Die Bude ist unter normalen Umständen eine beliebte Anlaufstation

ESVK Fan-Stand bleibt weiter geschlossen – Ein Gespräch mit dem Betreiber

ESVK Fanshop Kaufbeuren
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Das waren noch Zeiten. Michael Neumann (re.) und Sabine Weier-Zimmermann freuten sich damals über den Besuch von Sebastian Osterloh im Fan-Wagen, als Corona noch ein Fremdwort war

Kaufbeuren – Vieles ist in dieser Eishockeysaison anders als in den Jahren zuvor. Die Tribünen im Stadion bleiben leer, die Fans müssen die Spiele von zu Hause aus ansehen und folglich bleibt auch der Fan-Stand vor dem Stadion geschlossen. Dabei war dieser nicht nur Anlaufstation für heimische Fans und auswärtige Souvenirjäger, sondern auch ein willkommener Treffpunkt vor dem Spiel.

„Viele sind einfach nur mal kurz vorbeigekommen um Hallo zusagen und sich auf das bevorstehende Spiel einzustimmen“, sagt Michael Neumann, der bereits seit 15 Jahren für den ESVK hinter dem Tresen steht. Spricht man bei den Vereinen in dieser Saison bei den fehlenden Spieltageinnahmen in erster Linie von den Eintrittsgeldern und Gastronomieumsätzen, so darf man die Erlöse beim Verkauf von Fanartikel nicht ganz außer Acht lassen. „Wir sprechen hier schon über einen Betrag von gut 1.000 Euro pro Spiel, der sich in den Wochen vor Weihnachten deutlich nach oben gesteigert hat“, berichtet Medienchef Philippe Bader. Gerade die Adventszeit hat der Verein in der Vergangenheit genutzt, um mit ihrem mobilen Stand auch auf verschiedenen Weihnachtsmärkten und in der Stadt präsent zu sein.

Der Fanartikelverkauf beim ESV Kaufbeuren hat jedoch schon eine lange Tradition. In der alten Sparkassen-Arena hatte man neben der altehrwürdigen Holzbude vis-a-vis dem Stadiontor auch auf der Seite bei der Anzeigetafel noch einen weiteren Stand. „Die Lage direkt neben dem Eingang war natürlich ideal, denn jeder musste an uns vorbei. Und auch die Spieler hatten auf dem Heimweg noch Zeit auf ein kurzes Hallo“, beschreibt Neumann die alten Zeiten. Der Charme dieser alten Arena blieb jedoch auch den Fans aus ganz Deutschland nicht verborgen. „Wir hatten mal sechs Fans von den Eisbären aus Berlin zu Gast, die sich nicht nur mit Souvenirs eindeckten, sondern auch noch einmal das Flair einer klassischen Eishalle erleben wollten“, erzählt Michael Neumann. Er pflegt den Kontakt noch heute. Nicht zu vergessen waren jedoch auch die Abende, als man bei zweistelligen Minusgraden auf einer Styroporplatte im FanStand stand, um bei einem Heißgetränk die Kälte zu ertragen. „Da half auch der kleine Radiator in der Hütte nicht viel, wenn man dann nach dem Spiel durchgefroren nach Haus kam“, sagt der 33-Jährige.

Kleiner aber feiner sind nun die Bedingungen im neuen mobilen Stand, der sich auf dem Vorplatz der Erdgas-Schwaben-Arena befindet. Vollgepackt vom Trikot, über den Schal bis hin zu einem Puck gibt es alles zu kaufen. „Das Trikot von Sami Blomqvist mit der Nummer 71 war in den vergangenen Jahren schon der größte Umsatzträger“, sagt Neumann, der selbst bereits 16 Trikots und unzählige Schals sein Eigen nennen darf. „Natürlich gibt es immer wieder neue Anregungen, doch uns fehlt ganz einfach auch der Platz für die Lagerung“, sagt Phil Bader, der für Ideen immer offen ist.

„Auch ein Stefan Ustorf hat schon bei uns vorbeigeschaut und sich erkundigt, was der ESVK so alles im Programm hat“, erzählt Neumann über die tolle Begegnung mit dem einstigen NHL-Spieler mit Kaufbeurer Wurzeln. Zwar berichtet der Verein, dass der Onlineverkauf in diesem Jahr deutlich zugelegt hat, doch die fehlenden Umsätze aus den Spieltagen kann dies nicht auffangen. Vielleicht ja eine Idee für das passende Weihnachtsgeschenk.

Joker kehren am Sonntag teilweise zurück auf das Eis

Mit dem Ende der Quarantäne-Maßnahmen geht es für den ESVK langsam aber sicher zurück auf das Eis. Alle negativ getesteten Spieler können ab Sonntag wieder mit den Eistraining beginnen. Für die positiv getesteten Akteure steht vor einer Rückkehr in den Trainings- und Spielbetrieb ein standardisiertes Untersuchungsprogramm bei Mannschaftsarzt Dr. Christian Rülke an. Das nächste Spiel für die Joker steht am kommenden Dienstag um 20 Uhr bei den Heilbronner Falken auf dem Programm.

von Thomas Schreiber

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