ESVK gleicht gegen Freiburg aus

ESVK zeigt beim Heimsieg tolle Moral – Joker im Play-Off-Modus

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Daniel Oppolzer steuerte zum 6:3-Sieg gegen Freiburg einen Treffer bei und wurde im Stadion mit einer großartigen Choreo für 500 Spiele gewürdigt.

Kaufbeuren – In den beiden ersten Play-Off-Spielen gegen den EHC Freiburg hat der ESV Kaufbeuren zwei verschiedene Gesichter gezeigt. Bei der 6:4-Niederlage im Breisgau waren die Joker lange Zeit nicht auf Betriebstemperatur und hatten verdient verloren. Im Spiel zwei sah es zunächst auch nicht nach einem Erfolg aus, doch nach einem 1:3-Rückstand zur Hälfte der Partie bekam der ESVK die zweite Luft und dreht das Spiel noch in einen 6:3-Sieg.  

Die Play-Offs wurden im Vorfeld immer gerne als die „geilste Zeit des Jahres“ betitelt, bei denen jeder Spieler zum Ende einer Saison noch einmal darauf brennt. Doch so richtig wollte das Feuer aus Kaufbeurer Sicht beim ersten Spiel in Freiburg nicht zum lodern kommen. Dies lag zum einen daran, dass man den ESVK in dieser Saison schon besser spielen sah, aber auch an einem starken Gegner, der für die Joker an diesem Abend einfach nicht mehr zugelassen hat. Offensichtlich hatte die lange Pause seit dem letzten Spiel am 5. April der Mannschaft von Rob Pallin etwas den Elan genommen.

Trotz der frühen Führung durch John Lammers bekam das Kaufbeurer Spiel wenig Sicherheit und die Joker leisteten sich auch überraschend viele Fehlpässe. „Freiburg hat uns den Platz genommen“, sagte der Kaufbeurer Trainer nach der Partie, der mit dem ersten und zweiten Drittel nicht zufrieden sein konnte. Dagegen war Wölfe-Coach Peter Russell überrascht davon, wie sein Team die Spielpause und das Fehlen einiger Leistungsträger weggesteckt hat. „Wir waren zuvor etwas nervös, doch ich war schon im ersten Drittel positiv überrascht“, sagte der Freiburger Trainer.

Im zweiten Drittel bemängelte Pallin auch, dass man es in Unterzahl nicht geschafft hatte, den Puck aus dem eigenen Drittel zu befördern, obwohl die Möglichkeit dazu vorhanden war. Die Konsequenz daraus war ein weiteres Gegentor zum 4:2, als der ESVK dabei regelrecht in die Zuschauerrolle versetzt wurde.

Erst im letzten Drittel keimte noch einmal Hoffnung auf, die durch den 5:4-Anschlusstreffer von Florin Ketterer in der 55. Minute noch einmal zusätzlich befeuert wurde. Jedoch gelang es dem ESVK auch in der verbleibenden Spielzeit nicht die Gefahr vor dem Freiburger Tor noch einmal zu erhöhen, um noch einen möglichen Ausgleich zu erzielen. Für Rob Pallin ging der Blick bereits nach der Partie wieder nach vorne und verwies auf die weitere Serie die noch zu spielen ist.

Deutlich engagierter

Nachdem sich die Joker nach der Niederlage in Freiburg kurz geschüttelt hatten, gingen sie am Sonntag im Spiel zwei deutlich engagierter in die Partie. Leider bekamen die Bemühungen mit dem 0:1 in der dritten Minute einen frühen Dämpfer. Tobi Wörle konnte jedoch in der 14. Minute zum 1:1 ausgleichen. Ärgerlich aus Kauf­beurer Sicht war jedoch die neuerliche Führung für den EHC Freiburg, als der ESVK noch in Überzahl war. Im Mitteldrittel ging es zunächst kräftig zur Sache. Nach einer unglücklichen Aktion musste Verteidiger Sören Sturm verletzt vom Eis getragen werden. Kurz darauf leistete sich Fabian Koziol eine unfaire Aktion gegen den Freiburger Simon Danner, der mit einer blutenden Gesichtsverletzung ebenfalls vorzeitig in die Kabine gebracht wurde. Nach dem Koziol darauf hin vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde, musste sein Team fünf Minuten in Unterzahl agieren. Trotz einer unermüdlichen Abwehrschlacht gelang den Gästen in dieser Phase das 3:1 in der 29. Minute.

Zu diesem Zeitpunkt sah es für die Joker nicht gut aus, doch Sami Blomqvist brachte den ESVK mit dem Anschlusstreffer wieder heran. Als Max Lukes noch im zweiten Drittel ausgleichen konnte, war die Partie wieder offen. Nun spielten beide Teams mit offenem Visier und John Lammers brachte den ESVK in der 49. Minute zum ersten Mal mit 4:3 in Führung. Dann kam der große Auftritt von Daniel Oppolzer, der zuvor für 500 Einsätze beim ESVK ausgezeichnet wurde und dafür im Stadion von der Fanszene mit einer großartige Choreo gewürdigt wurde. Er erzielte im Powerplay das wichtige 5:3 für den ESVK und brachte damit seine Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße. Freiburg nahm in der Schlussphase noch den Torhüter vom Eis, doch Joey Lewis gelang wenige Sekunden vor dem Ende der Treffer zum 6:3-Endstand.

Damit verlängert sich die Serie um ein weiteres Heimspiel für den ESVK am Donnerstag um 19.30 Uhr. Doch zuvor müssen die Joker bereits morgen erneut in Freiburg antreten. Die aktuellen Ergebnisse gibt es wie immer unter www.kreisbote.de/lokalsport.

Thomas Schreiber

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