Zu viele Ausfälle

Joker verlieren beide Spiele gegen Crimmitschau und Dresden

 Interims-Coach Sebastian Osterloh motiviert Spieler vom ESVK.
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Engagiert und mit viel Leidenschaft hat Interims-Coach Sebastian Osterloh sein Team immer wieder motiviert.

Kaufbeuren – Gegen die beiden Mannschaften aus Sachsen gab es für den ESV Kaufbeuren am Wochenende zwei Niederlagen. Beim 4:5 nach Penalty-Schießen gegen Crimmitschau konnten sich die Joker zumindest über den ersten Punktgewinn freuen. Mit dem gleichen Ergebnis nach regulärer Spielzeit musste man am Sonntag die Heimreise aus Dresden antreten.

Wieder einmal hat sich der ESV Kaufbeuren nach einer guten Leistung im Heimspiel gegen Crimmitschau nicht mit einem Sieg belohnt. Zwar konnten sich die Joker nach 4:4-Unentschieden in der regulären Spielzeit zumindest über den ersten Punktgewinn in der noch jungen Saison freuen, doch überwog an diesem Tag mehr die Enttäuschung über den verpassten Sieg. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles gegeben“, sagt Sebastian Osterloh, der nach dem Abgang von Rob Pallin zum ersten Mal als verantwortlicher Trainer an der Bande stand.

Die Joker legten dabei los wie die Feuerwehr, doch trotz einem deutlichen Plus an Torschüssen ging der ESVK mit einem Rückstand in die erste Pause. „Wir lagen zwar mit 3:2 in Führung, doch ich weiß nicht wie wir das geschafft haben. Kaufbeuren hat uns so unter Druck gesetzt und wir haben gar nicht stattgefunden“, beschreibt Gäste-Trainer Marian Bazany die ersten 20 Spielminuten.

Das es dabei aus Kaufbeurer Sicht nur zu den Toren von Sami Blomqvist und Markus Lillich kam, spiegelte die Überlegenheit des ESVK im ersten Drittel nicht wider. Zwar kamen die Joker im Mitteldrittel zum 3:3-Ausgleich durch Fabian Koziol, doch offenbarte die Mannschaft immer wieder Lücken in der Defensive. „Die Räume zwischen den Stürmern und der Verteidigung waren zu groß, so dass wir zur Hälfte der Partie eine taktische Umstellung vornehmen mussten“, sagte Stefan Mayer, der als Unterstützung zu Sebastian Osterloh mit an der Bande stand und das Coaching der Verteidiger übernommen hatte. Auch das eigene Unterzahlspiel war wie in den beiden Spielen zuvor ein Knackpunkt im Spiel der Joker, denn auch gegen Crimmitschau kassierte der ESVK erneut drei Tore in Unterzahl. „Keine Frage, an den Specialteams müssen wir weiterarbeiten und auch im Powerplay effektiver werden“, sagt Osterloh, der sein Team trotzdem auf einem guten Weg sieht. Nachdem die Partie beim Spielstand von 4:4 in die Verlängerung und anschließend noch in das finale Penaltyschießen ging, war die Spannung unter den knapp 1800 Zuschauern zum greifen nah. Rekordverdächtige 20 Versuche gab es, ehe den Gästen dann der entscheidenden Treffer zum zweiten Zusatzpunkt gelang.

Auswärts gegen Dresden

Einstellung und Engagement stimmten auch bei der Auswärtspartie am Sonntag in Dresden. Am Ende gab es für den ESVK jedoch wieder eine knappe 4:5-Niederlage. Den Siegtreffer für die Truppe um Ex-Trainer Andreas Brockmann kassierten die Joker erst in der 59. Minute. Joey Lewis brachte die Rotgelben in der achten Minute in Führung, doch dann drehten die Eislöwen die Partie in eine zwischenzeitliche 3:1-Führung. Doch die von Sebastian Osterloh betreute Mannschaft zeigte erneut Moral und glich durch Tore von Markus Lillich und Branden Gracel zum 3:3 aus. Der ESVK war gut in das letzte Drittel gestartet und mit seinem zweiten Treffer brachte Gracel die Joker sogar mit 4:3 in Führung. Mit Simon Karlsson und Jordan Knackstedt hatte Dresden dann die Schlüsselspieler in ihren Reihen, die eine solche Partie noch drehen konnten.

Durch die Ausfälle von Stefan Vajs, John Lammers, Yannik Burghart und Maximilian Hops konnte der ESVK auch nur mit drei Angriffsreihen nach Sachsen anreisen. Im Tor bekam DNL-Torhüter Sebastian Graf seine Feuertaufe. Nach nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen und 19 Gegentoren stellt sich bei den Jokern die Frage, ist der Kader zu dünn besetzt und fehlt dem Team die notwendige Routine in der Breite?

Bereits morgen, Dienstag 11. Oktober, steht für die Joker um 20 Uhr eine vorgezogene Partie bei den Heilbronner Falken auf dem Programm. Am Freitag, 15. Oktober, muss der ESVK dann um 20 Uhr bei den Bayreuth Tigers antreten.

Erste Niederlagen für das DNL Team

Nicht von Erfolg gekrönt waren für das DNL-Team des ESV Kaufbeuren am vergangenen Wochenende die beiden Auswärtsspiele in Köln. Gegen die Jung-Haie gab es am Samstag eine 2:4-Niederlage und auch tags darauf blieben die Kauf­beuren nach einem 3:6 erneut ohne Punkte. In der Tabelle haben die Jung-Adler Mannheim nun mit ebenfalls 24 Punkten aufgeschlossen. Dank dem besseren Torverhältnis steht der ESVK jedoch weiter an der Spitze.

Thomas Schreiber

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