Neun Einzelsiege beim 32:4-Triumph

Kantersieg der Westendorfer Ringer gegen Untergriesbach

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Daniel Joachim (rotes Trikot) vom TSV Westendorf verlor sehr bitter seinen Kampf gegen Florian Unfried auf Schulter.

Westendorf – Der TSV Westendorf kämpft in der Bayerischen Ringer-Oberliga derzeit quasi in einer eigenen Liga. Auch im fünften Kampf blieben die Ostallgäuer siegreich, wenngleich Griechisch-Römisch-Cheftrainer Klaus Prestele den jüngsten Kantersieg gegen den SV Untergriesbach nicht überbewerten möchte. Mit 32:4 gewann der TSV gegen die Niederbayern, die sogar mit einem Mann weniger die Reise antraten.

„Westendorf war eine Klasse für sich an diesem Abend. Dass die Niederlage so hoch ausfällt, hätte ich jetzt nicht gedacht“, sagte Gästecoach Christoph Scherr beim Pressegespräch, das immer nach den Heimkämpfen in einer lockeren Atmosphäre stattfindet. Selbst Klaus Prestele war nach der zwischenzeitlichen 20:0-Pausenführung erst einmal perplex, wie er in seiner Analyse betonte. „In meiner Trainerlaufbahn habe ich das noch nicht erlebt.“

Schon von Anfang an gingen die TSV-Athleten mit der nötigen Aggressivität zu Werke. „Das hat sich durch sämtliche Kämpfe durchgezogen. Die Einstellung bei allen Ringern hat gestimmt“, lobt Prestele. Auch Trainerkollege Jürgen Stechele freut sich über den fünften Saisonsieg in Folge, der mit einem Überlegenheitssieg von Niklas Stechele im leichtesten Limit begann. Vor Ablauf des ersten Durchgangs punktete der DRB-Kaderathlet aus dem Allgäu Alaa Alkrad aus. Auch Felix Kiyek (130 kg/Griechisch-Römisch) bestimmte das Duell gegen Christoph Bauer. Doch sein Gegner wurde vom Kampfrichter wegen mehrere Kopfstöße verwarnt und dann auch disqualifiziert. Michael Steiner (61 kg/Griechisch-Römisch) schulterte vorzeitig Jonas Lenz, ehe Patrick Riedler (98 kg) und Nasrat Nasratzada (66 Kilo/beide Freistil) ihre Gegner vorzeitig nach technischer Überlegenheit bezwangen.

Auch nach der Pause gab es für die Zuschauer interessante Duelle mit positivem Ausgang für die Westendorfer. Michael Heiß (86 kg/Griechisch-Römisch) machte mit dem Untergriesbacher Routinier Magomed Magomedov kurzen Prozess: Vorzeitiges Ende nach technischer Überlegenheit. Pech hatte Daniel Joachim, der im Limit bis 71 Kilogramm im griechisch-römischen Stil eine souveräne 9:1-Führung gegen Florian Unfried mit einer sehr bitteren Schulterniederlage quittieren musste. In der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm waren die Gäste ohne Ringer angetreten, damit gingen weitere vier Punkte auf das Westendorfer Konto. In den beiden abschließenden Duellen bis 75 Kilogramm wehrten sich die Untergriesbacher dann doch. Matthias Einsle (Freistil) gewann gegen Benedikt Heindl mit 8:2-Punkten, ehe Philipp Reiner mit seinem Sieg über Daniel Loher (14:9) den Schlusspunkt hinter einem erfolgreichen Kampfabend setzte.

„Nichtsdestotrotz dürfen wir den Sieg nicht überbewerten“, verweist Klaus Prestele auf den nächsten Auswärtskampf beim Tabellenletzten Isaria Unterföhring. „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, hier nehme ich gerne die Favoritenrolle an.“

von Stefan Günter

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