggressiv kommen wird, doch wir konnten gut dagegenhalten und im richtigen Moment die Tore erzielen“, bestätigt Gäste-Trainer Andreas Brockmann die ersten 20 Spielminuten.

Puste ausgegangen

Auch im Mitteldrittel hatten die Joker zunächst durch Philipp Krauß den besseren Start, doch der nächste Treffer fiel aus Kaufbeurer Sicht wieder auf der falschen Seite. In der 26. Minute traf Verteidiger David Suvanto durch Freund und Feind zum 2:0 ins Tor. Bei einer anschließenden Strafzeit für die Joker drohte der Partie bereits eine Vorentscheidung. Doch statt einem weiteren Treffer für die Eislöwen gelang dem ESVK ausgerechnet in Unterzahl der 1:2 Anschlusstreffer durch Alexander Thiel. Nun spürte auch die Halle, dass die Kaufbeurer wieder dicht dran waren, doch eine sehr umstrittene Hinausstellung gegen Simon Schütz bremste die Euphorie wieder ein. Torjäger Jordan Knackstedt stellte in Überzahl den alten Abstand wieder her und erhöhte auf 3:1 für Dresden. „Wir haben insgesamt gutes Eishockey gespielt, doch am Ende ist uns etwas die Puste ausgegangen“, sagte Verteidiger Simon Schütz, der im letzten Drittel nicht mehr die ganz großen Chancen für sein Team registrieren konnte. „Wir haben heute ein paar Strafen zu viel gehabt, das kostet uns einfach Energie“, bestätigt auch Tray Tuomie.

Insgesamt sehr enge Partie

Im letzten Drittel konnte man zwar seinem Team den Willen nicht absprechen, doch eine Mannschaft mit der Qualität von Dresden hat da nichts mehr anbrennen lassen. Spätestens mit dem 4:1 in der 56. Minute war dem ESVK der Zahn endgültig gezogen. „4:1 hört sich klar an, doch die Partie war insgesamt sehr eng“, sagt Andreas Brockmann tröstend über sein Ex-Team. Anerkennung gab es jedoch auch für den aktuellen Tabellenführer von Kaufbeurer Seite. „Gegen so einen Gegner kann man verlieren, die haben heute brutales Eishockey gespielt und stehen zu Recht dort oben“, sagt Simon Schütz als fairer Sportsmann. Nun haben die Joker ein paar Tage Zeit, sich zu erholen. Denn die nächste Partie steht erst wieder am Sonntag bei den Eispiraten Crimmitschau auf dem Programm. Den aktuellen Spielbericht und Stimmen dazu gibt es wie gewohnt unter www.kreisbote.de

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